Die Bunte Nacht der Digitalisierung zeigt alle Facetten der IT-Metropole Karlsruhe

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Spannung vor der Bunten Nacht der Digitalisierung

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Innovation in Karlsruhe? Das hat Tradition, obwohl die Stadt nur etwas über 300 Jahre alt ist. Dennoch: Die Leistungen unter anderem von Carl Benz oder Heinrich Hertz lassen hellhörig werden. Automobil und die Entdeckung der elektromagnetischen Welle, in Karlsruhe haben diese Meilensteine technischer Entwicklung ihren Ursprung. In Karlsruhe kam 1984 auch die erste E-Mail Deutschlands aus dem CSNET an, dem Vorläufer des heutigen Internets. Und es lässt sich feststellen, dass in der Fächerstadt weiterhin kluge Köpfe am Wirken sind. Die Bunte Nacht der Digitalisierung ist Beleg dafür.

Mehr als eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde – so schnell ist der Forschungshochleistungsrechner ForHLR am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Am KIT ist die älteste Informatikfakultät Deutschlands beheimatet. | Foto: KIT

Der Neuzeit entsprechend sind ihre Werkzeuge Programmcodes, schnelle Datenleitungen und die Kontakte in eine vielfältige, kundige  Szene von Experten. Nicht umsonst ist am KIT, der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), die älteste Informatikfakultät Deutschlands beheimatet. Dort hat Karlsruhes IT-Szene ihre Wurzeln, dort haben einige der Menschen studiert, die später in der Region mit erfolgreichen und marktführenden Unternehmen die hiesige Branche aufgebaut haben. Und auch heute werden Informatik-Absolventen und Absolventinnen des KIT und der Hochschule Karlsruhe von Arbeitgebern mit Kusshand genommen, wie zahlreiche renommierte Rankings belegen.

In Karlsruhe gehts mit der Stadtgeist-App durch die Fächerstadt. Mit der Kamera des Smartphones lassen sich bestimmte Punkte in der Stadt ablichten, die App erläutert dann die Geschichte zum Motiv. Eine Stadtführung mit der Augmented History App Stadtgeist um findet um 17 Uhr ab dem Rathaus. | Foto: karlsruhe.digital/Dennis Dorwarth Photographie

Auftakt im Rathaus

Die Bunte Nacht der Digitalisierung am Freitag ist das Standortbekenntnis zum allgegenwärtigen Thema Digitalisierung, zum etablierten Digitalstandort Karlsruhe und zum Karlsruher Prinzip, bei dem alle Akteure des Standortes über die Bereiche Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Stadtgesellschaft hinweg eng mit einander zusammenarbeiten. So wird die Digitalisierung in der Stadt für alle sicht- und erlebbar gemacht.

Knapp 100 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Institutionen und kommunale Einrichtungen beteiligen sich am großen Programm, das um 14 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus startet. Das digitale Stadtfestival startet mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative karlsruhe.digital aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Neben den Besonderheiten des Digitalstandortes Karlsruhe werden auch aktuelle und künftige Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft erörtert.

Ab 15 Uhr geht es dann weiter mit dem Programm der beteiligten Einrichtungen. Über einen Großteil des Stadtgebiets verteilen sich dabei die Veranstaltungsorte, je nach dem beteiligten Partner. Aber auch im Rathaus und dem ZKM haben sich einige der Unternehmen und Einrichtungen einen Stand gesichert, an dem sie über ihr jeweiliges, digitales Angebot informieren werden.

Karlsruhe beheimatet einige einflussreiche Einrichtungen für die digitale Branche, unter anderem die weltweit renommierte Einrichtung ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. | Foto: karlsruhe.digital/Dennis Dorwarth Photographie

Vielfältige Themen im Angebot

Das Programm ist, wie es der Name der Veranstaltung vermuten lässt, bunt und vielfältig. Wie kann man sich gegen Phishing-Betrug schützen? Mit welchen Algorithmen werden künftig Quantencomputer gefüttert, um die komplexesten Fragestellungen bewältigen zu können? Und welche Dienstleistungen und Services bietet die Stadtverwaltung online an? Diese und jede Menge mehr Themen bietet die Veranstaltung. Während bei Unternehmen unter anderem ein Drohnen-Parcours (CAS Software AG), ein Speed Thinkaton (ISB AG), ein Coding Exit Game (ITscope) und eine virtuelle Schnitzeljagd (Enscape GmbH) zum Mitmachen einladen, können Besucher beim Happy Digi-Day des Badischen Landesmuseums  im museum x digitale Ausstellungsangebote erleben, nutzen und ihren Sinn (oder Unsinn) diskutieren. Auch das CyberForum hat für Besucher so einiges vorbereitet, wie Geschäftsführer David Herrmanns erläutert:

 

 

Die Karlsruher Hochschulen sind mit einem weiten Arrangement an Angeboten aktiv bei der Bunten Nacht der Digitalisierung,  zum Beispiel Programmierworkshops für Kinder und Jugendliche (KIT), Musik und Sound Design-Workshops für Video-Games, einem Klangdome (Hochschule für Musik), sowie der Technik für das digitale Klassenzimmer der Zukunft (DHBW). Was das KIT im Speziellen noch alles zu bieten hat, gibt es im untenstehenden Video zu erfahren:

 

Um in der Stadt von einer Aktion zur nächsten zu gelangen, bietet sich an diesem Freitag ein ganz besondere Möglichkeit. Der KVV bietet allen Besucherinnen und Besuchern der Bunten Nacht der Digitalisierung an, ab 13 Uhr am Freitag, bis 6 Uhr am folgenden Samstag den ÖPNV in Karlsruhe kostenfrei (Wabe 100, Stadtgebiet Karlsruhe) zu nutzen. Das blaue Armbändchen, das es am Veranstaltungstag bei allen Partnern und im Rathaus gibt, gilt dabei als Fahrkarte. Kostenlos ist am 11. und 12. Oktober die Nutzung von KVV.nextbike. Dazu die nextbike-App downloaden und kostenlos registrieren. Den Gutscheincode 139213 unter Account/Einstellungen eingeben. Danach den QR-Code auf dem Fahrrad scannen und in der App auf „Ausleihen“ drücken. Das Schloss öffnet sich automatisch. Der Code ist vom 11. bis 12. Oktober ab Einlösung 12 Stunden gültig, in diesem Zeitraum kann man unendlich viele Fahrten auf diesem Fahrrad unternehmen.

Sam Aaron ist Programmierer und Musiker. Mit seinem weltweit erfolgreichen, kostenlosen Programmier-Tool Sonic Pi lässt sich in Echtzeit Musik programmieren. Im ZKM tritt er zur Abschluss der Bunten Nacht der Digitalisierung auf. | Foto: Sam Aaron

Abschlussparty im ZKM, ganz digital und analog

Das große Finale startet dann ab 22 Uhr im Zentrum für Kunst und Medien. Menschliche und mechanische Künstler werden für digitale Beats und Sounds sorgen. So werden Industrieroboter des Robotikspezialisten KUKA als scratchende DJs die Plattenteller rotieren lassen. Und der Künstler Sam Aaron bedient sich der Kunst des Programmierens, um live Klangteppiche auszubreiten. Aaron ist Programmierer des frei verfügbaren Musiktools Sonic Pi, das mittlerweile von etwa 1,5 Millionen Menschen weltweit herunter geladen worden ist. Das Programm war ursprünglich von Aaron für den Kleincomputer Raspberry Pi entwickelt worden, um als Programmierumgebung die Erzeugung von Musik zu ermöglichen. Sam Aaron wird im ZKM die Gäste begeistern mit Musik, die in Echtzeit programmiert wird, echt digital ist und doch Seele besitzt. Mehr zu Sam Aaron unter sam.aaron.name.

Das komplette Programm der Bunten Nacht der Digitalisierung gibt es auf karlsruhe.digital. Die gedruckte Sonderbeilage mit Interviews der Akteure, großem Übersichtsplan der Veranstaltungsorte und KVV-Karte als PDF gibt es auf bnn.de hier zum Download.