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Baustelle Enztalquerung

Verkehrsminister Hermann findet mehr Lärmschutz an A8 bei Pforzheim gut - zuständig sieht er sich aber nicht

Enzkreis-Politiker Erik Schweickert wirbt im Landtag um mehr Lärmschutz an der künftigen A8 bei Pforzheim. Verkehrsminister Winfried Hermann findet das grundsätzlich gut. Angebote für die Hauptarbeiten an der Großbaustelle im Enztal gibt es bisher nicht.

Politikum: Die A8 im Enztal war am Donnerstag einmal mehr Thema im Landtag. Minister Hermann zeigte sich offen für Nachbesserungen. Zuständig sei aber nicht mehr. Foto: Harry Rubner

Im Werben um mehr Lärmschutz bei der künftigen Enztalquerung auf der Autobahn 8 bei Pforzheim lässt Erik Schweickert nicht nach. Der FDP-Politiker aus dem Enzkreis stieß in der Fragestunde der letzten Landtagssitzung vor der Wahl im März bei Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sogar auf offene Ohren. Verbindliche Auswirkungen hat das aber nicht.

Wenn man uns fragt, würden wir das unterstützen.
Winfried Hermann, Verkehrsminister

Schweickert wollte wissen, ob man weiteren Erdaushub nutzen könne, um auf mutmaßlich kostengünstigere Weise weitere Verbesserungen beim Lärmschutz zu erreichen. Hermann dazu in seiner Antwort am Donnerstagnachmittag: „Das würde viele Lkw-Transporte ersparen und mehr Lärmschutz bedeuten. Beides ist gut. Wenn man uns fragt, würden wir das unterstützen.“

Allerdings ist seit dem Jahreswechsel nur noch die Autobahngesellschaft des Bundes für das große Straßenbauprojekt zuständig. Das Land könne nur noch Hilfestellung geben, so Hermann. Um den Bund zu überzeugen, müsse allerdings nachgewiesen werden, dass die Idee mindestens kostenneutral zu haben ist, betonte der Minister.

Beginn der Hauptarbeiten verzögert sich um einige Wochen

Unterdessen bestätigte die Autobahngesellschaft, dass sich der Start der Hauptarbeiten im Enztal um einige Wochen weiter verzögern wird. Hintergrund ist die Verlängerung der Ausschreibungsfrist auf Wunsch der interessierten Baufirmen.

Bisher ist noch kein Angebot eingegangen, wie Autobahn-Sprecherin Petra Hentschel dieser Redaktion sagte. Es sei üblich, dass Angebote erst unmittelbar vor dem Submissionstermin abgegeben werden. „Dies ist bei der laufenden Vergabe des Hauptloses nicht anders“, so Hentschel.

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