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35 Meter langes Schaufenster

Sommergefühle in der Kunstpassage in Pforzheim mit Werken von 15 Künstlern

In der Corona-Zeit haben Künstler kaum Möglichkeit, ihre Werke zu zeigen. Die „Kunstpassage“ in Pforzheim wird jetzt aber mit Werken von 15 Künstlern neu bestückt, die Sommerfeeling liefern.

Alles neu macht der Mai: Kuratorin Gabriele Münster hängt in der Kunstpassage neue Werke auf (rechts), Künstlerin Claudia Reutter tauscht eines ihrer Werke aus. Foto: Susanne Roth

Zu sagen, es wäre für Kunstschaffende leicht, ohne die Möglichkeit, die kreativen Werke zeigen zu können, wäre gelogen. Das erklärt auch, warum die Künstlerin Gabriele Münster aus Dillweißenstein keine Probleme damit hat, die von ihr gemietete „Kunstpassage“ im fußläufigen Verbindungsstück von der Zerrennerstraße zur Bissingerstraße zu bestücken.

„Für den Herbst muss ich mir ein neues Konzept überlegen“, sagt sie angesichts von derzeit 15 Künstlern, die Werke für die 35 Meter lange Schaufenster-Flucht abgegeben haben. Aber jetzt ist erst einmal „Sommerfeeling“ angesagt im Kunstschaufenster.

Mit insgesamt mehr als 40 Werken, die vom kraftvollen Stier bis zum rauschenden Birkenwald und verfremdeten Landschaftsfotografien eine Vielzahl verschiedener Motive zeigen. Passend macht das dann Gabriele Münster, der die Erfahrung vieler kuratierter Ausstellungen – auch im eigenen Artort in Dillweißenstein – dabei zu Gute kommt.

Passanten bleiben in der Pforzheimer Kunstpassage immer wieder stehen

Das Sommerfeeling verbreiten dabei bekannte Künstler aus der Region, immer wieder stoßen auch neue dazu. Wie etwa Anita Heger, die über Facebook von dieser Möglichkeit des Ausstellens gehört und sich daraufhin beworben hat. Auch Irene Tennigkeit aus dem Enzkreis, die derzeit keine Kurse geben kann, ist neu dabei.

Und auch Helmut Oberst zeigt seine meisterliche Leidenschaft für Bäume und Baum-Alleen zum ersten Mal an diesem Ort. Ute Middel aus Neuenbürg ist ansonsten bei vielen Märkten und Messen dabei oder organisiert diese. Alles weg in der Pandemie. So reiht sie sich dieses Mal auch in die Kunstpassage ein.

Dass die Passage offenbar nicht nur im Eilschritt durchlaufen wird, sondern tatsächlich auch Passanten stehen bleiben und die Kunst betrachten, freut die Initiatorin. Und es werden auch immer wieder mal Kunstwerke verkauft, wie Münster bestätigt.

Eigentlich hatte sich Gabriele Münster ja vorgestellt, dass man an diesem Platz an der Enz, mitten in der Stadt, auch gut Vernissagen machen könnte. Mit Sekt, Knabbereien und Musik. Dieses Ziel verliert die Künstlerin nicht aus den Augen. „Wir lassen uns nicht unterkriegen. Man braucht halt viel Geduld.“ Immerhin, so sieht sie das, bereichere die Kunstpassage die Innenstadt.

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