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Nachfrage bei Elektrogeräten und Autos gestiegen

Pforzheimer Händler verzeichnen keinen Nachfrage-Boom wegen Mehrwertsteuer-Senkung

Ganz unterschiedliche Erfahrungen machen Händler in Pforzheim und Enzkreis mit der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent. Die Maßnahme soll Einzelhändlern helfen, bis Jahresende Umsatzeinbußen aus der Corona-Krise auszugleichen. Der Nachfrage-Boom bleibt allerdings aus.

Gute Erfahrungen gemacht: Das Fachgeschäft für Elektrogeräte Tronser (hier: Inhaber Bernhard Tronser) stellt dank der Mehrwertsteuersenkung eine erhöhte Nachfrage fest. Besonders gut laufen Waschmaschinen, Kühlgeräte und Trockner. Foto: Jürgen Müller

Hans Tronser hält die Senkung für eine gute Sache: „Sie hat Handel und Industrie geholfen“, ist der Inhaber des Pforzheimer Fachgeschäfts für Elektrohausgeräte überzeugt. Und: „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.“ Die drei Prozent würden direkt an den Kunden zurückgegeben, auch wenn er nur Batterien kaufe. „Die Kunden sind sehr sensibilisiert und achten darauf“, sagt Tronser. Besonders gut laufen hochwertige Geräte wie Trockner, Kühlgeräte und Waschmaschinen.

Hochwertige Elektrogeräte laufen gut

Einen positiven Effekt verzeichnet auch das Autohaus Merz und Renz in Birkenfeld. „Der Verkauf im Gebraucht- und Jahreswagenbereich läuft besser“, bestätigt Geschäftsführer Roman Renz. Der Anreiz sei allerdings psychologischer Natur: Viele Kunden wollen die drei Prozent mitnehmen, auch wenn sie ursprünglich vorhatten, das Auto zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen.

„Allerdings geht der Absatz nicht pauschal nach oben. Im Neuwagenbereich geht nicht viel, weil das Angebot zusammengestrichen wurde“, so Renz. Wer am Jahresende im Autohaus einen Wagen bestellt, werde vorsorglich darauf hingewiesen, dass ab dem neuen Jahr wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer gelten. „Die Anhebung wird mit Sicherheit für Probleme sorgen“, befürchtet Renz.

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