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Kulturhaus Osterfeld

Pforzheimer Varietétheater: Aus „Winterträumen“ werden „Winterträumchen“

Aus den „Winterträumen“ werden „Winterträumchen“. Das Varieté zwischen den Jahren im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld fällt in Pandemiezeiten kleiner aus als sonst. Hochkarätige Akteure sorgen dafür, dass es dafür besonders kostbar wird.

Voller Körpereinsatz: David Eisele glänzt im Varietétheater als Herr des Ringes. Der wuchtige Stahlreifen wirkt dabei fast schwerelos. Foto: Kolja Huneck

Es sind kleine Kostbarkeiten, die Regisseurin Katinka Rabenseifner in Zeiten der Not kredenzt. Zwar lässt die Corona-Pandemie das Varietétheater „Winterträume“ in diesem Jahr auf „Winterträumchen“ schrumpfen mit weniger Akteuren und kürzeren Vorstellungen. Aber das Publikum darf sich dennoch auf hochkarätige Shows im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld freuen mit Akrobatik, Magie, Jonglage und viel Poesie.

Eigentlich fügen sich die „Winterträumchen“ aus zwei Teilen zusammen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist Premiere für den ersten Teil. „Himmlischer Zirkus“ hat Rabenseifner ein Varieté für die ganze Familie genannt, an dem schon Dreijährige ihren Spaß haben werden, wie sie verspricht.

Das titelgebende Hauptprogramm „Winterträumchen“ startet am 6. Januar und entspricht inhaltlich dem, was langjährige „Winterträume“-Zuschauer am Pforzheimer Varietétheater kennen und lieben.

Nur 104 statt sonst 374 Plätze im Verkauf

In beiden Veranstaltungen wird das Publikum auf alte Bekannte treffen. Chris & Iris gastierten 2013 in Pforzheim. Zauberer Bert Rex schüttelte 2007 jede Menge Karten und Reime aus den Ärmeln, und Sarah Lindermayer glänzte gleich mehrfach. Diesmal wird sie allerdings nicht auf einem dünnen Seil tanzen, sondern als Engel auf der Osterfeld-Bühne landen.

Mit Co-Engel Thomas Endel will Lindermayer das Publikum in einen „himmlischen Zirkus“ einladen. „Coq Au Vin“ heißt das 50-minütige Programm, mit dem die beiden Artisten im vergangenen Jahr beim Kinderfestival der Stadt Amberg den ersten Preis holten. Augenzwinkernd erzählt das Engelspaar eine Geschichte, in der es um Egoismus geht, um Missgunst und Neid, aber auch ums Teilen und einander helfen. Ihre Mittel sind Witz, Charme und eine hinreißende Artistik.

Mit einem Quintett will Rabenseifner auch das „Erwachsenen-Varieté“, die „Winterträumchen“, zum unvergesslichen Erlebnis machen. Bert Rex betritt in doppelter Mission als Zauberer und Moderator das Parkett. Regisseurin Rabenseifner beschreibt den kleinen Thüringer als eine wahre Größe in der Varieté-Szene. Ob er sich in seinen eigenen Worten verheddert, oder ob seine Tricks misslingen: Seine Performance dürfte dem Publikum gehörig die Hirnhälften durcheinander bringen.

An Chris und Iris werden Liebhaber von Hand-auf-Hand- oder Hand-auf-Kopf-Akrobatik ihre Freude haben. Die Artisten sind weltweit auf Varietébühnen unterwegs und führen ihre präzisen Darstellungen mit einer entwaffnenden Leichtigkeit aus.

Ein ganz neues Gesicht kommt mit David Eisele. Der junge Künstler bringt ein Cyr Wheel mit und will dem Publikum zeigen, wie man einen 20 Kilo schweren Stahlreifen scheinbar ohne größeren Kraftaufwand bespielen und dabei verblüffende Figuren erzeugen kann. Eisele ist auch Meister des Diabolos. Um seine Requisiten zu steuern, setzt er seinen ganzen Körper ein. An der Choreografie seiner Diabolo-Nummer hat Aime Morales mitgewirkt. Der aus Venezuela stammende Artist und Clown hätte eigentlich selbst als Star der „Winterträume“ glänzen sollen. Corona hat ihm die Show nun vermasselt, aber so wird wenigstens etwas von seinem Spirit ins Programm einfließen.

Die „Winterträumchen“ werden präsentiert von den Badischen Neuesten Nachrichten und vom Pforzheimer Kurier. Aus organisatorischen Gründen wird es erstmals eine freie Platzwahl geben, bei nur einer Preiskategorie. Wegen der Corona-Regelungen dürfen nur 104 von 374 Plätzen besetzt werden. Auf jeden Fall wird es Karten an der Abendkasse geben, versprechen die Veranstalter.

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