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BNN-Serie, Teil 16

Als beim KSC der Dicke aus dem Pott mal richtig aufräumte

Das Wildparkstadion wandelt sich. Die Kult-Stätte erlebte eine bewegte Geschichte. Und ist voller Geschichten mit echten Typen. Frühere Größen des Karlsruher SC verraten, wie es wirklich war. Damals, als noch keiner darüber reden konnte. Der Zeitgeist der 70er, 80er, 90er und 00er kickt mit.

Schwarzer KSC-Tag: Hermann Bredenfeld (rechts) verliert das Kopfballduell mit Klaus Fischer, der beim Schalker 7:1-Sieg am 9. April 1977 im Wildpark das 3:0 erzielt. Foto: Rudel/imago-images

Wo du gebraucht wirst, bist du da“, sagt Hermann Bredenfeld so einen Satz, der nach Lebensmotto klingt. Auch anno 1976, als er in der Bundesliga das KSC-Trikot trug, war er mit seinen Mitspielern überall in der Region willkommen. Ob bei einer Restaurant-Eröffnung in Wörth als Sidekick des Entfesselungskünstlers Peter Moretti, bei einer Schülerfragerunde in Sinsheim oder bei einer Autogrammstunde im Bruchsaler Gefängnis. Bredenfeld erinnert sich an die Gespräche mit Knastbrüdern, unter ihnen Heinrich Pommerenke, einer der berüchtigtsten Gewaltverbrecher der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Bredenfeld, eine echte Pott-Type, kannte nie Berührungsängste, auch gegenüber Fans gab es sie nie. In seinen beiden Bundesligajahren wählte ihn der KSC-Fanclub zum „Spieler des Jahres“. Lud ihn einer am Stadion zum Sonntagsschmaus ein, „fuhr ich auch schon mal zu Fans nach Heidelsheim oder Stupferich“, erzählt Bredenfeld – und in dem Zusammenhang das für einen 70 Jahre alten Deutschen Unglaubliche: „Ich habe bis zum heutigen Tag keinen Tropfen Bier getrunken.“

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