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Basketball

Durant rückt NBA-Rekord-Deals in den Hintergrund

Mit dem offenen Transferfenster beginnt für NBA-Fans die verrückteste Zeit des Jahres: Teams dürfen sich offiziell mit Spielern auf neue Deals einigen. Für die meiste Aufregung sorgt ein Superstar.

Will nach Medienberichten die Brooklyn Nets verlassen: Kevin Durant.
Will nach Medienberichten die Brooklyn Nets verlassen: Kevin Durant. Foto: John Minchillo/AP/dpa

Aller Mega-Deals zum Trotz gehörte die meiste Aufmerksamkeit am ersten Tag des geöffneten Transferfensters in der NBA Kevin Durant. Denn der 33 Jahre alte Superstar, einer der besten Basketballer der Geschichte, will die Brooklyn Nets verlassen.

Diesen Wunsch habe er beim Team hinterlegt, berichteten die großen US-Medien unter Berufung auf eigene Quellen. Die Rekord-Verträge für Bradley Beal und Nikola Jokic bei den Washington Wizards beziehungsweise den Denver Nuggets rückten angesichts der Aufregung um die Zukunft von Durant klar in den Hintergrund aller Debatten in den Medien. „New York Times“, „Washington Post“, ESPN: Die wichtigste Basketball-Story war Durant.

Enormes Paket nötig für Wechsel

Der dreimalige Olympiasieger soll persönlich eine Zukunft bei den Phoenix Suns oder den Miami Heat favorisieren, noch ist aber völlig unklar, welches Team das Rennen um seine Dienste macht – und ob es eines der beiden wird. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hat Durants Vertrag noch vier Jahre Restlaufzeit und garantiert ihm in dieser Zeit fast 200 Millionen US-Dollar. Interessierte Mannschaften müssten den Nets ein enormes Paket an anderen Spielern und Rechten für zukünftige Drafts schnüren, um den Deal machen zu können.

Klar scheint bislang nur: Die Titelhoffnungen der Nets sind auf absehbare Zeit geplatzt. Noch vor zwölf Monaten erwarteten viele Experten den Beginn einer Ära des Teams um die drei Superstars Durant, James Harden und Kyrie Irving – diese Prognosen entpuppten sich im Verlauf der Saison aber als krasse Fehleinschätzung. Irving fehlte oft, weil er wegen der fehlenden Corona-Impfung nicht spielen durfte, Harden ließ sich schließlich zu den Philadelphia 76ers tauschen und Durant war mehrfach verletzt.

Irving entschied sich zwar für ein letztes Vertragsjahr und damit 36,9 Millionen US-Dollar Gehalt für die kommende Saison. Doch Durant glaubt offenbar nicht mehr an eine sportliche Perspektive mit seinem unzuverlässigen Kumpel und will lieber anderswo probieren, ein drittes Mal in seiner Karriere den NBA-Titel zu gewinnen.

Legende an der Seite von LeBron

Als einziger derzeit aktiver Spieler der NBA neben LeBron James kommt Durant auf einen Schnitt von mehr als 27 Zählern je Partie und zählt völlig zurecht zu den absoluten Spitzenverdienern der Liga. Dass die Gehaltsobergrenze für die kommende Saison um fast zehn Prozent auf rund 123,7 Millionen US-Dollar steigt, hilft allen Interessenten aber nur ein bisschen.

Andere Profis nutzten die gute wirtschaftliche Lage der Liga nach dem Corona-Dämpfer und einigten sich zum Teil auf gigantische neue Verträge. Wegen der Regeln in der NBA können die Deals erst ab dem 6. Juli offiziell unterschrieben werden. Hier die wichtigsten vom ersten Tag der sogenannten Free Agency.

Nikola Jokic/Denver Nuggets

Der wertvollste Spieler der beiden vergangenen Hauptrunden wird zukünftig standesgemäß bezahlt. Nach Angaben von US-Medien verständigte sich der 27 Jahre alte Serbe mit den Nuggets auf den zum Zeitpunkt der Einigung teuersten Vertrag der NBA-Geschichte. Von der Saison 2023/2024 bis 2027/2028 soll der Center demnach mindestens 264 Millionen US-Dollar verdienen.

Bradley Beal/Washington Wizards

Womöglich hatte auch Bradley Beal für einige Zeit den Status als Basketballer mit dem fettesten NBA-Vertrag, doch ganz so gigantisch wie der wenig später publik gewordene Deal von Jokic mit den Nuggets ist seine Vereinbarung mit den Wizards nicht. Immerhin 251 Millionen US-Dollar bekommt der Aufbauspieler in fünf Jahren. In den zehn Jahren, die er bislang für die Wizards spielte, verdiente er bislang etwa 180 Millionen US-Dollar.

Devin Booker/Phoenix Suns

Wohl noch nicht endgültig ausverhandelt, aber im Prinzip fertig ist der neue Deal zwischen Devin Booker und den Phoenix Suns. Der designierte Nachfolger von Anführer Chris Paul soll nach Angaben von US-Medien für einen neuen Vierjahresvertrag 214 Millionen US-Dollar bekommen.

Jalen Brunson/New York Knicks

Zu den prominentesten Wechseln zählt der von Jalen Brunson von den Dallas Mavericks zu den New York Knicks. Das langjährige Team von Dirk Nowitzki hätte den Aufbauspieler, der während der Verletzung von Star Luka Doncic vergangene Saison stark für sich geworben hatte, gerne behalten, konnte mit dem Angebot der Knicks aber nicht mithalten. In New York ist Brunsons Vater seit kurzem Co-Trainer und er verdient dort den Angaben zuvolge 104 Millionen US-Dollar in vier Jahren.

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