Digital Imaginaries - Weaponize the internet
Digital Imaginaries - Weaponize the internet | Foto: Isaac Kariuki

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Digital Imaginaries – Africas in Production

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Digital Imaginaries – Africas in Production
Digital Imaginaries – Africas in Production | Foto: Courtesy Isaac Kariuki

Afrika erlebt derzeit einen radikalen Wandel, bei dem die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt. Die heute auf dem Kontinent mit der weltweit jüngsten Bevölkerung entstehenden digitalen Praktiken verändern die afrikanischen Gesellschaften und deren globale Wahrnehmung. In Afrika entwickelte Apps und digitale Inhalte finden dabei zunehmend Eingang in die weltumspannende technologische Sphäre. Trotz der beinahe flächendeckenden Verbreitung von Mobiltelefonen sind die digitalen Infrastrukturen Afrikas jedoch von lokalen und globalen Asymmetrien geprägt.

 

 

 

 

 

Ausstellungsprojekt „Digital Imaginaries“ im ZKM

The Nest Collective: We Need Prayers: This One Went To Market, 2018
The Nest Collective: We Need Prayers: This One Went To Market, 2018 | Foto: Courtesy The Nest Arts Company

Das Ausstellungs- und Rechercheprojekt „Digital Imaginaries“, das mit Kooperationspartnern in Dakar und Johannesburg entstanden ist, setzt bei dieser widersprüchlichen Vielfalt des Digitalen auf dem afrikanischen Kontinent an. Wie bei den Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen, die zuvor im Rahmen des Projekts im Senegal und in Südafrika stattgefunden haben, gehen die im ZKM versammelten Beiträge über die reine Beschreibung digitaler Transformationen hinaus. Viele der hier gezeigten Werke beziehen sich auf afrikanische Geschichten, Praktiken und Gegebenheiten, um kritische Denkanstöße für eine emanzipierte digitale Zukunft zu geben, die sich marktorientierten Interessen und post-kolonialen Hegemonien entzieht. Ausgehend von Positionen, die in unterschiedlichen Ländern des Kontinents und in der afrikanischen Diaspora entstanden sind, verdeutlichen die Arbeiten der Ausstellung die Notwendigkeit, unsere Vorstellungswelten des Digitalen reicher, vielfältiger und globaler zu denken.

Eröffnungswochenende: 16. bis 18. November 2018

Am Wochenende bauen Studierende des KIT mit Yasmine Abbas und DK Osseo Asare aus Ghana das „Spacecraft_ZKM“ auf.
Am Wochenende bauen Studierende des KIT mit Yasmine Abbas und DK Osseo Asare aus Ghana das „Spacecraft_ZKM“ auf. | Foto: Agbogbloshi Makerspace Platform

Zur Eröffnung des Ausstellungsprojekts sind zahlreiche KünstlerInnen aus unter anderem Südafrika, Togo, Ghana und dem Senegal im ZKM zu Gast. Sie sprechen über ihre Projekte und führen Performances in der Ausstellung auf. Nach der Eröffnung am Freitagabend, 16. November um 19 Uhr mit Performances von Francois Knoetze und Marcus Neustetter starten am Samstag, 17. November 2018 um 14 Uhr Künstlergespräche mit Younes Baba-Ali, Tegan Bristow, Mamadou Diallo, Oulimata Gueye (Kuratorin), Francois Knoetze, Marion Louisgrand Sylla, Marcus Neustetter, Jamal Nxediana und Julien McHardy (Kurator). Ab 16.30 Uhr führen die KuratorInnen Oulimata Gueye, Julien McHardy, Bettina Korintenberg und Philipp Ziegler mit den anwesenden KünstlerInnen durch die Ausstellung.

Am gesamten Samstag bauen Studierende der Architekturfakultät des KIT unter der Leitung von Fanny Kranz gemeinsam mit DK Osseo-Asare und Yasmine Abbas von Agbogbloshie Makerspace Platform (AMP) aus Ghana das mobile Maker-Raumschiff „Spacecraft_ZKM“ auf.

Am Sonntag, 18. November ab 11.30 Uhr präsentieren die Makerspaces Woe Lab aus Togo, Agbogbloshie Makerspace Platform aus Ghana, das Fablab DEFKO AK NIĒP aus dem Senegal sowie Tshimologong Digital Innovation Precinct aus Südafrika ihre aktuellen Projekte. Sie werden sich beim Maker’s Brunch bei Snacks und Kaffee auch mit den Karlsruher Initiativen austauschen, um sich dauerhaft zu vernetzen.

Ab 14.30 Uhr zeigt Tegan Bristow vom Fak’ugesi African Digital Innovation Festival in Südafrika, wie von Perlenmustern der Zulu ausgehend, komplexe mathematische Strukturen für die Programmierung erklärt werden können. Ab 16 Uhr führen die KuratorInnen der Ausstellung erneut durch die Werkauswahl.

 

 

30 Jahre Zukunftslabor ZKM
2019 feiert das ZKM | Karlsruhe sein 30-jähriges Bestehen. Das ZKM wurde 1989 gegründet, um Zukunft der Künste und Medien unter einem Dach, in einem sogenannten „Zentrum“ zu verhandeln. Seit 30 Jahren prägt das ZKM inzwischen das Bild der Gegenwart und gestaltet Zukunft. 2019 feiert das ZKM nicht nur 30 Jahre ZKM, sondern das ZKM feiert Zukunft.

 

Digital Imaginaries – Africas in Production

17.11.2018 bis 31.03.2019

Bitte beachten Sie: Die ZKM-Ausstellungen eröffnen am Samstag, 17.11.2018 bereits um 11 Uhr (und nicht wie üblich erst um 14 Uhr).

Eröffnungswochenende: 16. bis 18.11.2018

Künstlergespräche, KuratorInnenführungen und Workshops. Die Teilnahme an den Führungen und Künstlergesprächen ist kostenfrei, Tickets für die Ausstellung können an der Infotheke gelöst werden.

 

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76137 Karlsruhe
www.zkm.de