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Von Rumänien bis Argentinien

Pforzheimer Quartierszentrum bringt internationales Kochbuch mit 23 Rezepten heraus

Deutsche, arabische, rumänische, argentinische und palästinische Gerichte: Das Quartierszentrum Quarz in der Pforzheimer Innenstadt hat ein internationales Kochbuch mit 23 Rezepten herausgebracht.

Kleines Buch mit viel Inhalt: Die Kinder Ebro, Lafand und Shirzad (vorne, von links) freuen sich mit Andreas Renner, Sonja Winter, Angela Klein, Doris Winter, Marion Streit und Sabine Splawski (hinten, von links) über das Kochbuch. Foto: Nico Roller

Frikeh bil Jash, Mamaliga cu branza, Maqluba und Locro sind Worte, von denen viele nicht so recht wissen dürften, wie man sie korrekt ausspricht. Es handelt sich um Gerichte aus aller Welt, zu finden im internationalen Kochbuch des Quartierszentrums Innenstadt (Quarz) der Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung (GBE).

Anlässlich des Vielfalts- oder Diversity-Tages entstanden, enthält es 23 einfache Rezepte mit leicht zu beschaffenden Zutaten, die jeder nachkochen kann – zumindest in der Theorie.

Sabine Splawski spricht von einem „sehr schönen Büchlein“. Sie arbeitet im Quarz und hat das Projekt betreut. Die Idee dazu sei „nicht im Kopf, sondern im Bauch“ entstanden, erzählt sie: Nachdem die Einrichtung nach dem harten Lockdown im März wieder öffnen durfte, hat man sich überlegt, was man unter den nach wie vor strengen Kontaktbeschränkungen auf die Beine stellen könnte – und entschied sich für ein internationales Kochbuch, das die Vielfalt der Menschen abbilden soll, die das Quarz besuchen.

Öffentlicher Aufruf für internationales Kochbuch aus Pforzheim

Im April wurde ein öffentlicher Aufruf gestartet und um Kochrezepte gebeten. Binnen einer Frist von drei Wochen gingen zahlreiche Rezepte ein – von ganz verschiedenen Menschen: Stadtrat Andreas Renner beteiligte sich ebenso wie das Repair Café der GBE, die Freiwilligenagentur Pforzheim Enzkreis (Frag), die Besucher des Quarz und die Kinder des Familienzentrums Au.

Letztere haben gleich zwei Rezepte eingereicht und sie über das Internet nachgekocht, um sicherzugehen, dass alles stimmt. Alle vollständigen und für nachkochbar befundenen Rezepte schafften es ins Buch. Um dessen Layout kümmerte sich Lisa Grocholski, Master-Absolventin der Pforzheimer Hochschule.

Fertig geworden ist das Büchlein schon vor den Sommerferien. Nun soll es an die Einsender der Rezepte verteilt werden. Die übrigen Exemplare sind für jeden erhältlich.

Das Buch enthält Rezepte für deutsche, russische, arabische, griechische, türkische, kurdische, rumänische, pakistanische, argentinische und palästinische Gerichte.

Das Buch sei „so bunt wie die Menschen, die zu uns kommen“, sagt Splawski und erklärt, im harten Lockdown habe ihnen die Vielfalt und die Begegnung gefehlt, die die Arbeit im Quarz ausmachen. „Es war sehr einsam.“ Denn normalerweise gibt es im Quarz immer wieder Feste, bei denen auch gemeinsam gegessen wird.

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