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Sterne des Sports

SG Pforzheim/Eutingen räumt für die Grundschul-Handball-Liga den Landespreis ab

Es war eine Idee, die die Jüngsten für den sportlichen Wettkampf begeistern sollte – mittlerweile hat sie sich in Pforzheim etabliert: die Grundschul-Handball-Liga der SG Pforzheim/Eutingen. Mit ihrem Konzept hat Beate Lupus bereits den Landesentscheid des DOSB-Wettbewerbs Sterne des Sports gewonnen.

Riesige Begeisterung: Die Grundschul-Handball-Liga ist in den vergangenen Jahren konsequent gewachsen und hat in Zeiten vor Corona, wie hier im Bild, für große Freude bei allen Beteiligten gesorgt. Foto: Beate Lupus

Eigentlich hätte Beate Lupus am kommenden Montag, 18. Januar, ihren großen Auftritt in Berlin – doch die Preisverleihung der Sterne des Sports, einem Wettbewerb des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken Raiffeisenbanken, muss wie so vieles in den vergangenen Monaten online stattfinden.

Die Anspannung, das bestätigt Lupus, ist dennoch da. Denn mit ihrem Projekt, der Grundschul-Handball-Liga (GHL), hat die stellvertretende Jugendleiterin und Jugendtrainerin der Sportgemeinschaft (SG) Pforzheim/Eutingen bereits den baden-württembergischen Landeswettbewerb, den Großen Stern des Sports in Silber, gewonnen, durch den sie nun in der Bundesausscheidung um den Goldenen Stern steht.

SG-Verantwortliche bleiben ambitioniert

„Es ist schon jetzt eine große Auszeichnung und Anerkennung für uns“, betont sie. Natürlich ist der Ehrgeiz, auch auf Bundesebene vorne zu landen, aber riesig. „Es wäre eine tolle Bestätigung für das, was wir über Jahre aufgebaut haben“, erklärt Lupus.

„Und der Gewinn schmeichelt dem Vereinskonto in diesen Corona-Zeiten natürlich sehr.“

2.500 Euro gab es bereits für den Landessieg – auf Bundesebene werden unter den ersten drei Plätzen nochmals 10.000 Euro ausgeschüttet.

Ich wollte einen Anreiz für die Kinder schaffen, sich sportlich zu messen und das Erlernte in einem Wettbewerb umzusetzen.
Beate Lupus, Initiatorin der Grundschul-Handball-Liga

Die Konkurrenz ist allerdings groß. „Es sind viele coole Projekte dabei“, weiß Lupus, „chancenlos sind wir aber sicher nicht“. Denn die Grundschul-Handball-Liga hat sich in Pforzheim schon etabliert.

Durch die Kooperationen der SG mit zahlreichen Kindergärten und Grundschulen stach Beate Lupus bereits in der Saison 2013/14 eines ins Auge: „Jugend trainiert für Olympia ist im Grundschulbereich zumindest in unserer Region völlig eingeschlafen. Ich wollte einen Anreiz für die Kinder schaffen, sich sportlich zu messen und das Erlernte in einem Wettbewerb umzusetzen“, erklärt sie.

Der große Vorteil: Durch die Kooperationen sind die SG-Verantwortlichen und freiwillig Sozialdienstleistenden tatsächlich im Unterricht und nicht nur in Arbeitsgemeinschaften der Schulen aktiv. „So erreichen wir wesentlich mehr Kinder – und auch solche, die bisher noch nicht sportlich aktiv sind.“

Begeisterung für das Projekt wächst

Lupus schrieb ihre Idee daraufhin nieder, verschickte sie an andere Vereine, den damaligen Handballkreis Pforzheim (heute: Alb-Enz-Saal), den Verband und mögliche Sponsoren. Die Resonanz sei aber gering ausgefallen.

„Deshalb haben wir das alleine auf die Beine gestellt“, erklärt sie. 2015 fand bereits das erste schulübergreifende Turnier statt, 2017 ging die GHL erstmals ins Rennen. „Wir sind kontinuierlich gewachsen, zuletzt haben zwölf Schulen teilgenommen“, sagt Beate Lupus.

Nach Vorbereitungsturnieren findet am Ende ein großes Abschlussturnier in der Bertha-Benz-Halle statt – mit Bewirtung, Pokalen und Urkunden für die Kinder. „Es hängt schon wahnsinnig viel Arbeit dran“, erzählt die Initiatorin. „Wenn man dann aber sieht, wie Feuer und Flamme die Kinder sind und wie man sie mit dieser vereinfachten, altersgemäßen Spielform abholen kann, ist das einfach großartig.“

Konzept lässt sich auf sämtliche Sportarten übertragen

Die Möglichkeit, im Wettbewerb der „Sterne des Sports“ ganz vorne mitzumischen, sieht Beate Lupus auf jeden Fall. „Es ist ein werthaltiges Projekt, das sich auf sämtliche Kreise, Verbände oder auch Sportarten übertragen lässt – und eben keine einmalige Sache“, erklärt sie. Und wer weiß: Vielleicht platziert die Jury es am Montag genau deshalb in den vorderen Rängen.

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