Es ist eines der berühmtesten Motive der Literaturgeschichte: Baron von Münchhausen auf der Kanonenkugel. | Foto: Jochen Klenk

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Die Volksschau­spiele starten in die neue Openair-Saison

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Mit der Aufführung der Großproduktion „Münchhausen“ starten die Volksschauspiele Ötigheim am 22. Juni in die neue Saison. Neben dem Hauptstück nach der Vorlage von Erich Kästner stehen bis Anfang September der Schiller-Klassiker „Die Räuber“, das Kinderstück „Der gestiefelte Kater“, zwei festliche Konzerte und insgesamt sieben Gastspielabende auf dem Programm. Hierzu werden neben Marshall und Alexander auch die Original Egerländer, die SWR Big Band mit Max Mutzke sowie die Bee-Gees-Tribute-Show „Nights on Broadway“ zu sehen sein.

Miau! „Der gestiefelte Kater“ ist eines der Stücke, die bei den Volksschauspielen 2019 zu sehen sein werden. | Foto: Jochen Klenk

Vielfältige Möglichkeiten

Die Ötigheimer Münchhausen-Inszenierung, mit der die Brecht-Enkelin Johanna Schall ihre Regiepremiere auf Deutschlands größter Freilichtbühne feiert, sprengt im Telldorf alle Dimensionen. „Vor allem der Kostümaufwand ist gigantisch“, berichtet der Vorsitzende des künstlerischen Ausschusses, Paul Hug. Dazu gibt es auf der Bühne ein sprechendes Pferd und einen dressierten Hund ebenso zu sehen wie zahlreiche Spezialeffekte. Nicht fehlen dürfen selbstverständlich die Reiterei, viele Massenszenen, die verschiedenen Tanzgruppen und Chöre der Volksschauspiele sowie allerhand Pyrotechnik. „Mit einem solch tollen Reichtum an Möglichkeiten macht die Arbeit enormen Spaß“, berichtet Johanna Schall am Rande der Probearbeiten. Die riesige Freilichtbühne in Ötigheim will sie unter anderem mit verschiedenen, oftmals parallel laufenden Szenen bespielen.

Schillers Räuber ist ebenfalls 2019 bei den Volksschauspielen Ötigheim zu sehen. | Foto: Jochen Klenk

Der gestiefelte Kater mit 250 Beteiligten

Wie das geht weiß Peter Lüdi bestens. Bereits seit knapp vier Jahrzehnten ist er in Ötigheim aktiv und in diesem Jahr für Schillers „Die Räuber“ verantwortlich. Das Stück wird ab dem 10. August erstmals auf der Freilichtbühne gespielt. Regisseur Lüdi skizziert es in wenigen Worten: „Ein alleinerziehender, überforderter Vater, zwei Söhne, Franz, ein psychopatischer und gieriger Machtmensch, Karl, ein romantischer Idealist und Hauptmann einer Räuberband: Kein Happy-End“. Das grimmsche Märchen „Der gestiefelter Kater“ wird in Ötigheim von Torsten Krug inszeniert. Rund 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen mit und werden von Olga Knack in sehenswerte Kostüme gesteckt. Julia Krug hat die zahlreichen Tänze für die Nachwuchstanzgruppen der Volksschauspiele inszeniert und freut sich auf die insgesamt vier Vorstellungen Mitte Juli: „Erstmals wird es eine Live-Band geben, die für den passenden Sound sorgt“, berichtet sie.

Ein Höhepunkt bei den Volksschauspielen Ötigheim: die festlichen Konzerte großer Ensembles. | Foto: Jochen Klenk

Egerländer Musikanten zu Gast in Ötigheim

Während es für alle anderen Aufführungen noch Karten gibt, sind die beiden festlichen Konzerte am 26. und 27. Juli bereits komplett ausverkauft. Sie stehen dieses Mal unter dem Motto „Entlang der Donau“. Unter der Leitung von Karl Albert Geyer wird ein musikalischer Spaziergang von Wien bis Budapest präsentiert. Zum Gipfeltreffen der Volksmusik kommt es am 13. August, wenn Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten ebenso zu Gast in Ötigheim sind wie Saso Avsenik und seine Oberkrainer. Ein Tag danach geben die SWR Big Band und Max Mutzke ihr Freilichtbühnendebüt, während Night Fever mit ihrer Bee Gees Show am 15. August zu Gast in Ötigheim sind. Beschlossen wird der Gastspielreigen auch in diesem Jahr von insgesamt drei Konzerten von Marshall und Alexander, die dieses Mal Johnny Logan als Stargast eingeladen haben.

Hier gibt es mehr zu den Volksschauspielen Ötigheim. (sb)