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Auch Goldis Stadl und Messplatz in Debatte

Verwaltungsstab entscheidet: Altes Zollamt wird Impfstützpunkt in Pforzheim

Die Stadt Pforzheim sich auf ein Impfkonzept festgelegt. Neuer Impfstützpunkt wird demnach das alte Zollamt. Weitere Standorte werden geprüft.

Jeden Tag zeigt sich vor der Impfambulanz in der Bahnhofstraße ein ähnliches Bild. Der Bedarf an einem Schutz gegen Corona ist groß. Die Impfquote in Pforzheim steigt aber nur schleppend. Foto: Roland Wacker

Die Stadt Pforzheim will das Alte Zollamt als neuen Impfstützpunkt ertüchtigen. Das teilte das Rathaus nach der Sitzung des Verwaltungsstabs am Donnerstag mit.

Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) stellt klar: „Wir werden einen weiteren Standort in Pforzheim aufbauen. Dazu hat mein Stab heute den Auftrag erteilt, ab sofort das alte Zollamt in der Durlacher Straße zu ertüchtigen.“

Eine Rückmeldung vom Land zum Konzept stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Am Abend meldete das Sozialministerium dann, dass nun auch die Pläne für Pforzheim und den Enzkreis bewilligt sind.

Aus Sicht der Stadt Pforzheim spricht vieles für den Standort – wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten vor Ort. Drei Impfteams könnten dort arbeiten und so bis zu 500 Impfungen pro Tag ermöglichen.

Auch Enzkreis plant neue Angebote

Bereits mit den heutigen Angeboten in der Stadt wie Aposto, mobilen Impfteams, niedergelassenen Ärzten und Sonderaktionen würden Impfzahlen wie in den Zeiten des Kommunalen Impfzentrums erreicht. Auch Landrat Bastian Rosenau hält das alte Zollamt für eine „sehr gute Ergänzung“ zur gemeinsamen Impfstation im alten Aposto in der Bahnhofstraße. „Einen Impfstützpunkt gibt es bereits im Enzkreis in Mühlacker, zwei weitere in Remchingen und Birkenfeld sind kurz vor dem Start, einer im Heckengäu ist im Aufbau“, so der Landrat.

Oberbürgermeister Boch hat in der heutigen Stabssitzung außerdem den Auftrag erteilt, „alles zu tun, was möglich ist, um bis zur Fertigstellung des alten Zollamts weitere Impfungen auf den Weg zu bringen“.

Ein Hindernis auf diesem Weg seien die derzeit fehlenden Teams. Sobald die Personalteams für das Alte Zollamt bereitstünden, das Gebäude möglicherweise aber noch nicht fertig ist, „werden wir in dieser Übergangszeit trotzdem loslegen, mobil arbeiten und die Impfung zu so vielen Menschen wie möglich bringen“.

Auch Goldis Stadl und Messplatz sind noch nicht ausgeschieden

Parallel dazu laufen Gespräche mit weiteren Anbietern, die der Stadt Lokalitäten angeboten haben. „Wir schauen uns die Standorte vor Ort an, prüfen diese ernsthaft und bewerten auch die infrastrukturellen Voraussetzungen“, so Erster Bürgermeister Dirk Büscher, auch mit Blick auf das Angebot von „Goldis Stadl“-Gastronom Frank Daudert, wo am Freitag eine Besichtigung ansteht.

Diese oder alternativ eine andere Möglichkeit in unmittelbarer Rathausnähe könnte sich bereits Mitte nächste Woche umsetzen lassen. „Gespräche mit einem niedergelassenen Arzt werden gerade geführt“, so Büscher weiter.

Auch die Betreiber der Teststation am Messplatz bemühen sich darum, beim Land Baden-Württemberg als Betreiber einer Impfstation dauerhaft zugelassen zu werden. „Viele Möglichkeiten tun sich auf“, fasst Rathauschef Boch zusammen.

Derzeit 800 bis 900 Impfungen täglich

Schon jetzt würden, wenn man alle Angebote zusammenrechnet, 800 bis 900 Impfungen pro Tag allein in Pforzheim geschafft. „Das ist nicht weit entfernt von der Spitzenauslastung des Kreisimpfzentrums Pforzheim mit 1.200 bis 1.300 Impfungen pro Tag. Mit einem durchschnittlichen Impftag der letzten Monate können wir da mithalten“, erläutert der Oberbürgermeister.

Zumal es auch viele Sonderaktionen gebe, wie zuletzt die Impfaktion in der Hochfeldhalle in Huchenfeld. An weiteren solcher Aktionen werde auch seitens der Pandemiebeauftragten der KVBW gemeinsam mit der Stadt gearbeitet.

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