Skip to main content

Auftaktveranstaltung

Pforzheimer SPD-Landtagskandidatin will kostenlose Bildung in Baden-Württemberg

Die SPD Pforzheim schickt mit Annkathrin Wulff eine junge, dynamische Bewerberin ins Rennen um den begehrten Sitz für den Wahlkreis 42 im Landtag.

Gesprächsrunde: Annkathrin Wulff, der Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei aus Mannheim und AWo-Mitarbeiterin Eva Stein (von links) sprechen über die Ziele der SPD-Kampagne. Foto: Jürgen Peche/Screenshot

So modern, wie sie sich Baden-Württemberg nach einer für sie erfolgreichen Wahl am 14. März wünscht, so modern war die Auftaktveranstaltung des Wahlkampfteams für Wulff – mit einem „Kick-Off“: Formulieren der Ziele einer Kampagne und Motivation der Teilnehmer heißt es im Wörterbuch dazu.

Und so versammelte die Kandidatin in einem Wahlstudio ihre Mitstreiter um sich sowie als Ehrengast den Stimmenkönig der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Fulst-Blei aus Mannheim. So modern das Studio und der Kommunikationsweg Internet anmutete, so störanfällig war die Präsentation: Es knackte ständig, der Ton war mal ganz weg, mal laut, mal leise. Immerhin, anfangs hatten sich schon 20 Interessenten eingeloggt.

„Wir wollen reden über das, was im Land die Leute bewegt und das, was wir besser machen wollen“, schickte Annkathrin Wulff voraus und stellte sich, den Gast und das Team vor.

„Chaos im Bildungsbereich“ ist zentrales Thema

Wulff hat Germanistik und Geschichte in Heidelberg studiert und ist jetzt Berufsschullehrerin. Wie Fulst-Blei in Mannheim ist sie Stadträtin und beide waren sich einig, dass die Jobs sich sinnvoll verbinden lassen. Zum Team gehören Johanna Kirsch, SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Mitglied im Internationalen Beirat.

Daneben Peter Benkner, seit 20 Jahren Vorsitzender von Pro Familia Pforzheim sowie im Familienzentrum Au und in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft aktiv. Eva Stein als Dritte im Bund arbeitet bei der AWO und kennt sich in sozialen Fragen von Kita bis Altenpflege aus. Alexander Kossai studiert Politikwissenschaften in Mannheim und kennt die Beschränkungen von Corona aus erster Hand.

Das „Chaos im Bildungsbereich“ ist zentrales Thema des SPD-Wahlkampfs. „Die Pandemie ist schon lange da, aber es fehlen immer noch Konzepte der Landesregierung“, beklagt Wulff. Im Frühsommer habe die SPD das „krisenfeste Klassenzimmer“ präsentiert, ohne Folgen. Ideen von Lehrern wie der Hybrid-Unterricht seien untersagt worden.

Mehr Digitalisierung gefordert

Schulleiter und Lehrer, so Fulst-Blei, bräuchten aber rechtzeitig Ansagen, wie es weiter gehe. „Wir müssten mit der Digitalisierung viel weiter sein“, lautet sein Vorwurf in Richtung von Kultusministerin Susanne Eisenmann. Diese habe zehn Millionen Euro mit ihrer Bildungsplattform an die Wand gefahren. Es gebe an den Schulen kein WLAN, keine Glasfaseranbindung.

Dabei habe ihr Vorgänger im Amt, Andreas Stoch, schon 2016 fertige Pläne dafür in der Schublade gehabt. Statt geforderter 400 Tablets erhielt etwa eine Mannheimer Schule nur die Hälfte, beklagt Fulst-Blei, der sich „große Sorgen über den Verlust an Bildungschancen“ macht. „Es gibt viel zu tun in diesem Land“, lautet sein Urteil. Ihre Kinder hätten in der Pandemie immerhin gelernt, sich selbst zu managen, berichtet Johanna Kirsch. „Aber Kinder aus Familien ohne Geld fallen hinten durch.“

Annkathrin Wulff fordert eine kostenlose Bildung: für die Kitas, die Schulen und für die Universitäten. Alles dem Ziel folgend nach besserer Bildung und einer Stärkung der Familien. Zu einem modernen Land gehöre mehr Digitalisierung, auch in der Arbeitswelt – mit neuen Arbeitszeitmodellen.

Alexander Kossai hat als Student gelernt, was bezahlbare Mieten bedeuten oder auch Verkehrsverbünde, die der Mobilität Schranken setzen, weil überall Zusatztickets gebraucht werden. Und natürlich will die SPD auch der Kultur und dem Klimawandel große Aufmerksamkeit schenken.

nach oben Zurück zum Seitenanfang