Skip to main content

A-Finale nur knapp verpasst

Karlsruherin Kanutin Sarah Brüßler ist mit ihrem Olympia-Auftritt „voll zufrieden“

Viel fehlte nicht und Sarah Brüßler hätte sogar im Rennen um die Medaillen mitmischen dürfen. Die Kanutin der Rheinbrüder Karlsruhe war mit ihrem Olympia-Debüt dennoch zufrieden. Und noch ist das Tokio-Abenteuer für sie nicht zu Ende.

Kanutin Sarah Brüßler (rechts) von den Rheinbrüdern Karlsruhe lieferte mit ihrer Partnerin Caroline Arft im K2 über 500 Meter starke Rennen ab und belegte letztlich den dritten Rang im B-Finale. Foto: Michael Meindl/imago images

Das A-Finale war ganz nah, am Ende fehlte nicht einmal eine halbe Sekunde. Und doch war Sarah Brüßler nach ihrem Olympia-Debüt einfach nur eines: „voll zufrieden“. Die Kanutin der Rheinbrüder Karlsruhe hatte am Dienstag mit ihrer Partnerin Caroline Arft im Sea Forest Waterway zwei bärenstarke Rennen hingelegt und den Wettkampf letztlich als Dritte des B-Finales beendet.

„Vorher wussten wir nicht genau, wo wir stehen, und jetzt sind wir die Elftbesten der Welt“, erklärte Brüßler nicht ohne Stolz in der Stimme. So schnell wie in Tokio war Brüßler noch nie ein Rennen im Kajak-Zweier über 500 Meter gefahren.

Den Halbfinal-Lauf beendete sie mit Arft in 1:39,421 Minuten auf Rang sechs, knapp hinter dem zweiten deutschen Boot (1:38,954). Sabrina Hering-Pradler und Tina Dietze qualifizierten sich als Vierte für das große Finale und landeten in diesem auf Rang acht.

Brüßler bleibt erstmals unter 1:40 Minuten

Kanutin Sarah Brüßler von den Rheinbrüdern Karlsruhe. Foto: Helge Prang/GES

Im B-Finale waren Brüßler und Arft dann nur unwesentlich langsamer (1:39,953). „Ich bin das erste Mal unter 1:40 geblieben und wir haben das gleich nochmal bestätigt. Darüber bin ich echt happy“, meinte Brüßler über die starken Zeiten.

Am Montag war das Duo als Dritte ihres Vorlaufes (1:48,06) und anschließend als Zweite ihres Viertelfinales (1:48,450) noch deutlich langsamer unterwegs gewesen.

Enttäuschung über den knapp verpassten A-Final-Einzug machte sich bei der 27-Jährigen nicht breit. „Wir sind offensiv losgefahren, haben alles gegeben, schneller ging es einfach nicht“, sagte sie über den Auftritt im Halbfinale. Gold holten sich später Lisa Carrington und Caitlin Regal aus Neuseeland.

Ersatzfahrerin für den Einer und Vierer

Für Brüßler ist damit das Abenteuer Olympia noch nicht beendet. Die Nordhessin, die seit 2014 für die Rheinbrüder fährt, muss sich genau wie Arft als mögliche Ersatzfahrerin im Einer und Vierer bereithalten und fliegt erst am Montag zurück in die Heimat. Ob sie bei der Schlussfeier dabei sein wird, wusste Brüßler am Dienstag noch nicht.

„Wir werden das jetzt genießen, dass wir bei Olympia sind, und werden die anderen so gut es geht unterstützen“, sagte Brüßler und meinte damit auch ihre Vereinskollegin Sophie Koch. Die Canadierfahrerin, neben Brüßler und Saeid Fazloula dritte Tokio-Starterin der Rheinbrüder, greift bereits am frühen Mittwochmorgen deutscher Zeit (ab 3.05 Uhr) im Einer über 200 Meter ins olympische Geschehen ein. Zudem wird Koch ab Freitag im C2 über 500 Meter antreten. Auf dieser Strecke liegt das Hauptaugenmerk der 23-Jährigen.

nach oben Zurück zum Seitenanfang