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Innenminister Strobl zu Gast

Polizeipräsidium Pforzheim ist offiziell eröffnet

Action zum Auftakt: Das Bläserensemble des Landespolizeiorchesters lässt mit Michael Jackson „Smooth Criminal“ imaginieren, bevor Präsident Wolfgang Tritsch zur „Indienststellung des Polizeipräsidiums Pforzheim“ begrüßen darf. Der neue Chef in der Bahnhofstraße lässt Gold und Silber strahlen beim Festakt im Reuchlinhaus.

Mit einem alten Direktionsschild stellen Polizeipräsident Wolfgang Tritsch, Innenminister Thomas Strobel, der frühere Polizeidirektor Burkhard Metzger, Staatssekretär Wilfried Klenk und Oberbürgermeister Peter Boch (von links) beim Festakt zum neuen Polizeipräsidium Kontinuität her. Foto: Müller

„Gleich nebenan ist das Schmuckmuseum“ erfahren rund 200 Gäste inklusive Innenminister Thomas Strobl, (CDU) von denen manche eine ziemlich weite Anfahrt hatten.

Tatsächlich greift Tritsch wegen eines Zeitvergleichs in Pforzheims Schatzkiste. Er stellt die Preziosen der Antike in Bezug zu den 800 Tagen, die es brauchte, das Polizeipräsidium zu formen, das am 1. Januar in Dienst ging: „Es war ein herausfordernder Zeitraum.“

So wie dadurch mancher einem guten Stück Pforzheim begegnet, sorgt Freudenstadts Landrat Klaus-Michael Rückert mit zehn Bildbänden für Anschauungsmaterial, sollte es die Polizistinnen und Polizisten mal in den „wilden Süden“ verschlagen. Mit dem touristischen Slogan markiert er ebenso die Entfernung wie er die polizeiliche Integration seines Landkreises in das politisch und wirtschaftlich eng verwobene Gebiet begrüßt. „Die Reviere und Posten arbeiten jetzt in der Einheit, die passt, stimmig ist und gemeinsam getragen wird.“

Peter Boch dankt dem Karlsruher Polizeipräsidium

„Es war ein Fehler“, dass bei der Polizeireform 2014 zunächst anders entschieden wurde, befindet Oberbürgermeister Peter Boch (CDU). Mit Dank in Richtung Karlsruher Präsidium für die geleistete Arbeit, beispielsweise beim Bombenalarm im Rathaus, macht er deutlich: „Pforzheim ist nun einmal eine Großstadt und das ist mit Erwartungen verbunden.“ Außerdem stärke ein eigenes Präsidium das Sicherheitsgefühl und die Verbundenheit mit der Polizei. Er freue sich, dass er dieses nun fußläufig erreiche.

Es obliegt dem stellvertretenden Ministerpräsidenten zu erläutern, wie es dazu kam, dass der Nordschwarzwald mit Pforzheim ebenso wie Ravensburg mit Oberschwaben „zu den Gewinnern gehört“. Es sei unerlässlich gewesen, den Blickwinkel der Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen, urteilt Strobl und lässt wissen, dass eine der wenigen Demonstrationen, die er je besucht habe, eine gegen die Schließung der Polizeidirektion in Pforzheim gewesen sei.

Strobl sieht Polizei für demografischen Wandel gut gerüstet

„Die Strobl-Welle“ wird kommen, greift der Innenminister ein Bild von Ralf Kusterer auf. Der aus Pforzheim stammende Vorsitzende des Hauptpersonalrats verbindet damit die Aussicht auf neue Kollegen. Strobl sieht die Polizei für den demografischen Wandel und die Pensionierungswelle gut gerüstet. Den 1.187 neuen Kräften 2019 folgten binnen zwei Jahren weitere 3.000, so dass von 2016 bis 2021 über 9.000 Polizisten hinzu kämen.

Bereits bevor Strobl die Zukunft vorrechnet, spricht Kusterer von „einem guten Tag für die Beschäftigten der ehemaligen Polizeidirektion Pforzheim“. Er lobt die Arbeit des Pforzheimer Polizeipräsidenten bei über 100 Personalentscheidungen. „Gehen sie zum Tritsch ihres Vertrauens“ sei in Abwandlung eines Metzgerspruchs zu einer stehenden Wendung geworden. Es habe keinen einzigen Streitfall, keine Klage, keine Beschwerde gegeben.

Das neue Präsidium umfasst neben Pforzheim die Landkreise Calw, Enzkreis und Freudenstadt, hat 70 Kommunen und 600.000 Einwohner. Geht es nach dem nunmehr 100 Jahre alten Landespolizeiorchester, sorgt es in James-Bond-Manier für Sicherheit.

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