Skip to main content

DTL-Finale in Neu-Ulm

Zweimal Platz drei: KR Karlsruhe und KTV Straubenhardt landen auf dem Treppchen

Sie haben das Beste aus der Situation gemacht: Die Turnerinnen der KR Karlsruhe und die Kunstturner der KTV Straubenhardt haben sich am Samstag im Mannschaftsfinale der Deutschen Turn-Liga (DTL) jeweils die Bronzemedaille geschnappt.

Starker Final-Auftritt: Sanna Veerman, niederländische Gastturnerin der Kunstturn Region Karlsruhe, war in Neu-Ulm zweitbeste Turnerin hinter Altmeisterin Kim Bui vom Seriensieger MTV Stuttgart. Foto: Alexandra Reimann/GES

Eine Premiere und ein gewohntes Bild: Beim Mannschaftsfinale der Deutschen Turn-Liga (DTL) in Neu-Ulm, das aufgrund verschärfter Corona-Regeln in Bayern kurzfristig ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, haben sich die Männer des TuS Vinnhorst erstmals in der Vereinsgeschichte zum Meister gekrönt.

Bei den Frauen stand mit einem überragenden Ergebnis von 205,30 Gesamtpunkten der MTV Stuttgart zum zehnten Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen, auf das es auch die Riege der Kunstturn Region Karlsruhe (KRK) als Dritte schaffte.

Auch die KTV Straubenhardt sicherte sich Platz drei mit einem deutlichen Erfolg im kleinen Finale gegen die Siegerländer KV.

KR Karlsruhe muss kurzfristig umbauen

Anders als in der Männerkonkurrenz treten im Frauen-Finale alle vier qualifizierten Teams gegeneinander an. Dass sich wie gewohnt Stuttgart den Titel sichern würde, zeichnete sich früh ab.

Der Seriensieger um Top-Turnerin Kim Bui setzte sich vom ersten Gerät an direkt an die Spitze und entschied am Ende auch alle Gerätewertungen für sich. Im Kampf um die weiteren Plätze verpasste der mehrfache Vize-Meister KRK Rang zwei, den der SSV Ulm belegte.

Wir haben ein paar Sachen ausprobieren wollen.
Tatjana Bachmayer, Cheftrainerin der KR Karlsruhe

„Wir haben ein paar Sachen ausprobieren wollen und da muss man bei einem so jungen Team immer auch damit rechnen, dass etwas schief geht“, urteilte KRK-Cheftrainerin Tatjana Bachmayer, die noch leicht umbauen musste.

Weil sich Maellys Alferi beim Einturnen verletzte musste Alisha Igüs am Sprung einspringen, den sie dann aber in den Sand setzte. „Sonst wäre es vielleicht noch mal spannend geworden im Kampf um Platz zwei“, meinte Bachmayer. Auch am Schwebebalken hatte die KRK-Riege, anders als zuletzt beim Wettkampftag in Dresden, wieder Probleme.

KRK-Gastturnerin Sanna Veerman landet in der Einzelwertung auf Rang zwei

Am Ende kamen die Karlsruherinnen vor dem viertplatzierten TSV Tittmoning (185,05) auf 186,65 Zähler, Ulm lag beim „Heimspiel“ dann doch deutlich vorne dran (190,50).

Garant für den Podiumsplatz war Gastturnerin Sanna Veerman. „Sie hat ihr Zeug gerockt, war sensationell“, sagte Bachmayer über die Niederländerin, die mit 52,20 Punkten in der Einzelwertung Zweite hinter Kim Bui wurde. „Ich habe den Auftritt richtig genossen und bin sehr zufrieden“, sagte Veerman, der der Wettkampf mit der KRK-Riege erneut „großen Spaß“ gemacht habe: „Ich hoffe, ich kann noch mehr Wettkämpfe mit dem Team bestreiten.“

KTV Straubenhardt setzt sich deutlich gegen die Siegerländer KV durch

Auch der Trainer und Sportliche Leiter der KTV Straubenhardt, Steve Woitalla, zeigte sich am Samstagabend zufrieden mit dem Auftritt seiner Riege in Neu-Ulm.

Mit 49:28 (8:4 Gerätepunkte) verwies das Team um Mannschaftskapitän Andreas Bretschneider die Siegerländer KV im kleinen Finale deutlich auf Rang vier und schnappte sich selbst die Bronzemedaille.

Gute Ausbeute: Mannschaftskapitän Andreas Bretschneider hat sich mit der KTV Straubenhardt noch die Bronzemedaille geschnappt. Foto: Alexandra Reimann/GES

„Wir waren total fokussiert, selbstbewusst und trotzdem achtsam“, sagte Woitalla. Zum Auftakt am Sprung legte die KTV los wie die Feuerwehr, ging mit 11:2 Punkten direkt in Führung. Neuzugang Illia Kovtun steuerte fünf Punkte bei, wurde in der Endabrechnung mit 14 Punkten Top-Scorer der Begegnung.

KTV-Trainer Steve Woitalla blickt trotz Fehler optimistisch in die Zukunft

Zwar folgten am Boden, an den Ringen und dem Pauschpferd in zwei Übungen jeweils größere Fehler. Trotzdem gingen am Ende lediglich die Geräte Reck und Ringe an die Siegerländer KV.

In Anbetracht der schmalen Besetzung wollte Woitalla ohnehin niemandem einen Vorwurf machen. Die beiden 18-jährigen Nachwuchs-Turner Pascal Brendel und Nils Matache mussten ob der Personalsorgen im Lager der KTV fünf respektive vier Geräte turnen.

Wir werden auf jeden Fall zum Angriff ausholen und wollen wieder ins große Finale.
Steve Woitalla, Coach der KTV Straubenhardt

„Uns haben vier unserer besten Turner gefehlt und trotzdem haben wir den Gegner deklassiert“, resümierte Woitalla. „Ich bin stolz auf die Jungs. Für die Zukunft stimmt mich das extremst optimistisch.“ Es zeige, meinte er, „dass wir eigentlich woanders hingehören. Wir werden auf jeden Fall zum Angriff ausholen und wollen wieder ins große Finale.“

nach oben Zurück zum Seitenanfang