Skip to main content

Verlegung des Enztalradweges

Radfahrer können Jahnstraße in Pforzheim nun sicherer queren

Die Forderung stand schon lange im Raum: Die Verlegung des Enztalradweges vom nördlichen Enzufer auf die südliche Seite. Voraussetzung dafür, ist unter anderem eine sichere Überquerung der Jahnstraße an der Goethebrücke. Diese wurde nun offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Isabelle Bast und Tobias Welz fahren unter den Blicken von Sibylle Schüssler (links) und Peter Boch (rechts) auf der neuen Querung. Foto: Harald Bott

Der Radweg ist jetzt auf der Fahrbahn gekennzeichnet mit grünen Piktogrammen, im Bereich der Ampelanlage ist er flächig rot markiert.

Mit der nun umgesetzten Maßnahme sei die größte Hürde bei der Verlegung des Radweges genommen, sagte Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) beim Vor-Ort-Termin. „Gute Vorschläge greifen wir immer gerne auf“, so Boch. Die Kosten bezifferte er auf 300.000 Euro.

Allerdings seien darin auch die Neugestaltung der Parkplätze auf der Steubenstraße entlang des Turnplatzes enthalten. Bauzeit der Maßnahme: Ende April bis Anfang August. Mit der Verlegung des Enztalradweges werde gezielt der innerstädtische Alltagsverkehr gestärkt, fügte Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler (Grüne) hinzu.

Um die Querverbindungen zu verbessern wird laut dem Radverkehrsbeauftragten Tobias Welz auch die Busspur auf der Jahnstraße als Radweg gekennzeichnet. Die Kennzeichnung der Busspur auf der Goethestraße sei geplant. Der Fahrstreifen auf der Nordseite der Enz soll auch nach der Verlegung für den Radverkehr zugänglich bleiben, so Schüssler. Allerdings sei dort dann nur noch Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Wird dies auch kontrolliert? „Natürlich“, betonte die Baubürgermeisterin.

Vor allem im Bereich des Alten- und Pflegeheims an der Bissingerstraße kam es in der Vergangenheit immer wieder zu unguten Begegnungen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer. Auch von Seiten der dort ansässigen Gastronomie gab es Klagen über das rücksichtslose Verhalten von Radlern.

Initiative Critical Mass und ADFC begrüßen die Lösung

Nicht zuletzt deshalb hatten sich auch die Rad-Lobbyisten vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Pforzheim/Enzkreis für die Verlegung des Radweges stark gemacht. „Die Maßnahmen zur Verlegung des Radweges haben an der schwierigsten Stelle begonnen, und das finde ich sehr gut“, sagte deren Sprecher Martin Mäschke. Er forderte, im weiteren Verlauf des Ausbaus des Enztalradweges auch die Lücken an der Deimlingstraße und der Altstadtkirche zu schließen.

Auch die Rad-Initiative Critical Mass begrüßte die Verlegung des Radweges. Deren Sprecher Peter Heissenberger forderte eine schnellere Umsetzung des Radverkehrskonzepts in Pforzheim. Dazu brauche es mehr Personal, um die zur Verfügung stehenden Fördergelder von Bund und Land schneller abrufen zu können, so Heissenberger.

Die Querung der Jahnstraße ist für die Verlegung des Radweges nur ein erster Schritt. Bis er komplett ans Südufer verlegt werden kann, braucht es weitere Arbeiten. Als nächstes will die Stadt eine sichere Überquerung der Benckiserstraße ermöglichen. Die offizielle Verlegung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

nach oben Zurück zum Seitenanfang