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Zetrale Position für Förderverein

Ornamenta-Verein wird künftig Kuratoren suchen

Der Ornamenta-Förderverein in Pforzheim richtet sich auf Wandel und neue Verantwortung ein. Das soll der erste Schritt zur Umsetzung der Konzepts für das Großereignis im Jahr 2024 sein.

Die Ornamenta muss kommen: Dieses Ziel verfolgt der Förderverein Ornamenta seit der Gründung. Foto: Sebastian Seibel

Die Pforzheimer Ornamenta-Förderverein setzt auf Wandel. Dies zeigte die Probeabstimmung bei einer außerordentlichen Sitzung am Donnerstagabend. Mit großer Mehrheit wandten sich die Mitglieder neuen Zielen zu und damit dem Ende des vor knapp viereinhalb Jahren gegründeten Vereins.

Einige Enthaltungen zeigten allerdings auch, dass wohl nicht jeder und jede den angestrebten Übergang hin zu einem Ornamenta-Bund mitmachen wird. Dieser neue Verein soll sich bruchlos anfügen an den bisherigen Förderverein. Er ist als Bindeglied für eine aktive und breite Unterstützung der Ornamenta im Jahr 2024 gesetzt.

Wirtschaftsförderer Markus Epple oblag es, einmal mehr das „große Ganze“ zu erläutern, das die Projektgruppe Ornamenta mit Zustimmung des Gemeinderats auf den Weg bringen will. Die unter dem Eindruck der Corona-Krise breitere Konzeption im Vergleich zum Grundsatzbeschluss vom 17. Dezember 2019 rückt den Förderverein in eine zentrale Position.

Neben der Aufgabe zu den 2,1 Millionen Euro beizutragen, die in dem Vier-Millionen-Budget nicht über die Stadt abgedeckt sind, ist der neue Ornamenta-Bund auch inhaltlich gefragt. Weiteres Geld erwartet Pforzheim von Sponsoren.

Am Schalthebel von Erfolg und Misserfolg der Ornamenta

Strukturell führt das ins Zentrum des Ornamenta-Geschehens. So der Übergang vom Förderverein zum Bund bei einer Präsenzsitzung bestätigt wird, übernehmen die derzeit rund 140 Mitglieder einen Schalthebel für Erfolg und Misserfolg. Sie bestellen die Kuratoren für das im Fünfjahresrhythmus geplante Großformat.

Diese sollen wie in Kassel bei der Dokumenta „freie Hand“ bekommen. „Sie stehen daher über allem“, erläuterte Bürgermeisterin Sibylle Schüssler weiter und definierte damit auch die Position der gemeinnützigen Ornamenta-Gesellschaft, die ab 2022 für Geschäfts- und Markenführung verantwortlich sein soll.

Die Kulturdezernentin beantwortete so eine der zahlreichen Fragen, in der „außerordentlich gut besuchten“ Mitgliederversammlung, wie der Vorsitzende Stefan Förster konstatierte. Zeitweise verfolgten um die 25 Leute das virtuelle Geschehen, Funktionsträger von außen nicht gerechnet.

Breiten Raum nahmen die künftigen Mitgliedsbeiträge ein. Nach einem Satzungsentwurf sollen diese 50 bis 2.500 Euro und mehr bringen.

Auch das veranschlagte Budget im Verhältnis zum Anspruch an die künftigen Führungskräfte wurde hinterfragt. Das betrifft insbesondere die Kuratorenstellen, die „prominent und durchsetzungskräftig“ besetzt sein sollte, wie Design-Professor Michael Throm formulierte.

Vorstand verändert sich

Als gesichert gilt, dass dies nicht unter der Ägide des bisherigen Vorsitzenden passieren wird. Förster will „das größere Risiko“ nicht schultern. Stellvertreter Philipp Reisert dagegen schloss nicht aus, sein „Herzensanliegen Ornamenta“ weiter in führender Position zu begleiten. Auch Stephan Scholl kann sich weiter im Vorstand vorstellen. Außerdem warnte er vor „Bedeutungslosigkeit“, sollten die Mitglieder sich dem Wandel verschließen.

Das Schmuckjubiläum stand im Vordergrund, als im Oktober 2015 eine große Zahl Pforzheimer beschloss, über einen neuen Verein finanziell und ideell mitzuwirken. Dies unterstreicht bis heute der Mitgliedsbeitrag von 20,17 Euro. Aber der Vereinszweck wurde ebenso langfristig angelegt wie die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim.

Die zweite Ornamenta nach 1989 lag immer im Fokus des Fördervereins. Sie soll alle fünf Jahre zu einer international orientierten Zukunftswerkstatt werden, die ebenso mit Design und Innovation wie mit dem Namen Pforzheim verbunden wird.

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