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Entwurf aus Hannover setzt sich durch

Planentwurf für die Pforzheimer Oststadt steht fest

Mit welchem Entwurf die Stadt in Sachen Rahmenplanung Oststadt in die zweite Phase geht, das hat der Gemeinderat unlängst schon beschlossen. Bürger können sich an der weiteren Entwicklung beteiligen, indem sie sich beispielsweise im Stadtlabor von bereits vorhandenen Entwürfen inspirieren lassen.

Große Pläne: Sibylle Schüssler, Uta Stock-Gruber und Stadtplaner Shameet Ghelani (von links) laden Bürger dazu ein, sich an der zweiten Phase der Rahmenplanung Oststadt zu beteiligen Foto: Stefan Friedrich

Die Entwürfe sind bis zum 15. November zu sehen. Zudem gibt es eine Internetseite, unter der nicht nur alle Entwürfe abrufbar sind, sondern auch ein Beteiligungsformular zur Verfügung steht.

Wie sie sich die Entwicklung der Oststadt vorstellen können, das haben fünf Planungsbüros einer Jury bestehend aus Mitgliedern des Gestaltungsbeirats und der Verwaltung vorgelegt, zu der auch Uta Stock-Gruber gehörte. Sie sprach am Donnerstagnachmittag von einer enorm großen Resonanz auf die erste Phase, in der es zunächst darum ging, Visionen zu skizzieren und Handlungsempfehlungen zu geben. Die letztlich daran beteiligten fünf Büros mussten aufgrund des großen Interesses sogar ausgelost werden. „Wir haben dann sehr schöne Motive geliefert bekommen, die versuchen, die Wesenszüge der Oststadt zu beschreiben“, betonte sie. Die Planungsbüros haben dabei ganz unterschiedliche Ansätze gewählt, mal orientiert an der Natur, mal die Oststadt im Zeichen eines Kraftorts haltend. „Wir haben in der Jury lange und sorgfältig darüber diskutiert, welcher Entwurf am passendsten ist.“

Entwurf aus Hannover am Ende vorne

Am Ende lag der Entwurf „Ströme und Furten“ von CityFörster und Freiwurf LA, beide aus Hannover, vorne. Er will unter anderem die Enzauen mit den Wohngebieten besser verknüpfen. „Man kann da schon mit kleinen Maßnahmen relativ viel bewegen, ohne zu sehr in private Bereiche eingreifen zu müssen“, erklärte Stock-Gruber die Jury-Entscheidung, der der Gemeinderat später gefolgt ist – hinsichtlich der Frage, welcher Entwurf es in die zweite Phase schaffen soll.

Ziel sei dabei, ein zusammenhängendes Planwerk zu bekommen, das möglichst alle Aspekte der Stadtteilentwicklung umfasst. Dass die Oststadt nämlich über ein „positives Entwicklungspotenzial“ verfügt, so Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, das sei unstrittig. Bei einem Pressegespräch unterstrich sie deshalb, wie wichtig eine solche Gesamtplanung für das Gebiet ist, die alle Bereiche vom Enzauenpark bis zum Schlachthof integriert. „Wir wollen den lebendigen Charakter erhalten“, versicherte sie dabei, schließlich lebe nicht nur die Oststadt von ihrer bunten Mischung.

Der Charakter und das zukünftige Bild der Oststadt sollen nun auf drei Planungsebenen herausgearbeitet werden: zum einen wird ein Leitbild entwickelt, zum anderen sollen Identität und Potenziale des Stadtteils stärker herausgearbeitet und Zukunftsthemen zu Fragen der Digitalisierung, Kunst- und Kultur oder dem Leben in diesem Stadtteil aufgegriffen werden. Wer sich als Bürger daran beteiligen will, findet alle Informationen dazu unter www.pforzheim.de/rpo

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