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Wiederauferstehung unter freiem Himmel

Theater Pforzheim öffnet wieder mit buntem Sommerspielplan

Der Waisenhausplatz in Pforzheim wird sich in den nächsten Wochen mit kulturellem Leben füllen. Die Stadtbühne öffnet dort ihren Vorhang für ein buntes Outdoor-Sommerprogramm.

Alle wieder da: Das Theater Pforzheim meldet sich nach siebenmonatigem Lockdown zurück, auf „neuer“ Bühne. Hier auf der Terrasse finden ab Ende Juni Open-Air-Aufführungen statt. Foto: Herbert Ehmann

Die nun auch in Pforzheim wiederauferstehende Kultur zum Fest zu machen, hat sich die Stadtbühne vorgenommen und einen dreiwöchigen Sommerspielplan 2021 aufgelegt. Während bundesweit auf vielen Bühnen draußen und teilweise sogar drinnen der Theaterbetrieb bereits wieder gestartet ist, wird sich am Freitag, 25. Juni, endlich auch am Waisenhausplatz der Vorhang wieder heben; präziser formuliert: auf dem Waisenhausplatz, denn das Theater zieht hinaus ins Freie, in den Sommer.

Die hintere Terrasse wird zur Bühne umfunktioniert und erhält einen begehbaren Steg; die Rasenfläche zum Enzufer hin wird bestuhlt. „Draußen können wir mehr Gäste empfangen“, erklärte Intendant Thomas Münstermann, als er am Freitag den Sommer-Spielplan vorstellte.

Nach dem siebenmonatigen Lockdown präsentiert die Stadtbühne drei Wochen lang Open-Air-Veranstaltungen und verspricht eine „fulminante Wiederaufnahme“ mit Songrevue, Musical-Oper, Operettengala, Kinder- und Jugendstücken sowie einem Sinfoniekonzert im Congresscentrum. Für die meisten Stücke gibt es mehrere Termine.

Auch geprobt wird auf dem Waisenhausplatz

Dass sich einiges tut auf dem Waisenhausplatz, wird bald jeder mitbekommen, der dort vorbeischlendert. Denn nicht nur Aufführungen finden unter freiem Himmel statt, es wird auch draußen geprobt. Das schafft Raum für lange vermisste Begegnungen zwischen Mimen und ihrem Publikum, stellt sich Münstermann vor.

Entsprechend den Pandemie-Regeln dürfen draußen bis zu 400 Zuschauer Platz nehmen. Einige Vorstellungen finden im Großen Haus statt, wo aktuell 100 Menschen zuschauen dürfen.

Songrevue mit Frank Nimsgern

Die Songrevue „Freedom – A Magic Hour“ mit Songs der 1980er und 1990er bildet den Auftakt. Sie beschert den Zuschauern ein Wiedersehen mit Frank Nimsgern, der fürs Pforzheimer Theater vor drei Jahren das Musical-Ballett „Falco” arrangierte. Bei der Revue wird er die von ihm arrangierten Songs auch mit seiner Band spielen.

Als Solisten werden Fabrizio Levita und Stephanie Crutchfield erwartet. Pforzheims Ballettchef Guido Markowitz und sein Stellvertreter Damian Gmür entwickeln für den Abend Szenen, die das Ballett auf die Bühne bringt. Zusätzliche Vorstellungen sind am Samstag, 26., sowie Sonntag, 27. Juni, geplant. Bei entsprechender Nachfrage könnte es weitere geben.

Star-Tenor Jay Alexander singt mit

Die Musical-Oper „Katharina Kepler“, ein Auftragswerk des Theaters, thematisiert die spätere Lebensgeschichte der Mutter des Mathematikers und Astronoms Johannes Kepler und stand bereits auf dem regulären Spielplan. Nun kommt die Uraufführung am 10. Juli auf die Open-Air-Bühne. Neben den bekannten Stimmen des Musiktheaters wird das Publikum einen an dieser Stätte ungewohnten Sänger erleben: Jay Alexander wird eine Charakterrolle singen.

„Es macht Riesen-Spaß, mit ihm zu arbeiten“, erklärte Intendant Münstermann, beeindruckt auch vom Facettenreichtum des Pforzheimer Star-Tenors. Das Orchester wird, in kompletter Besetzung, drinnen spielen. Zwei weitere Vorstellungen sind vorgesehen.

Es macht Riesen Spaß mit ihm zu arbeiten.
Thomas Münstermann, Intendant (über Jay Alexander)

Jay Alexander singt zudem in der Operettengala „Freunde, das Leben ist lebenswert“ am 11. Juli sowie bei den „Glanzlichtern“, einer erweiterten Version der Operettengala, zum Saisonabschluss am 17. Juli.

Am 4. Juli kommen endlich auch Freunde der Sinfoniekonzerte wieder auf ihre Kosten. Im Konzert „Jackie“, nach der britischen Cello-Legende Jacqueline du Pré, treffen Joseph Haydn und Edward Elgar zusammen.

Wiederaufnahme von „Shakespeare in Love“

Unter freiem Himmel präsentiert das Kinder-und Jugendtheater die Stücke „Wutschweiger“ (Premiere am 27. Juni), „Räuberhände“ (27. Juni und 18. Juli) und „Wunschkind“, nach dem Kinderbuch von Lilli L’Arronge (17. Juli).

Das Urban Theater Pforzheim Lab, von Ballettdirektor Markowitz in dieser Spielzeit begründet, bringt am Sonntag, 18. Juli, urbane Tänzer aus Baden-Württemberg auf die Open-Air-Bühne auf dem Waisenhausplatz. Im Großen Haus wird ab 2. Juli mit drei Aufführungen nochmals „Shakespeare in Love“ zu sehen sein.

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