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Stadt und Feuerwehr zufrieden

Um Punkt elf Uhr heulen am Warntag die Sirenen in Pforzheim los

Erfolgsmeldung aus Pforzheim: Nach einer ersten Einschätzung von Stadt und Feuerwehr war der Probealarm ein Erfolg. Ob alle Handys eine Warnmeldung erhalten haben, war zunächst nicht klar.

Zufrieden mit dem Verlauf des Probealarms: Sebastian Fischer, Dirk Büscher, Frank Winterfeld, Ralf Becker und Marvin Mocker (von links)
Zufrieden mit dem Verlauf des Probealarms: Sebastian Fischer, Dirk Büscher, Frank Winterfeld, Ralf Becker und Marvin Mocker (von links) Foto: Stefan Friedrich

Probealarm geglückt: Punkt 11 Uhr sind am Freitag die Sirenen deutlich hörbar in der Pforzheimer Innenstadt angegangen. Und auch das Handy zeigte bei den Vertretern von Stadt und Feuerwehr auf dem Leopoldplatz die Warnmeldung an, einmal in deutscher, einmal in englischer Sprache. „Das Satellitentelefon hat einwandfrei funktioniert, die Verbindung mit der Leitstelle ist hergestellt worden und hat fristgemäß ausgelöst“, bilanzierte der Erste Bürgermeister der Stadt Pforzheim, Dirk Büscher (CDU), kurz darauf.

„Der Probealarm war von daher ein Erfolg.“ Ähnlich äußerte sich auch Feuerwehr-Kommandant Sebastian Fischer. „Aus unserer Sicht kann man es lokal nur als Erfolg bezeichnen, wobei wir nicht wissen, ob die Nachricht auf allen Handys angekommen ist.“ Vor allem bei älteren Modellen könnte es zu Problemen gekommen sein, sodass keine Warnmeldung angezeigt wurde. Das müsste später noch ausgewertet werden.

Feuerwehr-Kommandant empfiehlt: Handy updaten

„Dazu ist der Probealarm ja da“, so Fischer, der den Bürgern, die keine Nachricht erhalten haben, dazu rät, ihr Mobiltelefon upzudaten, „damit das im Ernstfall auch funktioniert“. Die Sirenen hätten ebenfalls funktioniert, technisch also alles im grünen Bereich, betonte Fischer.

„Das ist eine sehr wichtige Übung, die heute stattfindet“, hatte Büscher wenige Minuten zuvor erklärt. „Sie zeigt, wie weit unsere Warnsysteme in der Bundesrepublik, aber auch vor Ort funktionieren.“

Letztendlich sei es auch für die Feuerwehr, die zugleich für den Katastrophenschutz verantwortlich ist, ein wichtiger Moment, weil es für sie im Ernstfall darum gehe, „die Bevölkerung möglichst schnell und effektiv über einen Vorfall warnen zu können, egal was es dann letztendlich ist“.

Die normalen medialen Möglichkeiten während einer Katastrophe seien wahrscheinlich schnell erschöpft, wenn das Telefonnetz zusammenbricht und auch die sozialen Medien seien dann nicht mehr erreichbar ist, gab Büscher zu bedenken.

Pforzheim wird weitere Sirenen installieren

„Deshalb ist es richtig und wichtig, auch oldschool zu informieren durch die Sirenen, die eigentlich in den letzten Jahrzehnten bundesweit vielerorts abgebaut worden sind.“ Pforzheim dagegen habe das Glück gehabt, die Sirenen nicht nur zu behalten – das Netz soll auch ausgebaut werden. „Es kommen acht Sirenen dazu“, so Büscher. „Für den Fall der Fälle, der hoffentlich nie eintritt, wollen wir die Warnmöglichkeit parat haben.“

Aus Sicht der Feuerwehr ist im Ernstfall der Warnmix entscheidend. „Manche Personen sind unterwegs, andere befinden sich zu Hause“ und alle müssen über eine Warnung erreicht werden können, so Kommandant Fischer. „Den Warnmix wollten wir heute einmal zeigen.“ Die Sirenen werden lokal über die eigene Leitstelle angesteuert, die Warnapp Nina, „die seit Jahren gut funktioniert“, wurde am Freitag ausnahmsweise vom Bund angesteuert. Auch wenn der Bund an diesem Tag den Knopf für die übergeordnete Warnmitteilungen gedrückt hat, im Fall von Katastrophen vor Ort könne das auch lokal passieren, so Fischer.

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