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Die Goldstadt profitierte

Von „deutschen Diamanten” bis Völkerschauen - wie der Kolonialismus Pforzheim prägte

Werbung mit rassistischen Motiven, Diamanten aus „Deutschland” und Notpakete während der Inflation. Für die Pforzheimer Gesellschaft vor 100 Jahren bedeuteten die Kolonien weit mehr als nur nationales Prestige in Übersee, wie ein Blick ins Archiv offenbart.

Rassistische Werbung: In den 1920er Jahren hatte die Pforzheimer Uhrenfabrik Kollmar & Jourdan mit einem kettentragenden Afrikaner als Werbebotschafter keine Probleme. Foto: Sebastian Kapp/Stadtarchiv Pforzheim

Muskulös ist der Mann, der die goldene Kette zieht. Er schultert sie so, wie man es von den Abbildungen ägyptischer Sklaven beim Pyramidenbau kennt. Im Gegensatz zu einem weißen Engelchen auf einem anderen Werbebild ist der Schlepper schwarz. Diese Bildchen ließ die Uhrkettenfabrik Kollmar & Jourdan in Pforzheim in den 1920er Jahren drucken.

Der Kolonialismus prägte vor 100 Jahren die Goldstadt massiv – auch über die eigene Kolonialgeschichte hinweg, die im Ersten Weltkrieg endete. Das zeigen zumindest historische Schätze, die im Stadtarchiv schlummern, und die den Zweiten Weltkrieg überlebt haben.

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