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Bilder und Skulpturen

Pforzheimer Künstlerin schmückt Passage mit ausgefallenen Kunstwerken

Gabriele Münster bringt Licht und Farbe in den Bissinger-Durchgang in Pforzheim: Die Künstlerin verschönert die Passage mit eigenen Bilder – und mit Werken weiterer Künstler aus der Region.

Künstlerin Gabriele Münster hat die etwa 20 Meter lange Schaufensterpassage zwischen Zerrenner- und Bissingerstraße zum zweiten Mal mit Bildern und Skulpturen bestückt. Foto: Susanne Roth

„Man muss flexibel sein und neue Wege gehen“: Dieses Credo setzt die Pforzheimer Künstlerin Gabriele Münster ohnehin um. Und jetzt erst recht während der Pandemie.

Einen neuen Weg ist sie bereits vergangenen Sommer gegangen und zwar in eine Passage, die bisher eher nicht allzu anziehend war mit ihren toten Schaufenster-Augen.

Seit ein paar Monaten belebt Gabriele Münster den Bissinger-Durchgang zwischen Zerrennerstraße und Bissingerstraße – und zwar mit Hilfe ihrer eigenen Kunst und derer von zahlreichen Künstlern der Region.

Bilder und Skulpturen beleben die Passage

So ziehen nun seit Monaten ausgefallene Kunstwerke die Blicke der Passanten auf die Passage – und das durchaus auch von der gegenüberliegenden Seite der Enz.

Jetzt hat Gabriele Münster zum zweiten Mal die etwa 20 Meter lange Schaufenster-Seite der Passage bestückt. Mit Bildern, aber auch Skulpturen von neun Künstlern.

Die Mischung muss stimmen.
Gabriele Münster, Künstlerin

Dabei achtet sie nach eigenen Worten schon darauf, dass es sich auch um gute Kunst handelt, es muss aber nicht alles ihrem eigenen Geschmack entsprechen. Hauptsache ist: „Die Mischung muss stimmen.“

Lediglich eine Vorgabe machte sie den Bewerbern: „Es sollte Leichtigkeit ausstrahlen, gerade jetzt in dieser schweren Zeit braucht man das.“ Düstere Weltuntergangsstimmung findet hier also keinen Platz.

In der Tat: Frida Kahlo, bekannt für ihre Liebe zu Farben, schaut den Passanten am Eingang der Bissingerstraße entgegen. Weitere farbenfrohe Porträts von bekannten Stars wie Audrey Hepburn und Salvador Dalí findet man in der Mitte der Passage.

Verschiedene Künstler sollen für Abwechslung sorgen

Die wirkt an diesem Tag etwas düster. „Wir freuen uns aber schon auf die Beleuchtung“, geht Gabriele Münster auf ein Versprechen des Vermieters ein. Sie hängt gestaltet die Fenster immer wieder um, damit auch andere Künstler in den Genuss kommen, ihre Kunst als Blickfang am Eingang zu sehen.

Wie etwa die für Claudia Reutter typischen Tulpen (sie ist auch immer mit Kalligrafie vertreten) oder vielleicht auch mal die eigenen, wie im Sandsturm stehenden, angedeuteten Figuren.

Einen Knalleffekt kann man durchaus auch den hölzernen Skulpturen von Heinz Rupp zusprechen oder den traumhaften Sequenzen mit menschlichen Gestalten von Diana Molnar Mandasz. Und Sylvia Witzenmann mit ihrer abstrakten Malerei ist ohnehin ein Begriff in der Kunstszene.

Resonanz ist positiv

An diesem Tag hängt Gabriele Münster noch ein Plakat zu den Bildern von Witzenmann, denn auch in ihren eigenen Räumen in Dillweißenstein geht es weiter, ab 9. März mit Plastiken, Objekten und Bildern von Sylvia Witzenmann und Werner Stütz.

Gabriele Münster freut sich, dass sowohl die Kunstpassage als auch die Ausstellungen im „Artort-Kunstraum“ Dillweißenstein auf positive Resonanz stoßen. „Und es wird auch mal was verkauft.“

Vor allem die derzeit noch laufende Benefiz-Ausstellung „why not“ sei trotz der coronabedingt auf zwei Tage verkürzten Dezember-Öffnung so erfolgreich gewesen, dass es vom 23. bis 25. Februar noch einmal eine Fortsetzung geben wird. Und die Kunstpassage wird zum 3. Mai wieder neu bestückt.

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