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„Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis“

Polizei Pforzheim lobt Preis für Zivilcourage aus

Mit der Auszeichnung der Polizei sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger in Pforzheim gewürdigt werden.

Gemeinsam mit dem Präventionsverein „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis e.V.“ hat das Polizeipräsidium Pforzheim einen Zivilcouragepreis initiiert. Die Aktion startete am Freitagmittag mit den Polizeibeamten Bernadette Frisch, Andreas Stäble, Michael Frisch und Yvonne Schwaz-Tron (von links) – hier im Gespräch mit einer Passantin, die ihren Namen nicht veröffentlicht wissen will.
Die Polizeibeamten Bernadette Frisch, Andreas Stäble, Michael Frisch und Yvonne Schwaz-Tron (in Uniform, von links) klären eine Passantin über den neuen Preis für Zivilcourage auf. Foto: Stefan Friedrich

Zivilcourage ist wichtig, denn im Alltag kann jeder Bürger von Gewalt, Vandalismus oder einem Unfall betroffen sein. Spätestens dann, weiß der Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Pforzheim, Andreas Stäble, ist man selbst auf Menschen angewiesen, die einem helfen.

In diesem Sinne hat das Polizeipräsidium gemeinsam mit dem Präventionsverein „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis“ einen Zivilcouragepreis ausgerufen, mit dem Menschen, die in Pforzheim oder im Enzkreis wohnen, ausgezeichnet werden können.

Gewürdigt werden sollen gleich mehrere Bürger, die mit diesem Preis auch einen Gutschein für den hiesigen Einzelhandel bekommen. Wahrscheinlich wird die Verleihung erst Ende 2023 stattfinden, denkbar wäre aber auch eine Auszeichnung zwischendurch.

„Wir suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich als Zeuge zur Verfügung stellten und vielleicht schon geholfen haben“, beschreibt Stäble die Idee dieser Aktion, die am Freitagmittag in der Schlössle-Galerie begonnen hat. Dass sich hilfsbereite Menschen selbst melden, ist nicht zwingend notwendig.

Preis als Anerkennung und Dankeschön

Auch Menschen aus ihrem Umfeld können Bürger, die anderen geholfen haben, als Anwärter auf den Zivilcouragepreis vorschlagen. Das gilt unter anderem auch für Menschen, die selbst in einer Situation gewesen sind, in der sie hilflos waren, aber von anderen Unterstützung bekamen.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, „vielleicht, weil ein Arzt gerufen wurde oder ein verdächtiges Kennzeichen in einem Wohngebiet notiert wurde“, nennt Stäble nur zwei konkrete Beispiele, die für den Zivilcouragepreis qualifizieren können.

Ein Preis, der letztlich auch eine Anerkennung und ein Dankeschön der Polizei für die Bürger sein soll, denn Kommissar Zufall alleine würde bei ihrer Arbeit nicht ausreichen, stellt Stäble klar.

„Uns ist oftmals geholfen, wenn Vandalismus beobachtet und gemeldet wird oder man Erste Hilfe leistet nach einem Verkehrsunfall“ - und vor allem auch, wenn sich Zeugen nach einer Gewalttat finden, die den potenziellen Täter möglichst genau beschreiben können. „Das hilft uns richtig bei unserer Aufklärungsarbeit.“

Flyer mit Tipps für brenzlige Situationen

Was Stäble bei den Gesprächen, die er in der Schlössle-Galerie führt, in der ersten Stunde immer wieder feststellt: „Dass eigentlich jeder so eine Situation schon erlebt hat und sich jeder an sowas erinnern kann.“

Viele nehmen an diesem Mittag auch den Flyer mit, den er und seine Kollegen verteilen. Dieser enthält die wichtigsten Informationen, was die Bürger in einer brenzligen Situation tun können. Die wichtigste Regel dabei lautet: „Hilf, aber bring Dich nicht in Gefahr.“ Stattdessen sollte man die 110 wählen und andere um Mithilfe bitten.

Sinnvoll ist zudem, sich um das Opfer zu kümmern, sich die Tätermerkmale genau einzuprägen und später auch als Zeuge auszusagen. Was die wenigsten dabei wissen: Personen, die sich im Interesse der Allgemeinheit besonders einsetzen, wenn sie etwa Erste Hilfe leisten und andere vor Angriffen schützen, sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert.

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