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Tödlicher Angriff im November 2020

Nach tödlicher Attacke auf 66-Jährigen in Pforzheim: Anklage erhoben

Zwei Männer sollen einen 66-Jährigen im Laubgäßchen in Pforzheim überfallen und tödlich verletzt haben. Einer der beiden Tatverdächtigen muss sich wegen versuchten Raubes mit Todesfolge vor Gericht verantworten.

Spurensicherung. Am Tatort nahe der Östlichen sicherten Ermittler des Polizeipräsidiums Pforzheim Spuren, nachdem ein 66-Jähriger am 4. November 2020 von zwei Männern lebensgefährlich verletzt worden war. Foto: Igor Miroshnichenko

Nach Angaben der Pforzheimer Staatsanwaltschaft wurde der 66-Jährige in den Abendstunden des 4. November 2020 von zwei dunkel gekleideten und vermummten Männern im Laubgäßchen nahe der Östlichen Karl-Friedrich-Straße in Pforzheim überfallen. Der Mann starb sechs Tage später an seinen schweren Verletzungen.

Gegen zwei Verdächtige aus dem Raum Pforzheim – zwei Männer im Alter von 33 und 36 Jahren – hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen.

Wie Henrik Blaßies, Sprecher der Pforzheimer Staatsanwaltschaft, mitteilt, wurden die beiden Tatverdächtigen in ihrem Heimatland Italien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert, wo sie sich derzeit in Untersuchungshaft befinden. Zuvor hatte die Sonderkommission „Laub“ ermittelt und das Landeskriminalamt eingeschaltet.

Der Verdächtige soll mit dem Tod nicht gerechnet haben

Die Staatsanwaltschaft hat beim Schwurgericht am Landgericht Karlsruhe Anklage gegen den 36-jährigen Tatverdächtigen erhoben. Ihm wird vorgeworfen, dem 66-Jährigen vor dessen Wohnhaus aufgelauert zu haben, um ihn dann zu überfallen und zu berauben.

Gemeinsam mit seinem 33-jährigen Mittäter soll der Tatverdächtige dann den Mann von hinten überrascht, auf den Boden gestoßen und ihm mehrmals gegen den Kopf getreten haben. Im Fall des 33-Jährigen seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen, daher sei er nicht angeklagt.

Ein Polizeifahrzeug steht neben einem Absperrband in Pforzheim. Foto: Igor Myroshnichenko/Einsatz-Report24/dpa

Eine Frau, die die Tat beobachtet hatte, schrie laut auf - und soll so den Tatverdächtigen und seinen Mittäter in die Flucht geschlagen haben, bevor sie das Opfer berauben konnten, teilt Blaßies weiter mit.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Tatverdächtige aus grober Achtlosigkeit nicht damit gerechnet hat, dass die Verletzungen des 66-Jährigen tödlich sein könnten. Der Vorwurf: versuchter Raub mit Todesfolge, gefährliche Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge.

Termin für die Verhandlung gibt es noch nicht

Über die Eröffnung des Hauptverfahrens wurde durch das Landgericht Karlsruhe noch nicht entschieden. Hinsichtlich des zweiten Tatverdächtigen ist das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Die Tatverdächtigen haben seit ihrer Festnahme keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.

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