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Weiterhin Impfangebote in der Stadt

Pforzheimer Impfzentrum in der St.-Maur-Halle schließt die Pforten

Zuletzt kamen zwischen 400 und 600 Menschen pro Tag ins Pforzheimer Impfzentrum. Unter anderem soll ein Impfbus das Impfangebot in der Stadt weiterführen.

Die Bilanz fällt positiv aus: Über 100.000 Menschen haben im Pforzheimer Impfzentrum den Piks erhalten. Dass Impfen weiter wichtig ist, dafür werben OB Peter Boch, Stefan Hauswirth, Cristina Raus Guerreiro, Andrea Gerwinat, Sebastian Fischer und Thushira Weerawarna (von links) Foto: Stefan Friedrich

Noch einmal für die Fotografen lächeln vor dem großen Schriftzug am Eingang der St.-Maur-Halle, dann ist das Impfzentrum an dieser Stelle nach neun Monaten auch fast schon wieder Geschichte. Bis zum Donnerstagabend konnten sich die letzten hier zwar noch den Impfschutz holen. Danach war aber endgültig Schluss – zumindest in dieser Halle.

An anderen Stellen geht es selbstredend weiter: Nicht zuletzt, weil das Interesse am Ende wieder stark gestiegen ist – zuletzt kamen zwischen 400 und 600 Menschen pro Tag – wird im Oktober der Impfbus unterwegs sein, der jeden Freitag und Samstag am Leopoldplatz stehen wird.

Und auch darüber hinaus wird es mit einem „gewissen Impfangebot“ in der Stadt weitergehen, sicherte Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) zu. Die mobilen Teams aus Karlsruhe werden unterwegs sein und auch an Schulen sind noch Impftermine geplant. Zudem habe man vor, „zusammen mit dem Enzkreis weitere Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Boch.

In Spitzenzeiten kamen knapp 1.000 Menschen täglich

Zunächst einmal galt es am Donnerstag jedoch, eine „kurze, aber sehr intensive Ära“ zu Ende zu führen, die in Spitzenzeiten knapp 1.000 Menschen in das Impfzentrum gelockt hat, in schlechteren Zeiten aber auch deutlich weniger.

Im Juli etwa seien es nur noch etwa 150 pro Tag gewesen, räumte Boch ein. Für alle Beteiligten war das rückblickend dennoch eine bewegte und intensive Zeit, so der OB: „Das Impfzentrum hat uns die letzten Monate exzessiv begleitet und stellenweise auch vor große Herausforderungen gestellt.“

Schon zu Beginn habe man das Zentrum mit vereinten Kräften „in einer wirklich unglaublich kurzen Reaktionszeit hochziehen“ müssen, damit zum Impfstart am 22. Januar alles bereit war – damals zunächst nur für die über 80-Jährigen, die nicht alle hierher kamen, sondern teilweise auch von den mobilen Impfteams aufgesucht wurden.

„Eine beispiellose Leistung“ des gesamten Teams

Insgesamt habe der Ablauf in all den Monaten immer reibungslos funktioniert. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Boch, dessen Resümee entsprechend positiv ausfiel: „Am Ende gibt die Resonanz mit über 103.000 Impfungen schon ein sehr gutes und auch sehr klares Signal, dass die Aufgabe, die wir hier hatten, sehr gut erfüllt worden ist.“

Für den Leiter des städtischen Katastrophenschutzes, Sebastian Fischer, war es deshalb auch „eine beispiellose Leistung“, die das gesamte Team angefangen vom Organisationsaufwand bis zur medizinischen Betreuung erbracht hat.

„Hier ist ganz tolle Arbeit gemacht worden“, auch wenn viele Impflinge offenkundig nicht aus der Stadt gekommen sind. Explizit erhoben wurde das zwar nicht, aber die Zahlen und Impfquoten sprechen für sich.

Ungeimpfte Patienten in der Beatmung

Thushira Weerawarna, Siloah-Chefarzt und medizinischer Berater in Sachen Covid, sieht das kritisch: „Ich mache mir wirklich Gedanken darüber, warum die Impfquote in Pforzheim so niedrig ist.“ Ohne Impfung bestehe weiterhin die Gefahr, „dass die Menschen zu uns kommen“, gab er zu bedenken.

Aktuell sind im Helios fünf Patienten in der Beatmung und sechs auf der Intensivstation, im Siloah sind ebenfalls fünf von 15 Covid-Patienten beatmet – alle ungeimpft. Deshalb mahnte der Chefarzt am Ende noch einmal: „Bei einer Krankheit mit einem so schweren Verlauf ist es schade, wenn man die bestehenden Impfmöglichkeiten nicht wahrnimmt.“

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