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Vertrag verlängert

Choi ist in Hamburg und setzt Autogramm unter neuen KSC-Vertrag

Was lange währt: Kyoung-Rok Choi hat sich dazu entschieden, beim Karlsruher SC zu bleiben. Vor dem HSV-Spiel wurde in Hamburg alles klar gemacht.

Entscheidung gefallen: Mittelfeldspieler Kyoung-Rok Choi wird über die laufende Saison hinaus das Trikot des Karlsruher SC tragen. Foto: Helge Prang/GES

Donnerstagnachmittag, Treffpunkt Park-Hotel Lindner Hagenbeck. KSC-Profi Kyoung-Rok Choi erscheint an gelben Krücken. Obwohl verletzt, hat er die Kollegen an die Elbe begleitet. Aus gutem Grund: Oliver Kreuzer ist mit dessen Berater Thies Bliemeister verabredet. Dessen Agentur Sports United befindet sich im Hamburger Bezirk Eimsbüttel fünf Autominuten des KSC-Quartiers entfernt.

Kreuzer und der CEO der Spieleragentur haben über Monate verhandelt, nun, in den Stunden vor dem HSV-Spiel, machten sie den Austausch um Zahlen wasserdicht. Christian Eichners Wunschspieler, beim FC St. Pauli zum Profi ausgebildet und seit 2018 beim KSC, unterschreibt den Anschlussvertrag. Der fünfmalige Saisontorschütze wird auch in den nächsten beiden Spielzeiten das KSC-Trikot tragen.

Auf den 26 Jahre alten Südkoreaner, Marktwert 600.000 Euro, hält sein Trainer Eichner große Stücke. „Es ist enorm, was er der Mannschaft an Lauf- und Zweikampfstärke und an Hand-und-Fuß-Aktionen gibt. Er ist aus ihr einfach nicht wegzudenken“, sagt der 38-Jährige über Choi.

Brudertreffen in Hamburg

Chois Hamburger Wurzeln zeigen sich bei Sports United in doppelter Weise. Kang-Min Choi, sein zwei Jahre älterer Bruder, beackert als Scout und Spielerberater für die Agentur den asiatischen Spielermarkt.

Unter anderem betreut er Hee-Chan Hwang (RB Leipzig) und Jong-Min Seo (Eintracht Frankfurt), weitere Landsleute unter den Klienten der Agentur. Ebenfalls in dessen Team: Mete Öztunali, Schwiegersohn von HSV-Urgestein Uwe Seeler. Der Vater des für Mainz stürmenden Levin ist der Chefscout von Sports United.

Unklare Ausfalldauer

Seelers Herzensclub konnte Choi am Abend nichts anhaben. Ein Faserriss in seiner linken Wade lässt laut KSC-Arzt Marcus Schweizer auch nicht erwarten, dass er für die Blau-Weißen in dieser Saison noch oft gegen den Ball treten wird. Die Krücken riet Schweizer dem Fußballer zur vorübergehenden Entlastung an.

Choi hat sich daran gewöhnen müssen, wieder auf die Beine zu kommen. Das Vertrauen, das ihm das Trainerteam in Karlsruhe trotz einiger Rückschläge entgegenbringt, dürfte eine Entscheidungshilfe für Choi gewesen sein, sich trotz anderer Angebote nicht zu verändern.

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Doch nicht immer verspürte er das: Bei Eichners Vorgänger Alois Schwartz genoss der sensible Kicker keine große Aufmerksamkeit. Als sich das änderte, erlitt er im Dezember 2019 einen Kreuzbandriss, wurde monatelang ausgebremst und hatte generell damit zu kämpfen, seinen Platz zu finden.

Laufstarker Fleißarbeiter

Vom Eichner wird der offensiv flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler vorzugsweise auf der Achterposition eingesetzt.

Alle seine Treffer in dieser Saison erzielte er aus halbrechter Position. Eichner schätzt an ihm Spielintelligenz und die Mentalität als laufstarker Fleißarbeiter, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt, in der er sehr beliebt ist.

„Dennoch gibt es bei ihm auch noch extrem Luft nach oben in allen Bereichen. Er könnte sicher auch noch etwas lauter und Richtung Tor auch etwas brutaler werden“, findet Eichner, der froh darüber ist, dass er es ist, der mit ihm weiter daran arbeiten kann.

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