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Einsatz parallel zum Hausbrand

Vier Trafo-Brände sorgen für Stromausfälle in Pforzheim und Kieselbronn

Erst Kieselbronn, dann dreimal Pforzheim: Mehrere Trafos haben in den letzten Tagen gebrannt und für Stromausfälle gesorgt. Die Feuerwehr war gefragt – dabei hatten die Einsatzkräfte eigentlich schon genug zu tun.

Die Feuerwehr löscht den Brand in einem Trafohäuschen in Kieselbronn. Foto: Igor Myroshnichenko

Vor dem Wochenende galt in Pforzheim wegen der Trockenheit die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe. An dieser Front blieb es für die Feuerwehr ruhig. Nur ein paar Reste vom Grillen im Würmtal mussten am Freitagabend gelöscht werden. Zu lösen waren stattdessen ganz andere Probleme. Am Freitagabend in der Anshelmstraße und am Sonntag in Brötzingen brannten Mehrfamilienhäuser. Und als wäre das nicht genug, musste die Feuerwehr um ihren Kommandanten Sebastian Fischer auch noch zu qualmenden und brennenden Trafos ausrücken – was zunächst für offene Fragen sorgte.

Auch Stadtwerke im Einsatz

So war am Freitagabend kurz die ganze Gemeinde Kieselbronn ohne Strom. Als die Feuerwehrleute die Trafo-Station öffneten, schlugen ihnen offene Flammen entgegen. Auch Mitarbeiter der Stadtwerke Pforzheim waren voll gefordert. Für sie ging es auch darum, die Wasserversorgung zu gewährleisten, da der Stromausfall Auswirkungen auf den Wasserdruck zu haben drohte.

Nächster Einsatz: Als am Sonntag die Aufmerksamkeit noch dem Brand in Brötzingen galt, mussten um 19.30 Uhr die auf der Hauptfeuerwache vorsorglich eingesetzten Kräfte zu einem Trafo in den Schoferweg ausrücken. Der Brand wurde mit Kohlenstoffdioxid-Löschern bekämpft. Einige Straßen in der Südstadt waren vorübergehend ohne Strom.

Damit nicht genug. 30 und 40 Minuten später wurden weitere Trafo-Brände in Huchenfeld und am Wildpark gemeldet. Die Folgen waren auch hier jeweils Stromausfälle für mehrere Straßen. An beiden Einsatzstellen ließ die Rauchentwicklung laut Feuerwehr schnell nach, Löscharbeiten waren nicht nötig.

Station am Schoferweg braucht größere Reparatur

Ebenfalls vor Ort waren bei den Trafos die Stadtwerke Pforzheim. Mitarbeiter des Stromversorgers waren im Einsatz und stellten binnen einer Stunde die Stromversorgung wieder her. Die Stadtwerke teilten am Montag mit: „Die Trafo-Stationen in Huchenfeld und am Wildpark sind schon wieder voll einsatzfähig und ins Netz integriert. Bei der Station am Schoferweg bedarf es größerer Reparaturarbeiten – die Versorgung wird durch die umliegenden Umspanner sichergestellt.”

Fragen warf zunächst die ungewöhnliche Häufung der Trafo-Brände in kurzer Zeit auf. Die Polizei ermittelt, sieht Stand Montagmittag aber weder in Kieselbronn noch in Pforzheim Anhaltspunkte für ein „vorsätzliches Herbeiführen” der Brände, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. „Im Schoferweg war es wohl ein Kabelbrand ohne Fremdeinwirkung, es dürfte wohl eine technische Ursache vorliegen”, so der aktuelle Stand der Ermittlungen. Auch in Kieselbronn halte man eine technische Ursache für naheliegend.

Stadtwerke erklären Hergang der Trafo-Brände

Am Nachmittag meldeten sich dazu auch die Stadtwerke zu Wort. Man habe ermitteln können, dass es wegen eines defekten Endverschlusses am Schoferweg zu Unregelmäßigkeiten in der Netzspannung gekommen war. Diese seien wiederum für die Störungen an den beiden anderen Trafo-Stationen verantwortlich.

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