Blick in Halle 3, art Karlsruhe 2019
Die hohen Decken der Hallen und die damit entstehende großzügige Ausgestaltung der Skulpturenplätze sind ein großer Pluspunkt, den die art KARLSRUHE bieten kann. | Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Anzeige

Die art KARLSRUHE ist Hot Spot für die Kunst

Anzeige

Die Fächerstadt wird einmal mehr wieder Anziehungspunkt für Kunstfreunde und -sammler aus Deutschland, Europa und der Welt. Es ist die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (13. bis 16. Februar), die die Menschen hier her lockt. Die Schau vereint 210 national sowie international renommierte Galerien aus 15 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Die großzügigen und immer wieder von Besuchern gelobten Hallen werden zum Jahresbeginn wieder zum Schau- und Marktplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren.

art Karlsruhe – Blick auf eine Skulptur von Hiromi Akiyama in Halle 3, art KARLSRUHE 2019.
Erst mit dem Volumen und der Freiheit, Raum zu ergreifen, entfalten die Skulpturen ihre volle Wirkung – wie hier ein Werk von Hiromi Akiyama auf der art. | Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Willkommen im Sammlerland

„Mitten im Sammlerland Baden-Württemberg schafft die Messe Karlsruhe jeweils zum Jahresbeginn für fünf Tage einen Hot Spot für die Kunst“, erläutert Messechefin Britta Wirtz. „Die letztjährige Verleihung des Titels UNESCO City of Media Arts an die Stadt Karlsruhe bestätigt uns in unserem Engagement für die Kunst“, ergänzt Britta Wirtz.

2020 wird das Thema „Skulptur“ noch mehr in den Fokus gestellt. Die traditionellen, raumgebenden zwanzig Skulpturenplätze werden erstmalig flankiert von einem Skulpturengarten im Atrium – gesponsert von der Vollack Gruppe. Und um das Thema Skulptur noch stärker in den Fokus zu rücken, befragt Moderator Carl Friedrich Schröer beim 15. ARTIMA art meeting die Bildhauer Olaf Metzel und Vera Röhm zu den Herausforderungen ihres künstlerischen Schaffens und spricht mit Galerist Christian K. Scheffel über seine Leidenschaft für Dreidimensionales.

Der dritte Loth-Skulpturenpreis

Karl Ewald Schrade, Kurator der Messe von Anbeginn, dazu: „Ich habe mich immer sehr für die dreidimensionale Kunst eingesetzt und freue mich deshalb außerordentlich, dass wir im Rahmen des Skulpturen-Schwerpunkts den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – zum dritten Mal vergeben können. Und das im Jahr des 100. Geburtstages von Wilhelm Loth.“

Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2019 war der Künstler Jörg Bach. | Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Max Ackermann, Josef Albers, Christo, Lucio Fontana, HAP Grieshaber, Robert Indiana, Roy Lichtenstein, Günter Fruhtrunk, Niki de Saint Phalle, Otto Piene, Tom Wesselmann – die Liste der Künstler, für die der Siebdrucker Hans-Peter Haas (HPH) seit Ende der 50er Jahre arbeitete, ist lang. Bereits der Maler und Bildhauer Heinz Mack urteilte: „HPH ist der Drucker für die Künstler – und der Künstler unter den Druckern.“ Und mit sicherem Blick hat Haas, der 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, eine Sammlung druckgrafischer Werke aufgebaut, aus der auf der art KARLSRUHE rund 150 Werke gezeigt werden.

Herausragende Kunst in der Karlsruher Messe

Etliche Galeristen haben sich dazu entschieden, Arbeiten von bedeutenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts mit nach Karlsruhe zu bringen. Von Künstlerinnen, die zwar Kunstgeschichte mitgeschrieben haben, doch jahrzehntelang von den Museen und teils auch vom Kunsthandel vernachlässigt wurden. Das gilt beispielsweise für die Malerin Lotte Laserstein, die beim erstmals ausstellenden Galeristen Dr. Michel Nöth (Ansbach) im Programm ist oder auch für die Bildhauerin Renée Sintenis, vertreten von der Galerie Ludorff (Düsseldorf). Nöth und Ludorff gehören – zusammen mit dem Kunstkontor Dr. Doris Möllers (Münster) – zu den Ausstellern, die auch Werke von Gabriele Münter im Gepäck haben. Bei Galerie St. Gertrude (Hamburg) wird Hannah Höch gezeigt und bei Varfok (Budapest) Francois Gillot. Weitere Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts wie Tamara de Lempicka und Käthe Kollwitz sind bei Eggerbauer (Köln) und Koch-Westenhoff (Lübeck) vertreten.

art Karlsruhe - Skulptur Herbert Mehler
Es gibt 20 der raumgebenden Skulpturenplätze auf der art KARLSRUHE. Hier eine Fraktion einer Skulptur von Herbert Mehler. | Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Für Werke der klassischen Moderne haben sich wieder viele Galeristen entschieden, so dass diese Kunst-Epoche insgesamt stark vertreten ist. Von Lovis Corinth über Max Ernst bis zu Pablo Picasso, der allein bei 13 Galerien zu sehen ist und dem die Galerie Klaus Benden (Köln) eine One-Artist-Show widmet, hin zu Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner und bis zu Joan Miró: Keiner der bekannten Vertreter wird fehlen. International renommierte Galerien der klassischen Moderne wie Cortina (Barcelona), Gilden’s Art Gallery (London) und Schwarzer (Düsseldorf) bringen Spitzenwerke mit.

Schwerpunkt liegt auf der Zero-Bewegung

Einen weiteren Schwerpunkt werden Arbeiten der Zero-Bewegung bilden. Allein Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker stehen im Fokus von jeweils acht bis zehn Ausstellern. Uecker, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feiert, widmet die Galerie Dorothea van der Koelen eine One-Artist-Show.

Im Bereich der Gegenwartskunst wird ebenfalls höchste Qualität gezeigt. Viele amerikanische Künstler sind diesmal vertreten, beispielsweise Christo, Alex Katz, Jeff Koons, Julian Schnabel, Cindy Sherman und Richard Serra. Auch Werke der Pop-Artisten stehen zur Verfügung, ob Roy Lichtenstein oder Robert Rauschenberg, ob James Rosenquist oder Tom Wesselmann. Sieben Galerien werden Werke von Andy Warhol zeigen.

Gerhard Richter bei den Sammlern begehrt

Allergrößtes Sammler-Interesse werden einmal mehr die Bilder von Gerhard Richter finden. Der weltweit geschätzte Maler aus Deutschland, von einem halben Dutzend Galerien angekündigt, wird überwiegend von Ausstellern aus dem Rheinland, darunter Bernd Bentler (Bonn) und die Kunsthandlung Osper (Köln) vertreten. Aber auch die Galerie Hegau Bodensee bringt einen Richter mit nach Karlsruhe.

Die art KARLSRUHE ist beliebt bei Sammlern. Es ist die große Bandbreite von hochpreisiger Kunst bis hin zu Werken, die für Jedermann erschwinglich sind, die die Schau für so viele interessant macht. | Foto: Jürgen Rösner/KMK

Außer Gerhard Richter sind viele weitere bekannte Künstler der Gegenwart mit Werken vertreten, beispielsweise Georg Baselitz, Miriam Cahn, Katharina Grosse, Jürgen Klauke, Karin Kneffel, Imi Knoebel, Markus Lüpertz, Julian Opie, Neo Rauch, Anselm Reyle, Sean Scully oder Daniel Spoerri.

Gegenwartskunst frisch aus den Ateliers

Mit Werken frisch aus den Ateliers warten die Aussteller im Bereich ContemporaryArt 21 auf. Beispielsweise wird The View dem Künstler Stefan Bircheneder eine One-Artist-Show widmen. Und die Galerie Tobias Schrade bespielt einen Skulpturenplatz mit den wunderbaren Vogel-Gestalten von Matthias Garff. Zeitgenössisches findet man aber auch in Halle 1 bei der Galerie Mirko Mayer, der seinem Künstler Moritz Karweick eine One Artist Show ausrichtet.

Die nächste art karlsruhe findet vom 13.-16. Februar 2020 statt.
Die nächste art KARLSRUHE findet vom 13. bis 16. Februar 2020 auf dem Messe-Areal statt. | Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Die kommende art KARLSRUHE wird vermehrt Fotografien, Zeichnungen, Bilder und Objekte von Künstlern anderer Sparten präsentieren, etwa von Musikern, Schauspielern und Schriftstellern. Werke des Musikers und Komponisten Michael Patrick Kelly sind am Stand von Artstar zu haben und Bob Dylan, Blues-Legende und Dichter, der bereits 2016 mit dem Nobelpreis geehrt wurde, gibt es bei Premium Modern Art (Heilbronn). Fotografien von Dieter Nuhr werden bei der Galerie Obrist (Essen) angeboten, und der weltberühmte Jazz-Trompeter Till Brönner zeigt sein fotografisches Werk am Stand der Galerie Alexander Ochs Private (Berlin).

Alles zur Messe art KARLSRUHE gibt es auch auf der offiziellen Seite www.art-karlsruhe.de.