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Happy End nach langem Kampf

IOC nominiert Kanute Fazloula von den Rheinbrüdern Karlsruhe für olympisches Flüchtlingsteam

Der Weg war lang und steinig. Nun steht fest, dass sich der Olympia-Traum von Saeid Fazloula erfüllen wird. Der Kanute von den Rheinbrüdern Karlsruhe darf in Tokio starten.

Zu Olympia gepaddelt: Saeid Fazloula von den Rheinbrüdern Karlsruhe darf als Mitglied des IOC-Flüchtlingsteams bei den Spielen in Tokio starten. Foto: Helge Prang/GES

Die Ausdauer von Saeid Fazloula und den Rheinbrüdern Karlsruhe hat sich gelohnt. Seit Dienstag steht fest, dass der Kanute aus dem Rheinhafen bei Olympia ins Boot steigen darf.

Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittag bekannt gab, wird Fazloula in Tokio dem 29 Athleten starken Flüchtlingsteam des IOC angehören. Die Spiele sollen vom 23. Juli bis 8. August in der japanischen Hauptstadt ausgetragen werden. Der ursprüngliche Termin im Sommer 2020 war coronabedingt nicht zu halten gewesen.

Der 28 Jahre alte Fazloula war 2015 aus dem Iran nach Deutschland geflohen, nachdem er zuvor von den Behörden tagelang massiv verhört worden war. Der Grund: Fazloula soll angeblich zum Christentum konvertiert sein.

Regeländerung öffnete Fazloula die Tür

Im Rheinhafen hatte der junge Mann eine neue Heimat gefunden und sich schnell auch als sportliche Verstärkung erwiesen. 2018 qualifizierte sich Fazloula für Deutschland sogar für die WM, ehe er im Jahr darauf ein sportliches Tief durchlebte und 2020 dann durch Corona ausgebremst wurde.

Nun hat sich Fazloulas Olympia-Traum erfüllt. Im Frühjahr war er in das Flüchtlings-Stipendiums-Programm des IOC aufgenommen worden, dem insgesamt 55 Sportler angehörten. Vorausgegangen war eine entscheidende Regeländerung, nach der die Freigabe des iranischen Verbandes nicht mehr notwendig war.

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