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Rückkehr nach vierjähriger Pause

Internationale Künstler verwandeln Pforzheim beim Straßentheater-Festival in eine große Bühne

Das Straßentheater-Festival in Pforzheim findet Ende Juli statt. Angekündigt ist ein abwechslungsreiches Programm mit vielen internationalen Künstlern.

Magische Momente verspricht die Compagnie des Quidams, die beim Straßentheater-Festival Ende Juli auftreten wird
Magische Momente verspricht die Compagnie des Quidams, die beim Straßentheater-Festival Ende Juli auftreten wird. Foto: Marc van Canneyt

Nach vierjähriger Pause meldet sich das Internationale Pforzheimer Straßentheater-Festival Ende Juli zurück. Bei der Vorstellung des Programms am Mittwochnachmittag versprach der Leiter des Kulturhauses Osterfeld, Bart Dewijze, unterhaltsame Stunden in Stadtgarten und im Innenhof des Osterfelds sowie samstags auch in der ganzen Innenstadt.

Bis auf wenige Ausnahmen soll der Besuch kostenlos sein. Zugleich setzen die Veranstalter auf ein möglichst niederschwelliges Angebot, um die Besucher mit unterschiedlichsten Darbietungen wieder für Kultur zu begeistern.

Zum Auftakt wurden Foodtrucks organisiert, die am 28. Juli im Stadtgarten stehen werden. Nur zwei sind allerdings für das leibliche Wohl der Besucher gedacht, ein weiterer gehört der Boucherie Bacul, eine Gruppe aus Belgien. „Sie lieben so ein bisschen die Absurdität“, verrät Dewijze. In diesem Fall leben sie es mit einem altmodischen Fleischerwagen aus, der gerne auch ein bisschen gruselig sein darf – als Metzgerei für Kuscheltiere.

Höhepunkt wird eine Trommel- und Feuershow

„Es wird ganz spannend“, kündigt der Kulturhausleiter an. Zugleich wird man Klangskulpturen des Bildhauers Klaus Gündchen zeigen, die mit dem Tabu der unberührbaren Kunstwerke brechen wollen. Die beiden Kussionisten Nils Tannert und Markus Hauke sollen sich zumindest genau darum kümmern. Höhepunkt des ersten Abends wird zudem eine Trommel- und Feuershow sein.

„Silence“ heißt das Programm der Gruppe Les Commandos Percu aus Frankreich, das sowohl donnerstags als auch freitags gezeigt wird. Stille. „Es wird aber alles andere als still sein“, verspricht Dewijze. Es soll vielmehr ein „Sturm aus Geräuschen und Feuer“ über die Zuschauer hereinbrechen. „Eine ganz tolle Sache.“

Ein Sturm aus Feuer und Geräuschen will die Gruppe Les Commandos Percu aus Frankreich entfachen
Ein Sturm aus Feuer und Geräuschen will die Gruppe Les Commandos Percu aus Frankreich entfachen. Foto: Kulturhaus Osterfeld

Ebenfalls am Freitagabend ist das deutsch-italienische Duo Stefan Sing und Cristina Casadio vorgesehen, das sich an die Grenzlinien zwischen Tanz und Jonglage, zwischen Zirkus und Theater heranwagen wird.

Zudem werden zwei Künstlerinnen, beide über 50 Jahre alt, zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören, wenn sie leidenschaftlich, humorvoll und poetisch vom Altern erzählen, von Tod und Leben.

„Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein“ ist der Titel des Artistik-Theater-Stücks, das Dewijze als „ganz besonderen Act“ beschreibt.

Am Festival-Samstag bespielen Künstler aus ganz Europa die Pforzheimer Innenstadt

Groß ist auch die Vorfreude auf den Samstag, wenn zahlreiche Künstler aus ganz Europa die Pforzheimer Innenstadt bespielen: Auf dem Marktplatz sind dann zwei alte englische Telefonzellen zu finden, in denen es klingelt. Passanten dürfen rausfinden, wer anruft.

In der Fußgängerzone wartet ein Karussell-Tier, die „Always drinking marching Band“ wird für Belebung sorgen und am unteren Marktplatz gibt’s ein Waschlappentheater voll nordischem Charme.

Mir diesen und anderen Acts wolle man zeigen, wie schön es sein kann, aus dem Alltag zu entfliehen und in ein Staunen über so viel Kreativität einzutauchen, sagt Dewijze.

Ursprünglich sollte das schon vor zwei Jahren ermöglicht werden, als die Pandemie dazwischen kam und das Festival erst mal auf Eis lag. Aufgeschoben war in dem Fall aber nicht aufgehoben: Von wenigen Ausnahmen abgesehen kann nun nahezu das komplette Programm, das 2020 geplant war, mit zwei Jahren Verspätung über die Bühne gehen.

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