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Unterstützung für Heimkinder

Pforzheimer helfen Kindern in der Ukraine

Das „Starke Bündnis für die Ukraine“ aus Pforzheim hat die Spielgeräte für einen neuen Spielplatz in einem Kinderheim in Mykolajiw finanziert und will die Kinder auch zukünftig weiter unterstützen.

Mehrere Kinder sitzen auf einer Bank
Das „Starke Bündnis für die Ukraine“ aus Pforzheim unterstützt Kinder aus einem Kinderheim in Mykolajiw – hier eine Aufnahme aus dem Sommer. Foto: Irina Ponomareva (Archiv)

Mit 1,15 Millionen Euro an Geld- und Sachspenden hat das „Starke Bündnis für die Ukraine“ aus Pforzheim bislang Bürgern aus dem vom Krieg geschundenen Land geholfen. Darunter waren auch 90 Heimkinder, die im Februar 2022 aus Mykolajiw evakuiert werden mussten und in die Westukraine geflohen sind.

Inzwischen sind die Jungen und Mädchen in ihre Heimat zurückgekehrt. Am Mittwoch haben sie dort sogar einen Spielplatz eingeweiht. Die neuen Spielgeräte wurden vom Pforzheimer Bündnis finanziert.

„Als der Kriegsverlauf sich verändert hat und Mykolajiw nicht mehr so direkt bedroht war, auch wenn es immer noch nah an der Frontlinie ist, wurde die Entscheidung getroffen, dass die Kinder zurückgehen“, berichtet die Pforzheimer Unternehmerin Yana Nesper, die seit drei Jahrzehnten in der Stadt lebt, ihre Wurzeln aber in Mykolajiw hat.

Das Pforzheimer Bündnis überwies 13.000 Euro, damit neue Spielgeräte angeschafft werden können

„Wir haben sie von Anfang an unterstützt“, sagt Nesper. So wurden unter anderem Stromaggregate geliefert. Die Bilder des zerstörten Spielplatzes mit der durchlöcherten Rutsche haben zudem dazu geführt, dass das Pforzheimer Bündnis 13.000 Euro überwiesen hat, damit neue Spielgeräte angeschafft werden können, um den Kindern zumindest ein kleines Stück ihrer Kindheit zurückgeben zu können.

Aus wirtschaftlichen Gründen seien die Geräte dann vor Ort beschafft und nicht aus Deutschland in die Ukraine transportiert worden, sagt Caritas-Direktor Frank Johannes Lemke.

„Die Unterstützung ist sehr wertvoll“, übersetzt Nesper, was in einer Videokonferenz von den ukrainischen Frauen an die Pforzheimer Bürger übermittelt werden soll. „Sie möchten ihre Dankbarkeit ausdrücken, dass wir in dieser sehr schwierigen Zeit immer an ihrer Seite standen.“

Betreut werden in dem Heim Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 18 Jahren. Gerade für die jüngsten Kinder seien die Erlebnisse schwer gewesen, sie hätten zum Teil auch psychische Schäden davongetragen, berichten die ukrainischen Frauen. Um sie werde sich nun liebevoll gekümmert. „Sie leben seit zwei Jahren in einer Ausnahmesituation und das ist natürlich gerade für die Kinder nur schwer zu ertragen“, übersetzt Nesper.

Rund 100 Jungen und Mädchen werden in dem Kinderheim betreut

Insgesamt sind es etwa 100 Kinder, die momentan in Mykolajiw betreut werden, etwa halb so viel wie früher. Von den drei Gebäuden des Kinderheims wurde eines zerstört. Momentan warten die Kinder noch darauf, endgültig wieder in die gewohnte Umgebung einziehen zu können, die gerade wieder hergerichtet wird.

Kinder, betont Lemke, sind die Zukunft und damit diese auch eine lebenswerte Zukunft haben können, sei es wichtig, sie zu unterstützen. „Das werden wir auch weiterhin tun“, kündigt er an. Die Spendenkonten bleiben aktiv und sind auf der Webseite der Caritas Pforzheim zu finden.

„Es geht darum, dass wir die Hilfe nachhaltig gestalten und in unseren Bemühungen nicht nachlassen, sodass die Kinder vor Ort weiter gefördert werden können“, sagt der Caritas-Direktor. Zu Weihnachten soll diesbezüglich ein weiterer Betrag von etwa 4.000 Euro überwiesen werden, damit Geschenke für die Kinder gekauft werden können. „Sie sollen einfach wissen, dass es hier in Deutschland Freunde und Partner gibt, die sie nicht vergessen“, betont Lemke.

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