zkm_gameplay-Charakter Gigi | Foto: © Design by Greta Hoffmann

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zkm_gameplay-Charakter Gigi | Foto: © Design by Greta Hoffmann

Mit „zkm_gameplay. the next level“ geht die Ausstellung „zkm_gameplay“ (seit 1997) ab Samstag,  29. September 2018, in die nächste Runde. Knapp fünfzig Werke wurden nach geschichtlicher Bedeutung, erzählerischer Qualität, politischer Thematik oder besonderer Kreativität ausgewählt und warten darauf, gespielt und erkundet zu werden. Am Aktionstag Sonntag, 30. September von 11 bis 18 Uhr, lädt das ZKM Klein und Groß dazu ein, die Welt der Spiele in einer neuen, ungewöhnlichen Architektur – nun auf einer noch größeren Fläche – zu erleben. Alle Programmpunkte, von Kuratoren über Aktionsführungen bis Escape Room, sind kostenfrei!

26 neue Games

„Wobble Garden“, 2017 | Foto: © Robin Baumgarten

Die KuratorInnen haben für die Neuauflage „zkm_gameplay. the next level“ insgesamt 26 neue Spiele ausgewählt: Das Spielfeld von „Wobbel Garden“ beispielsweise besteht aus 70 Sprungfedern mit Plastikköpfen, die von LEDs umrahmt sind. Durch das Antippen der Federn werden die LEDs zum Leuchten gebracht. Das Spiel kann alleine und zu mehreren gespielt werden. Nicht nur dieses Spiel ist beispielhaft für die Tendenz im Indie-Bereich, mit mehreren SpielerInnen gemeinsam vor einem einzigen Bildschirm zu spielen: Bei „Push Me Pull You“ teilen sich die GamerInnen einen wurmartigen Körper, während sie um die Kontrolle über den Ball ringen. Die Entwickler des Spiels schreiben: Ein „Videospiel über Freundschaft und Ringkämpfe“.

„SisyFox“, 2016 | Foto: © Urban Inventions

„SisyFox“ hingegen wird über einen Gymnastikball gesteuert. Das Spiel schult Motorik, Gleichgewicht und Ausdauer und soll daher auch im Bereich der Physiotherapie eingesetzt werden. „SisyFox“ lehnt sich an die griechische Mythologie an: König Sisyphos wird von den Göttern bestraft, er muss immer wieder einen Felsblock einen steilen Hang hinauf rollen, der ihm jedes Mal vor dem Gipfel entgleitet. Die SpielerInnen schlüpfen in die Rolle eines Fuchses, der eine Steinkugel den Berggipfel hinaufrollt und den ein ähnliches Schicksal wie König Sisyphos ereilt.

Original PacMan-Tastatur

Gegenspieler von PacMan: „Die vier bunten Geister Blinky, Pinky, Inky und Clyde“ | Foto: © Peter Schönwardt, 2017

Im Eingangsbereich der Ausstellung hängt ein außergewöhnliches Bild: Es  besteht aus über 3000 Keyboard-Tasten und zeigt den ersten  Computerspielcharakter: Pac-Man. Er verschlingt alles, was sich ihm in den Weg stellt. Hier ist es die originale Tastatur von Toru Iwatani, dem Erfinder von Pac-Man zu sehen. „Paku Paku“ ist eine japanische Lautmalerei für „wiederholt den Mund öffnen und schließen“. Daraus leitete sich der ursprüngliche Name des 1980 veröffentlichten Spiels ab: „Puck Man“. Auch die Gegenspieler von PacMan Blinky, Pinky, Inky und Clyde sind als Tastaturenbilder in der Ausstellung zu sehen.

zkm_gameplay. the next level: Fünf Level

Die Spieleplattform gliedert sich in fünf Bereiche: Im Bereich „level 1: retro“ werden Ursprünge, Meilensteine und Entwicklungen des Mediums von den 1970-er bis zu den 1990er-Jahren aufgezeigt. An historischen Arcade Automaten und Konsolen können BesucherInnen die ersten Schritte Marios in „Donkey Kong“ erleben oder sich durch Labyrinthe in „Ms. Pacman“ auf Punktejagd begeben.

Der Bereich „level 2: modern narratives“ widmet sich den einzigartigen erzählerischen Möglichkeiten von Computerspielen – von den interaktiven Thermopapiergeschichten des „Choosatron“ bis hin zu den surrealen Traumwelten von Bill Violas „The Night Journey“.

Außergewöhnliche audiovisuelle Darstellungen und überraschende Spielmechaniken warten im Bereich „level 3: aesthetic & creative games“ auf die BesucherInnen: Sie können beispielsweise im schier unendlichen Universum von „No Man Sky“ auf Erkundungstour gehen.

Wie Computerspiele politische Prozesse und deren Hintergründe spielerisch vermitteln können, erfahren BesucherInnen im Bereich „level 4: political games“: An der „Democracy Machine“ können so zum Beispiel politische Meinungsverschiedenheiten gemeinsam geklärt werden. Zudem werden in diesem Bereich Werke des weltweiten „Art Game Jam“ des Goethe-Instituts präsentiert.

Der Bereich „level 5: in the spotlight“ informiert in regelmäßigen Abständen über aktuelle Debatten und Diskurse aus den Game Studies, der Game Culture sowie  über Studierendenprojekt.


30 Jahre Zukunftslabor ZKM
2019 feiert das ZKM Karlsruhe sein 30-jähriges Bestehen. Das ZKM wurde 1989 gegründet, um die Zukunft der Künste und Medien unter einem Dach, in einem sogenannten „Zentrum“ zu verhandeln. Seit 30 Jahren prägt das ZKM inzwischen das Bild der Gegenwart und gestaltet Zukunft. 2019 feiert das ZKM nicht nur 30 Jahre ZKM, sondern das ZKM feiert Zukunft.

zkm_gameplay. the next level
ab 29.09.2019
Aktionstag „zkm_gameplay. the next level“
30.09.2019 mit Führungen und Escape Room
Eintritt frei

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76137 Karlsruhe
www.zkm.de