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Live-Video mit Schwarzenegger?

SPD-Stadtrat boxt gegen Ex-Weltmeister: „Wir werden kämpfen für Pforzheim!“

Am Samstagabend tritt der Pforzheimer Stadtrat Uwe Hück in den Boxring. Der 57-Jährige tritt zum Charity-Kampf gegen Ex-Boxweltmeister Firat Arslan an. So lief das Wiegen vor dem großen Kampf – und diese Promis unterstützen das Pforzheimer Charity-Projekt.

Vier Fäuste für die gute Sache: In guter Form zeigten sich Firat Arslan (links) und Uwe Hück vor ihrem Kampf am Samstag in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle beim offiziellen Wiegen. Den von Arnold Schwarzenegger geschenkten Ring wolle Hück übrigens vor dem Kampf abnehmen. Foto: Herbert Ehmann

Einen ungewöhnlichen Nachteil hat Uwe Hück gegenüber Firat Arslan vor seinem Charity-Kampf am Samstag in der Bertha-Benz-Halle ausgemacht: „Seine Frau hat gestern einen intergalaktischen Sohn bekommen“, verkündete Hück beim offiziellen Wiegen am Freitag im Pforzheimer Parkhotel – und vermutete gleich eine Verschwörung: „Sie hat bei den Kämpfen immer Uwe. Uwe gerufen. Vielleicht hat er das ja mit Absicht so getimed.“

94,5 Kilo bringt der 57-Jährige auf die Waage. Sein Gegenüber geht mit 95,2 Kilo Kampfgewicht in den Ring. Ein Leichtgewicht sei Hück deshalb nicht, betonte Arslan: „Ich habe großen Respekt vor Uwe, menschlich und sportlich. Wer ihm die Hand gibt, der weiß, dass er Power hat.“ Dabei hat der frische gebackene Vater auch noch eine andere Sorge: Am 8. Februar kämpft der 49-Jährige um die Weltmeisterschaft – wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt wie etwa eine Verletzung. Natürlich sei dieser Kampf nur Charity, aber „das ist Schwergewicht. Eine Garantie gibt es nicht“, betonte Arslan.

Er will Uwe nicht "vernichten"

Zudem sei er nicht hier, um „Uwe zu vernichten. Sondern, um Gutes zu tun.“ Hück ergänzte: „Wir werden kämpfen für Pforzheim!“ Schließlich fließen die Erlöse in wohltätige Zwecke. Auch er äußerte Respekt vor seinem Gegner: „Da ist schon Beton in den Handschuhen.“

Klappt die Live-Schalte zu Schwarzenegger?

Da aber nicht nur das Sportliche im Vordergrund steht, haben sich einzelne Prominente zur Unterstützung angekündigt. Als Höhepunkt ist eine Live-Schalte zu Schauspieler und US-Politiker Arnold Schwarzenegger nach Los Angeles angedacht. Allerdings gab Markus Geiser, Vorsitzender des „Blaue Flecke für gute Zwecke e. V.“ und zudem Vorsitzender des 1. CfR Pforzheim, seine Bedenken zum Ausdruck: „Wir werden sehen, ob das klappt“, sagte er am Freitag. So seien noch technische Probleme zu lösen und auch die Frage nach der Verfügbarkeit des gebürtigen Österreichers war am Freitagnachmittag noch nicht geklärt. „Wir schauen mal, wer drangeht“, sagte Hück beim Wiegen augenzwinkernd.

Anders liegt die Sache bei Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko. „Dr. Steelhammer“ wird eine Videobotschaft schicken. Zudem plane Hück, Klitschko in anderer Weise noch einmal in die Goldstadt zu holen. Weitere Videobotschaften soll es unter anderem von Comedian Bülent Ceylan und dem Schauspieler Ralf Möller geben. Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat aus Berlin eine Grußbotschaft gesendet.

Vor Ort werden zudem der frühere Box-Weltmeister Arthur Abraham erwartet sowie der frühere Radsportler Heinz Betz, der einige seiner Sammelsurien versteigern möchte. Auch die Pforzheimer Box-Legenden René Weller, Alexander Künzler und Markus Bott haben ihr Kommen angekündigt.

Nach den Länderkämpfen Deutschland-Ukraine ab 18 Uhr beginnt gegen 20 Uhr das Hauptprogramm mit zwei Thai-Box-, zwei Profikämpfen und dem Top-Duell Hück gegen Arslan etwa gegen 22.30 Uhr. Eine Änderung des Line-Up ist schon bekannt: Der Profi-Kampf von Leonardo Di St. Ruiz findet nicht wie geplant gegen Artur Shevchuk (Ukraine) statt, sondern gegen Jovica Jovanovic (Bosnien-Herzegowina).

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