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Die Polizei warnt

Pforzheimerin meldet mögliche neuartige Betrugsmasche am Telefon

Mit einer in der Region bislang wenig verbreiteten Betrugsmasche könnten Kriminelle versuchen, an sensible Daten zu gelangen oder die Opfer abzuzocken, warnt die Pforzheimer Polizei.

Möglicherweise mit einer bisher wenig verbreiteten Telefon-Betrugsmasche könnten es Kriminelle auf sensible Daten wie PIN oder Passwörter abgesehen haben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Einen verdächtigen Anruf hat nach Polizeiangaben am Donnerstagmorgen eine Frau aus dem Stadtgebiet Pforzheim erhalten.

Bei dem Anruf, welcher mutmaßlich mit österreichischer Länderkennung getätigt wurde, könnte es sich demnach um eine in der Region noch wenig bekannte Betrugsmasche handeln.

Wie die Pforzheimer Bürgerin der Polizei geschildert hatte, hatte sich gegen 10 Uhr eine weibliche, englischsprachige Frau telefonisch bei ihr gemeldet und die Angerufene dazu aufgefordert, die Taste „1“ an ihrem Telefon zu drücken.

Für die Angerufene sei es offensichtlich gewesen, dass sie keine persönliche Gesprächspartnerin am Telefon hatte, sondern dass die Stimme der Anruferin vom Band kam. Die Angerufene habe den möglichen Betrugsversuch erkannt und aufgelegt.

Perfider Trick mit der Taste 1 am Telefon

Ähnlich wie bei den sogenannten „Phishing“-Fällen, bei welchen durch gefälschte E-Mails, auf dem Postweg oder am Telefon Internetbetrüger versuchen an PIN oder TAN und Passwörter zu kommen, besteht laut Polizei bei dieser Variante die Möglichkeit, dass nach Drücken der Taste „1“ durch den Angerufenen das Gespräch auf eine kostenpflichtige Rufnummer weitergeleitet wird oder im Verlauf des weiteren Telefonats durch Betrüger versucht wird, an sensible Daten des Angerufenen zu kommen.

Den Trick mit der Taste „1“ wendeten Täter demnach auch bei betrügerischen Gewinnversprechen, angeblich laufenden Strafverfahren oder ähnlichem an. Das Ziel der Betrüger ist, finanziellen Gewinn zu machen.

Um sich vor diesen Betrugsfallen zu schützen, rät die Polizei folgendes:

  • Geben Sie – insbesondere am Telefon – auf keinen Fall private Daten, z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

  • Folgen Sie in den betreffenden Fällen niemals der Aufforderung, zum Beispiel die Taste „1“ an Ihrem Telefon zu drücken.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie einfach auf.

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