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Forderungskatalog übergeben

Viehbauern-Protest bei Müller-Fleisch in Birkenfeld

Viehbauen stehen zusammen. Bei einem „närrischen“ Auftritt um 11.11 Uhr bei Müller-Fleisch machten dies diesen Mittwoch Milcherzeuger aus der Region deutlich.

Rindfleisch am Haken: Bei Müller-Fleisch ist die Rinderschlachtung am Hauptsitz in Birkenfeld konzentriert. Foto: Kollros

Unter dem Motto „Schluss mit lustig“ traten zehn in mehreren landwirtschaftlichen Verbänden organisierte Landwirte auf, die zum Teil mit Traktoren vorgefahren waren. Sie übergaben in Birkenfeld wie bei zahlreichen anderen Betrieben der Fleischindustrie einen Forderungskatalog. Bis kommenden Donnerstag, 19. November, wollen sie darauf eine Antwort haben und kündigen an, sie „persönlich bei unseren Verarbeitern“ abzuholen.

Hintergrund der Aktion ist, dass Milch- und Fleischproduzenten immer weniger verdienen. „Um unsere Betriebe erhalten und wirtschaftlich nachhaltig weiterentwickeln zu können, brauchen wir jetzt von unseren Verarbeitern einen ersten Schritt“, teilen sie mit. Gleiches bekamen Ende Oktober/Anfang November auch Verantwortliche in Zentrallagern des Lebensmitteleinzelhandels zu hören.

„Die Einflüsse durch Corona und die Afrikanische Schweinepest auf alle Bereiche der Branchen treffen Erzeuger genauso wie die Verarbeitungs- und Ernährungsindustrie sowie den Handel“, reagiert die Müller-Gruppe auf den Vorstoß. Man nehme die Forderungen sehr ernst, heißt es weiter in einer Stellungnahme. Außerdem verdeutlicht das Birkenfelder Unternehmen, es habe in den eigenen Schlachtbetrieben „durch das Aufrechterhalten der Produktion den Druck aus dem angespannten Markt“ genommen. Die Landwirtschaft stehe insgesamt vor großen Herausforderungen, heißt es weiter. Alle Partner von Erzeugung über Verarbeitung bis hin zum Handel müssten ihre Kräfte bündeln, denn „ohne gesunde süddeutsche Landwirtschaft funktioniert die gesamte Wertschöpfungskette nicht.

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