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Nach Aus im Halbfinale

Gemischte Gefühle bei Pforzheims Hürden-Ass Constantin Preis

Mit der Halbfinalteilnahme bei den Olympischen Spielen hat Pforzheims 400-Meter-Hürdenläufer Constantin Preis sein Ziel erreicht. Seinen Traum will er schon bald verwirklichen.

Das nächste Ziel bereits fest im Blick: Pforzheims 400-Meter-Hürdenläufer Constantin Preis nach seinem Halbfinale bei den Olympischen Spielen. Foto: Michael Kappeler/dpa

Constantin Preis hat Wort gehalten. Nach seinem Vorlauf bei den Olympischen Spielen in Tokio am Freitagmorgen hatte der 23-Jährige gewohnt selbstbewusst eine Leistungssteigerung angekündigt. „Im Halbfinale kommt definitiv eine bessere Leistung“, versprach der 400-Meter-Hürdenläufer aus Pforzheim, der für den VfL Sindelfingen startet.

Am Sonntagmittag ließ Preis seinen Worten Taten folgen. Er verbesserte, auf der Innenbahn laufend, seine Zeit auf 49,10 Sekunden – seine zweitschnellste Zeit. Wie bereits im Vorlauf (49,73) reichte es damit auch im Halbfinale zu Platz vier. Für die Finalteilnahme hätte der Pforzheimer jedoch mindestens Zweiter in seinem Halbfinale werden oder alternativ die mindestens zweitbeste Zeit aller anderen Halbfinalteilnehmer vorweisen müssen.

Das Halbfinal-Aus bei seiner ersten Olympia-Teilnahme konnte er trotz seines Ehrgeizes dennoch halbwegs verschmerzen. „Ich habe relativ gemischte Gefühle. Ich bin einerseits zufrieden, andererseits gar nicht. Ich habe ein bisschen Pech und ein bisschen Glück gehabt“, musste er sein Gefühlschaos erst einmal ein Stück weit ordnen – um dann zur Analyse überzugehen: Bahn zwei, so Preis, sei „schon ein bisschen schwierig zu laufen“ gewesen.

Olympia: 4x400 Meter ohne Constantin Preis

„Auf Bahn fünf, sechs oder sieben hätte ich vielleicht meine 48er-Zeit geschafft. Andererseits: Aus der Innenbahn heraus eine 49,10 Zeit zu laufen, ist ein gutes Zeichen“, so Preis, der zunächst als Ersatz über 4x400 Meter vorgesehen war, inzwischen aber doch die Heimreise antreten konnte. Er habe in der zweiten Kurve ein paar Fehler gemacht, zu wenig Druck erzeugt und „die Hürden sechs, sieben und acht ein bisschen verpennt. Sonst hätte ich vielleicht mehr Geschwindigkeit mit auf die Gerade nehmen können“.

Jetzt wird mein Traum zum Ziel und verschiebt sich auf die nächsten Spiele.
Constantin Preis, Hürdenläufer aus Pforzheim

Gleichwohl ist ihm aber bewusst, was er schon jetzt erreicht hat. „Ich bin im Endeffekt zufrieden. Ich habe es bei meinen ersten Olympischen Spielen bis ins Halbfinale geschafft. Was will man mehr?“, so Preis. Und nach kurzer Überlegung schiebt er einen für ihn so typischen, beeindruckenden Satz nach: „Das Halbfinale war mein Ziel. Das Finale war mein Traum. Jetzt wird mein Traum zum Ziel und verschiebt sich auf die nächsten Spiele. So lange muss ich dafür ja gar nicht warten, es sind nur noch drei Jahre.“

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