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Hygienemaßnahmen verstärkt

Wohl von Besucher angesteckt: Zwei Corona-Fälle im Remchinger Altenpflegeheim

Im Remchinger Altenpflegeheim gibt es zwei Corona-Fälle. Eine Bewohnerin und eine Mitarbeiterin haben sich wohl durch einen Besucher angesteckt. Inzwischen ist das Heim für Besucher geschlossen. Außerdem wurde ein Aufnahmestopp verhängt.

Im Altenpflegeheim in Wilferdingen haben sich eine Bewohnerin und eine Mitarbeiterin mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gemeinde hat das Heim inzwischen für Besucher geschlossen und ein Aufnahmestopp verhängt. Archivfoto: Wacker Foto: None

Eine Bewohnerin und eine Mitarbeiterin im Remchinger Altenpflegeheim haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon mit. Die Bewohnerin liegt inzwischen im Krankenhaus und die Mitarbeiterin befindet sich zu Hause in Quarantäne.

Ein Besucher soll die über 80-jährige Bewohnerin angesteckt haben und diese wiederum die Mitarbeiterin, die sie betreut hat. „Aber das ist momentan noch reine Spekulation“, sagte Bürgermeister Prayon im Gespräch mit dem Pforzheimer Kurier.

Besucher soll Bewohnerin angesteckt haben

Fakt ist, dass einzelne Besucher noch bis vor knapp zwei Wochen maximal eine Stunde lang ins Altenpflegeheim kommen durften. Inzwischen ist das Heim am San-Biagio-Platani-Platz in der Wilferdinger Ortsmitte für Besucher geschlossen. Zudem hat die Gemeinde als Träger des Heims trotz langer Warteliste ein Aufnahmestopp verhängt, „um Risikoquellen auszuschließen“, so Prayon.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Der Bürgermeister hält es für möglich, dass sich weitere der insgesamt 89 Bewohner des Heims oder der 100 Mitarbeiter angesteckt haben, darum hat die Gemeinde nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen im Heim verstärkt.

Bewohner müssen in ihren Zimmern bleiben

Diese betreffen vor allem die prophylaktischen Hygienemaßnahmen. Mitarbeiter tragen Schutzkleidung, Masken und Handschuhe. Desinfektionen sind ebenfalls Standard. Zudem wurden alle Personen, die mit der Bewohnerin und der Mitarbeiterin Kontakt hatten, getestet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altenpflegeheimes, die Vorerkrankungen haben und zu den Risikogruppen gehören, bleiben vorsorglich zuhause. Die Bewohner müssen vorerst in ihren Zimmern bleiben.

Unsere Hauptaufgabe ist es, die uns anvertrauten Menschen vor Infektionen zu schützen
Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon

Das strikte Betretungs- und Besuchsverbot werde im Heim auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten, teilte Prayon mit. „Unsere Hauptaufgabe ist es, die uns anvertrauten Menschen vor Infektionen zu schützen. Dies gilt für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insofern werden wir in enger Abstimmung zwischen Heimleitung, Gesundheitsamt und Gemeindeverwaltung alle diesbezüglich erforderlichen und notwendigen Maßnahmen umsetzen.“

113 Corona-Erkrankungen im Enzkreis

Prayon hofft, dass die Corona-Krise in Wilferdingen nicht ähnliche Ausmaße annimmt wie in Wolfsburg, wo 18 Senioren eines Pflegeheims gestorben sind. Hier muss sich die ehemalige Pforzheimer Sozialbürgermeisterin Monika Müller als Gesundheitsdezernentin mit dem Problem befassen.

Covid-19-Fälle gab es auch in zwei Senioreneinrichtungen in Stutensee. 36 Fälle wurden bislang in den beiden Häusern in Friederichtal und Blankenloch registriert. In Friedrichstal ist ein Bewohner in der vergangenen Woche verstorben.

Angst vor weiteren Infektionen

Die beiden Coronafälle im Altenpflegeheim in Wilferdingen sind die ersten in einem Heim im Enzkreis. Insgesamt 113 Corona-Erkrankungen gibt es derzeit im Enzkreis. „Die Nervosität ist hoch“, räumt Prayon ein. Der Druck und die Sorge, dass es weitere Fälle geben könnte, sei für ihn als Gemeindeoberhaupt immer da. Im Moment habe die Gemeinde die Lage jedoch im Griff – vor allem durch die „gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt“. Wichtig sei auch, das die Lieferung der Schutzmittel nicht abreiße. „Hier müssen wir dranbleiben.“

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