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Pforzheims Corona-Kämpfer sind an der Belastungsgrenze

Was das Gesundheitsamt Pforzheim/Enzkreis plant, um trotz hoher Zahlen Herr der Lage zu bleiben

1.440 Kontakte an einem Tag muss das Team um Brigitte Joggerst und Angelika Edwards im Moment nachverfolgen. Das Amt schlägt Alarm - und formuliert mittlerweile Durchhalteparolen, die an schlechte Witze erinnern.

Im Dauereinsatz: Die stellvertretende Gesundheitsamtsleiterin Angelika Edwards kommt derzeit kaum zum Durchschnaufen. Unter anderem sind unklare Infektionsquellen ein Problem. Foto: Herbert Ehmann

Es sind absurde Situationen, in die Angelika Edwards in diesen Tagen gerät. Die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts Pforzheim/Enzkreis kommt kaum von der Arbeit weg. Pressefotografen müssen draußen bleiben, in ihrer Behörde befehligt sie Bundeswehrsoldaten und trotzdem sind die Nachrichten, die sie und ihre Chefin Brigitte Joggerst derzeit täglich verkünden, keinesfalls erfreulich. Die Überstunden? „Wir haben keine Zeit, sie zu zählen“, lässt Edwards ausrichten.

Ob man noch Herr der Lage sei? „Im Prinzip ja“, sagt Edwards – und weckt dabei Assoziationen an Radio-Eriwan-Witze, bei denen die Antworten auch immer mit „im Prinzip ja“ begannen, was dann defacto „Nein“ bedeutete. Auch das Gesundheitsamt hatte vergangene Woche vermeldet, am Limit zu sein. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel von überlasteten Gesundheitsämtern mit einem Inzidenzwert von über 100 spricht, dann spricht sie auch vom Enzkreis.

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