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Neues Präsidium mit guten Nachrichten

Polizei-Statistik: Region Pforzheim ist die sicherste in Baden-Württemberg

Gute Nachrichten aus dem neuen Polizeipräsidium Pforzheim: Der offiziellen "Kriminalstatistik für die Region Nordschwarzwald" zufolge war die Region mit Pforzheim und dem Enzkreis im Jahr 2019 die sicherste in ganz Baden-Württemberg. Steigende Fallzahlen gab es unter anderem bei Einbrüchen in Gaststätten, Computerdelikten und Graffiti.

Polizeipräsident Wolfgang Tritsch steht an der Spitze des Pforzheimer Präsidiums, das am 1. Januar seinen Dienst aufnahm. Foto: Müller

Die insgesamt frohe Botschaft konnte Pforzheims neuer Polizeipräsident Wolfgang Tritsch nicht auf einer standesgemäßen Pressekonferenz präsentieren. Per E-Mail wurde die „Kriminalstatistik für die Region Nordschwarzwald 2019“ am Freitag veröffentlicht. Dabei hätte es in normalen Zeiten allen Grund gegeben, das erste Zahlenwerk des neuen Präsidiums öffentlich zu würdigen. Auch wenn die im Januar an den Start gegangene Polizeizentrale für den Nordschwarzwald für 2019 noch nicht zuständig war.

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Pforzheim ist im Jahre 2019 der sicherste in ganz Baden-Württemberg und mit den Straftaten im Zehnjahresvergleich auf dem niedrigsten Stand.
Polizeisprecher Frank Otruba

Dennoch: Den Zahlen zufolge hat die Polizei in der Region im vergangenen Jahr ganze Arbeit geleistet. „Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Pforzheim ist im Jahre 2019 der sicherste in ganz Baden-Württemberg und mit den Straftaten im Zehnjahresvergleich auf dem niedrigsten Stand.“, teilt Pressesprecher Frank Otruba mit.

Spektakuläre Fälle gab es vor allem zwei: Vorneweg der des mutmaßlich von einem Geschäftspartner ermordeten Pforzheimer Schmuckhändlers („Soko Brosche“). Die Verhandlung vor dem Karlsruher Schwurgericht soll im Sommer fortgesetzt werden. Auch einem Serienbrandstifter, der in Pforzheim und dem Enzkreis im Spätjahre etliche Autos anzündete, kam die Polizei auf die Schliche. Der 24-jährige Täter ist inzwischen in der Psychiatrie untergebracht.

Polizei: Fallzahlen sinken gegen den Landestrend

Ansonsten: Wie im Vorjahr sei der Enzkreis der sicherste Landkreis und der Landkreis Calw der zweitsicherste unter den 35 Landkreisen. Pforzheim sei statistisch gesehen nach Heilbronn erneut die zweitsicherste kreisfreie Großstadt im Südwesten.

Die Tendenz sei überdies insgesamt positiv: Die registrierten Fallzahlen seien entgegen dem landesweiten Anstieg von 0,3 Prozent in der Region um 0,9 Prozent zurückgegangen.

In der Stadt Pforzheim ist hingegen ein Anstieg von 75 Straftaten zu verzeichnen. „Dabei wurden mehr Einbrüche in Gaststätten und ein Anstieg beim Computerbetrug sowie bei der Rauschgiftkriminalität registriert“, so hieß es.

Pforzheim: Mehr Graffiti-Delikte

Anders als es manche besorgte Pforzheimer manchmal empfinden, sieht es bei diesen Delikten: „Zurückgegangen sind die Zahlen bei der Straßenkriminalität, den Körperverletzungen und beim Diebstahl“, so der Sprecher.

Bei der ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen begangen Straßenkriminalität gingen die Fallzahlen um 3,3 Prozent oder 124 auf 3.688 Fälle zurück und befinden sich damit laut Polizeipräsidium auf dem zweitniedrigsten Stand im Zehnjahresvergleich.

Bei der Kriminalität auf den Straßen den größten Anteil haben die Sachbeschädigungen, die in der Statistik knapp die Hälfte der „Straßenkriminalität“ ausmachen. Dabei seien insbesondere die Sachbeschädigungen durch Graffiti angestiegen, so die Polizei, die auch eine umfangreiche Pressemitteilung zur atuellen Statisitk veröffentlicht hat.

Wermutstropfen Gewalt gegen Polizei

Im Enzkreis gingen die Straftaten insgesamt um 411 zurück. Otruba: „Dies ist insbesondere beim Wohnungseinbruchsdiebstahl, den Körperverletzungsdelikten und bei den Sachbeschädigungen festzustellen.“

Im Gegensatz zu Freudenstadt und Calw gingen in Pforzheim und dem Enzkreis auch die Sexualdelikte zurück. Ein Wermutstropfen in der Bilanz: Die Gewalt gegen Polizisten im Dienst nahm auch wieder zu. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 146 Fälle und damit 28 mehr als im Vorjahr registriert. Dabei wurden 76 Polizeibeamte leicht und einer schwer verletzt.

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