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Nach Corona-Pause

Im Sinne der Nachhaltigkeit: Tauschparty mit Fahrradflohmarkt in Pforzheim

Nach pandemiebedingter Pause lockte die Tauschparty im Quartierszentrum West am Donnerstag wieder zahlreiche Besucher in Pforzheim an.

Kleidung und Spiele wechseln den Besitzer: Dank eines Check-in-Systems wurde bei der Tauschparty im Quartierszentrum West dafür gesorgt, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig auf dem Gelände sind. Foto: Stefan Friedrich

Nachhaltigkeit steht als Begriff heutzutage ja über vielen Bereichen. Verinnerlicht hat ihn beispielsweise die Tauschparty am Donnerstagnachmittag in der Pforzheimer Simmlerstraße 10, die vom Projekt Biwaq Uhrwerk 4.0 im Quartierszentrum West organisiert wurde – in Verbindung mit einem Fahrradflohmarkt auf dem Außengelände des Projekts „Euer Platz für Spiel und Spaß“.

Normalerweise findet eine solche Tauschparty zwei Mal im Jahr statt, erklärte Maxi Schilling, pädagogische Projekt- und Teamleiterin, im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Pandemie-Lage allerdings hat zuletzt dazu geführt, dass man mit den Tauschpartys aussetzen musste.

Am Donnerstag nun hat man das Tauschen wieder aufgenommen; nicht drinnen im Gebäude wie früher, sondern draußen auf der Spiel-und Spaßstraße. „Da ist es etwas angenehmer und weniger gefährlich“, bemerkte Schilling.

Großes Interesse an der Tauschparty

Das Wetter hat ohnehin mitgespielt: viel Sonne und angenehme Temperaturen haben dafür gesorgt, dass das Interesse schon zu Beginn der dreistündigen Tauschparty groß war.

Zunächst hatte sich im Zugangsbereich sogar eine Schlange gebildet und es war etwas Geduld gefragt, bevor es auf das Außengelände ging. Der erste Gang führte die Besucher nämlich zum Check-in: Dort mussten sie sich – wie inzwischen auch draußen üblich – registrieren lassen, schriftlich oder per Luca-App, „damit wir die Kontaktnachverfolgung sichern können“, so Schilling.

Zudem helfe der Check-in, dass man die Zahl der Menschen, die sich zeitgleich im Bereich der Tauschparty aufhalten, ein wenig steuern und vor allem auch strukturieren kann, „damit es hier nicht zu voll wird“.

Doch nicht nur die Besucher selbst haben sich dort angemeldet, sie haben auch ihre Tauschware zu einer ersten Sichtung mitgebracht. Sieben Teile waren pro Person erlaubt, vom Kleidungsstück bis zum Buch.

Kleidung muss noch tragbar und ohne Löcher sein

„Wir schauen uns dann die Teile an, ob sie in Ordnung sind“, beschrieb Schilling das Prozedere. Bei Kleidung etwa wurde Wert darauf gelegt, dass sie noch tragbar ist und keine Löcher hat. „Notfalls sortieren wir aus“, so Schilling. Es soll an diesem Nachmittag schließlich ernsthaft getauscht und nicht etwa auf elegante Weise alte Sachen entledigt werden.

Der Tauschbereich selbst war gut organisiert: Es gab mehrere Stände, die sich jeweils einem Produktbereich widmen. Vorne lagen Klamotten sowie Spiele auf den Tischen. „Die finden besonders die Kinder dann klasse“, weiß Schilling.

Daneben fanden sich Kindersachen und Schuhe und, weiter hinten, auch eine Ecke mit Büchern. Viel Platz also zum Stöbern, den die Besucher auch ausgiebig nutzten, darunter viele Familien mit Kindern. Jeder durfte mitnehmen, was ihm gefällt.

Wir haben da auch keine Limitierung.
Maxi Schilling, pädagogische Projekt- und Teamleiterin

„Wir haben da auch keine Limitierung“, erklärte Schilling das Prinzip. „Man kann auch mit 50 Sachen nach Hause gehen“, zumindest theoretisch. Zudem war am Donnerstag ein Fahrrad-Flohmarkt an die Tauschparty angedockt.

Dort wurden Räder, die von der Fahrradwerkstatt restauriert worden sind, für einen günstigen Preis abgegeben, „sodass eben auch Familien, die nicht so viel Geld haben, sich hier alles leisten können, vom Fahrrad bis zur Unterhose“, so Schilling.

Insgesamt ist es ohnehin ein buntes Publikum, das zu den Tauschpartys kommt, auch an diesem Donnerstag wieder.

Darunter fanden sich zwar vor allem sozial benachteiligte Familien, aber eben auch Menschen, „die es einfach cool finden und in Richtung Nachhaltigkeit denken“, wie Schilling versicherte.

Generell sei die Tauschparty nämlich „immer ein sehr beliebtes Event, weil es eben umsonst ist“ und die Mundpropaganda durch die Teilnehmer längst dazu beiträgt, dass das Interesse an solchen Aktionen groß ist – auch wenn man pandemiebedingt zwischenzeitlich eine kleine Pause einlegen musste.

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