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Corona-Pandemie

Zentrum für Schnelltests öffnet auf Pforzheimer Messplatz

Einer der ersten, die im neuen Testzentrum auf dem Pforzheimer Messplatz die Autoscheibe heruntergekurbelt haben, war Oberbürgermeister Peter Boch. Seit diesem Montag können pro Woche mehr als 26.000 Menschen in dem Zentrum getestet werden.

Scheibe auf, Maske runter: Oberbürgermeister Peter Boch lässt sich im Testzentrum auf dem Messplatz von Isabella Pereira testen Foto: Stefan Friedrich

Auf dem Messplatz in Pforzheim hat am Montagmorgen ein Zentrum für Schnelltests geöffnet, das von mehreren Unternehmen gemeinsam betrieben wird. Mehr als 26.000 Testungen sind hier ab sofort pro Woche möglich.

Einer der ersten, die es genutzt haben, war Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch (CDU). Er sieht in solchen Testzentren eine Möglichkeit, aus den Lockdown-Szenarien herauszukommen.

Die reine Fokussierung auf den Inzidenzwert, wie es aktuell im Kanzleramt gehandhabt wird, das sei nämlich nicht ausreichend und auch nicht zielführend, mahnte Boch in diesem Rahmen. Der Argumentation des Deutschen Städtetags folgend sieht auch er, dass neben Inzidenz und R-Wert vor allem auch im Blick behalten werden müsse, inwieweit die Kapazitäten an den Kliniken vor Ort ausgeschöpft oder noch frei sind.

Innerhalb dieses Rahmens plädiert er für Öffnungsszenarien, die nicht das Risiko in sich tragen, dass die Infiziertenzahlen dadurch wieder in die Höhe schießen. Solche Szenarien gebe es schon, bemerkte Boch. Zielgerichtetes Öffnen sei hier ein Weg aus der Krise, flankiert durch klare Hygienekonzepte, die in Einzelhandel und Gastronomie längst existieren, sowie durch ständiges Testen.

Eines sei schließlich allen klar: „Wir wollen das, was wir schon auf den Weg gebracht haben, nicht wieder verspielen“, versicherte Boch. Und dennoch dürfe man auch in der jetzigen Situation nicht ganz vergessen: „Es wird eine Zeit nach Corona geben“, so der OB im Hinblick auf die Wirtschaft: „Unsere kompletten Betriebe sind schon am Anschlag.“

Mehr als 26.000 Test pro Woche möglich

Dass sich mehrere Unternehmer nun gemeinsam in Sachen Testungen engagieren, die sowohl Wirtschaft als auch Bürgerschaft offenstehen, das hat er deshalb schon begrüßt, als es vor etwa drei Wochen die ersten Kontakte dazu gab. „Wir sind sehr froh, dass durch den Zusammenschluss eine Testkapazität von über 26.000 Testungen pro Woche hier auf dem Messplatz möglich ist“, betonte Boch am Montag. Dies sei ein „wichtiger Mosaikbaustein“ im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung.

Zudem will die Stadt versuchen, eine solche Test-Infrastruktur auch in die Breite zu bekommen, sprich: in die Innenstadt. „Wenn verschiedene Möglichkeiten zur Testung da sind, dann haben wir natürlich auch eine sehr starke Sicherheit für die Bürger, wenn sie im Vorfeld von einem Verwandtenbesuch oder vorm Einkaufen sich testen lassen und danach relativ unbeschwert mit hoffentlich negativem Testergebnis in die Stadt gehen können“, so Boch.

Geöffnet ist das Testzentrum auf dem Messplatz von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 22 Uhr, sowie samstags von 6 bis 19 Uhr. Im Laufe der Woche soll noch eine App freigeschaltet werden, über die man sich dann auch registrieren kann.

„Es ist aber immer noch möglich, ohne Registrierung hierher zu kommen“, versicherte Marcus Mürle, einer der am Testzentrum beteiligten Unternehmer. In diesem Fall werden die Kontaktdaten vor Ort übergeben. Das Testergebnis wird dann entweder per E-Mail zugeschickt oder – sofern man eine Stunde warten möchte – vor Ort überbracht.

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