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Modern und hell

Kita eröffnet im alten Postkraftwagenhof in Pforzheim

Die Stadt Pforzheim investierte 3,1 Millionen Euro in das Kita-Projekt. Vier Gruppen finden dort künftig Platz. Sie können sich auf eine großzügige Spielfläche draußen freuen.

Übergabe an die Stadt: Die Kita im Postkraftwagenhof ist fertiggestellt. Am Mittwoch übergab der Stadtbau die Räume an Oliver Lamprecht, Peter Boch, Peter Möller, Peter Gloss, Frank Fillbrunn und Armin Maisch (von links). Foto: Stefan Friedrich

Der Umbau der alten Postkraftwagenhalle an der Zeppelinstraße in der Oststadt ist zügig vorangekommen. Nachdem der Bauantrag im Juni 2019 eingereicht und bereits vier Monate später genehmigt worden ist, haben die Arbeiten im April 2020 begonnen.

In den vergangenen eineinhalb Jahren ist nun eine moderne Kindertageseinrichtung für vier Gruppen entstanden. Die offizielle Übergabe an die Stadt erfolgte Mittwochnachmittag – vertreten durch Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) und Bürgermeister Frank Fillbrunn (FDP).

Die Kindertagesstätte in der Zeppelinstraße ist eines von aktuell acht Projekten, das die Stadtbau Pforzheim in diesem Bereich momentan verfolgt. Fünf Einrichtungen sind bereits im Bestand: Die Erweiterung der Kita Büchenbronn mit zwei Gruppen, die Kita Friesenstraße mit fünf Gruppen und die am Mittwoch übergebene Kita in der Zeppelinstraße gehören zu den Projekten, die laut Unternehmen bereits fertiggestellt sind oder zumindest unmittelbar vor ihrer Fertigstellung stehen.

Drei weitere Neubauten sind im Genehmigungsverfahren

Drei weitere Neubauten befinden sich derzeit noch im Genehmigungsverfahren, darunter die Kita im Ernst-August-Weg, die mit geplanten sechs Gruppen als gruppenstärkstes Vorhaben gilt. Weitere drei Projekte befinden sich zudem im Entwicklungsstatus.

Mit den Möller-Gloss-Architekten aus Pforzheim hat sich der Stadtbau im Falle der Kita in der Zeppelinstraße für ein Büro entschieden, das bereits die Generalsanierung und den Umbau der denkmalgeschützten Brötzinger Schule vorgenommen hat und dafür von der Architektenkammer Baden-Württemberg als „Beispielhaftes Bauen Enzkreis und Stadt Pforzheim“ ausgezeichnet worden ist.

Auch bei dieser Maßnahme spielte der Denkmalschutz eine Rolle. Es habe eines sorgfältigen und eng abgestimmten Vorgehens bedurft, teilte der Stadtbau mit.

Bei der Ausschreibung wurde fast durchweg Pforzheimer Unternehmen der Zuschlag erteilt. Die Maßnahme selbst blieb fast punktgenau im Zeit- und Kostenrahmen, obwohl es zwischendurch Probleme mit Holz und Stahl gegeben hat. Kostensteigerungen und längere Lieferzeiten habe man allerdings durch planerische Anpassungen kompensieren können, betont der Stadtbau.

Großzügige Spielflächen im Außenbereich

Insgesamt waren es am Ende 3,1 Millionen Euro, die die Stadt investiert hat, um das Raumprogramm für die vier Gruppen der Kita im Bestandsbau unterzubringen und zugleich großzügige Spielflächen im Außenbereich zu schaffen.

Historisch ist alleine schon der Ort der Kita, die im 1929/30 errichteten Kulturdenkmal Postkraftwagenhof untergebracht ist. Von Fachleuten wird es als „regional einzigartig“ und als „Monument des Neuen Bauens“ beschrieben. Lange hatten die Flachbauten im Innenhof – früher waren darin die Werkstätten und Wagen untergebracht – ein Schattendasein geführt.

Vor einigen Jahren hat dann das Familienzentrum Ost der Arbeiterwohlfahrt dort eine neue Heimat gefunden. Mit dem Kindergarten, der im umgebauten früheren Second-Hand-Palast der Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung untergebracht ist, und seinen jungen Besuchern kommt nun zusätzlich Leben in die historische Stätte.

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