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1.700 Unterschriften

Nach Tod im Tiergarten: Pforzheimer Initiatorin überreicht Petition an OB

Mit ihrer Online-Petition für mehr Verkehrssicherheit im Tiergarten hat Silvia Morabito über 1.400 Stimmen allein in Pforzheim gesammelt. Diese hat sie im Rathaus an Oberbürgermeister Peter Boch übergeben.

Starker Rückhalt: Viele Unterschriften für mehr Verkehrssicherheit hat Silvia Morabito mit ihrer Online-Petition gesammelt. Die Unterschriften überreichte sie an OB Peter Boch. Anschließend fand im Rathaus ein Gespräch mit Anwohnern des Tiergartens statt.
Viele Unterschriften für mehr Verkehrssicherheit hat Silvia Morabito mit ihrer Online-Petition gesammelt. Die Unterschriften überreichte sie an OB Peter Boch. Foto: Torsten Ochs

„Es lief gut und war sehr effektiv“, sagte Silvia Morabito nach dem Gespräch, an dem auch Anwohner aus dem Tiergarten teilnahmen. Wie mehrfach berichtet, setzen sie sich dafür ein, dass das Wohngebiet für die Bewohner und vor allem für Kinder sicherer wird. Anlass war der Tod eines Siebenjährigen, der vor rund fünf Wochen vor dem Waldspielplatz in der Lion-Feuchtwanger-Allee überfahren wurde.

Daraufhin hat Morabito die Online-Petition gestartet. Bis Mitte November kamen 1.405 Unterschriften in Pforzheim und fast 1.700 deutschlandweit zusammen. Aufschlussreich waren auch die Kommentare der Unterzeichnenden: „Mir ist wichtig, dass vor allem Kinder, Rentner und Menschen mit Beeinträchtigung, sichere Geh-und Fußwege im Wohngebiet Tiergarten, Buckenberg und Umgebung erhalten und besser geschützt werden. Als direkter Anlieger des schrecklichen Unfalltodes des Kindes fühle ich mich verantwortlich, zu helfen und die Petition zu unterstützen.“

Es lief gut und war sehr effektiv.
Silvia Morabito, Initiatorin der Online-Petition

Die Ziele der Online-Petition seien bei dem einstündigen Gespräch besprochen worden, berichtet Morabito. Teilgenommen haben auch Harald Kuch, stellvertretender Leiter des Grünflächen- und Tiefbauamts, Ordnungsamtsleiter Jürgen Beck und Nicole Gaidetzka, Gemeinderätin (Unabhängige Bürger) und stellvertretende Vorsitzende des Gesamtelternbeirats.

Positiv überrascht war die Initiatorin der Petition, dass manche Vorhaben schon umgesetzt werden. Etwa die Gittergeländer, die den Waldspielplatz vor der Straße abtrennen soll. Material sei bestellt und soll in den kommenden Wochen geliefert werden, so Morabito.

Zebrastreifen sollen Übergang zur Buckenbergschule sicherer machen

Eine weitere wichtige Stelle sei der Übergang zur Buckenbergschule an der Straße des 3. Husarenregiments, die täglich von rund 150 Kindern, überquert wird. An dieser Stelle habe die Stadt einen Vorschlag gemacht, der umsetzbar ist, so die Pforzheimerin: die Bahn könnte verengt und eventuell mit einem Zebrastreifen versehen werden. Denkbare wäre zudem, den Parkplatz zu verlegen.

Setzt sich für mehr Verkehrssicherheit ein: Positiv überrascht war Silvia Morabito, Initiatorin der Petition, dass manche Maßnahmen schon umgesetzt werden.
Setzt sich für mehr Verkehrssicherheit ein: Positiv überrascht war Silvia Morabito, Initiatorin der Petition, dass manche Maßnahmen schon umgesetzt werden. Foto: Torsten Ochs

Das Vorhaben hänge mit der Erweiterung des Wohngebiets „Mehr Tiergarten“ und der Erschließung zusammen, die im Januar beginnen soll. Die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage werde wohl über die Straße des 3. Husarenregiments führen. Das Thema soll beim nächsten Treffen der Anwohner mit der Stadt vertieft werden, so Morabito.

Poller könnten verhindern, dass Eichenweg zugeparkt wird

Die dritte Stelle, die dringend gesichert werden müsse, sei der Fußweg zu den Mehrfamilienhäusern entlang der Lion-Feuchtwanger-Allee. Der Eichenweg, der oft zugeparkt werde, könnte auf Höhe der Einmündung Weidenweg bis zur Kreuzung Birkenweg mit Pollern versehen werden, damit Fußgänger sicher laufen können, regte Nicole Gaidetzka an. Laut Petition solle künftig nur in ausgewiesenen Bereichen geparkt werden dürfen.

Beim ersten Treffen der Anwohner mit der Stadt vor vier Wochen auf dem Waldspielplatz hatte OB Peter Boch eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen präsentiert. Eine hundertprozentige Sicherheit werde nicht möglich sein, sagte er. Es gehe aber darum, einen weiteren tödlichen Unfall zu verhindern. Ein drittes Treffen soll vielleicht noch in diesem Jahr stattfinden.

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