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Profi aus Sinzheim

Handballer Stefan Kneer arbeitet am Comeback

Der aus Sinzheim stammende Handballer Stefan Kneer kann seinem aktuellen Verein TV Hüttenberg derzeit nicht aktiv helfen. Der Ex-Nationalspieler laboriert an einer Rückenverletzung, die einen Einsatz noch nicht zulässt.

Rückkehr aufs Spielfeld geplant: Stefan Kneer, hier noch im Trikot der HSG Wetzlar, hofft, über kurz oder lang seine Erfahrung beim Handball-Zweitligisten TV Hüttenberg einbringen zu können. Foto: Oliver Zimmermann/imago images

Stefan Kneer ist ein Handball-Profi im Wartestand. Dies hängt freilich nicht mit der Corona-Pandemie zusammen, sondern mit Verletzungsproblemen, die den aus Sinzheim stammenden 34-Jährigen seit einiger Zeit außer Gefecht setzen. Eigentlich sollte der Modellathlet in der laufenden Saison beim Zweitligisten TV Hüttenberg eine Führungsrolle einnehmen, was von hartnäckigen Rückenbeschwerden aber bislang verhindert wird.

Von Wetzlar nach Hüttenberg

Mittlerweile haben die Mittelhessen sechs Spieltage ohne ihren Routinier absolviert, der vor der laufenden Saison vom Nachbarn HSG Wetzlar kam. „Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt. Immerhin kann ich jetzt aber wieder regelmäßig an den Trainingseinheiten teilnehmen und das Programm in den ersten 20 Minuten voll mitmachen“, sagt Kneer, dessen Karriere über weite Strecken schulbuchmäßig verlaufen ist.

Deutscher Meister mit den Rhein-Neckar Löwen

Mit den Rhein-Neckar Löwen feierte er in der Saison 2015/16 die deutsche Meisterschaft. Er absolvierte 73 Länderspiele, wurde 2013 mit der deutschen Nationalmannschaft WM-Fünfter und 2004 Junioren-Europameister.

Nach seinen Anfängen beim BSV Phönix Sinzheim und der Ausbildung im Eisenacher Handball-Internat spielte er zunächst für Balingen-Weilstetten, Großwallstadt und Magdeburg in der Bundesliga. Es folgte das erfolgreiche zweijährige Engagement bei den Rhein-Neckar Löwen, ehe er 2016 nach Wetzlar kam, wo er vier Jahre lang Leistungsträger war.

Ich muss einfach abwarten, wie sich alles entwickelt.
Stefan Kneer / ehemaliger Handball-Nationalspieler

Als der Wechsel vom Bundesligisten Wetzlar nach Hüttenberg im Frühjahr perfekt gemacht wurde, freute sich der TVH-Geschäftsführer Fabian Friedrich: „Stefan Kneer wird unserer jungen Mannschaft mit seiner großen Erfahrung deutlich weiterhelfen.“ Diesem Anspruch will der Vater von drei Kindern künftig auch gerecht werden.

Nur der Zeitpunkt, wann es soweit ist, liegt noch im Ungewissen. „Es macht keinen Sinn, Prognosen abzugeben. Ich muss einfach abwarten, wie sich alles entwickelt“, so Kneer. Dabei lässt er keinen Zweifel: „Ich will auf jeden Fall wieder spielen.“

Ausbaufähige Platzierung

Der Blick auf die Tabelle der Zweiten Bundesliga verrät, dass die Hüttenberger einen Mann vom Kaliber des 1,94 Meter großen Ex-Nationalspielers gut gebrauchen könnten. Nach dem missglückten Saisonstart mit 0:8 Punkten sammelte der TVH zuletzt beim 33:33 gegen Dresden und beim 24:20-Sieg in Eisenach endlich die ersten drei Saisonzähler, wobei Platz 14 durchaus ausbaufähig ist.

Auch wenn der Fokus längst ganz auf seine Aufgaben im Verein gerichtet ist, verfolgt Kneer nach wie vor die Taten seiner Nachfolger im DHB-Trikot, die aktuell die Qualifikation für die EM 2022 ins Visier genommen haben. „Für Deutschland zu spielen, war immer etwas Besonderes“, sagt er. „Die Hymne habe ich stets laut mitgesungen und nicht nur die Lippen bewegt. Da war ich schon stolz darauf, dabei zu sein“, verrät Kneer.

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