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1:0-Erfolg in Darmstadt

Chois Maßarbeit bringt KSC den nächsten Auswärtssieg

Der KSC bleibt auswärts weiter im Flow. In Darmstadt siegten die Badener zum fünften Mal in Folge in der Fremde. Das lag vor allem daran, dass die Badener nach der Pause ein anderes Gesicht zeigten.

Völlig losgelöst: Torschütze Kyoung-Rok Choi (Mitte) freut sich mit Jérôme Gondorf über das 1:0. Christoph Kobald kommt zum Gratulieren. Foto: Markus Gilliar/GES

In der Fremde läuft es für den Karlsruher SC weiter wie am Schnürchen. Beim SV Darmstadt 98 gewannen die Badener ihr fünftes Zweitliga-Auswärtsspiel in Folge. Beim 1:0 (0:0) war Kyoung-Rok Choi der entscheidende Mann.

Beim Anpfiff auf der Baustelle am Böllenfalltor stand dieselbe KSC-Elf auf dem Platz, die auch fünf Tage zuvor gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) begonnen hatte. Bei den Gastgebern rückte Patrick Herrmann für den gesperrten Nicolai Rapp in die Anfangsformation.

Die Karlsruher waren mit der Empfehlung von vier Auswärtssiegen in Folge nach Darmstadt gekommen, legten allerdings einen nervösen Start hin. Marc Lorenz drosch nach wenigen Sekunden den Ball ins Aus, kurz darauf kam ein Zuspiel von Kyoung-Rok Choi auf Marco Thiede nicht an.

KSC versucht es mit Pressing

Nach fünf Minuten hatten sich die Badener aber gefangen und versuchten über Passstafetten in der eigenen Hälfte Kontrolle zu gewinnen. Die „Lilien“ ließen ihre Gäste zunächst gewähren, während umgekehrt der KSC bei Darmstädter Ballbesitz ein konsequentes Pressing aufzog.

Erstmals halbwegs gefährlich wurde es nach elf Minuten, als Tim Skarke im KSC-Strafraum bei einem Schussversuch noch entscheidend gestört wurde. Im Gegenzug kam Benjamin Goller nicht an eine scharfe Hereingabe von Lorenz heran. Den ersten, letztlich harmlosen Abschluss verzeichnete kurz darauf Marvin Wanitzek (16.).

Gersbeck verhindert Darmstädter Führung

Fünf Minuten später hatte die Partie dann auch ihre erste Großchance, als 98-Torjäger Serdar Dursun nach Zuspiel des früheren Karlsruhers Marvin Mehlem an Marius Gersbeck scheiterte. Die Gastgeber hatten nun Oberwasser, auch weil sie sich vom KSC-Pressing kaum beeindrucken ließen und Philipp Hofmann die langen Bälle der Gäste nicht festmachen konnte.

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Nach einem Fehlpass von Christoph Kobald musste Wanitzek mit einem Foul Schlimmeres verhindern, wofür der Vizekapitän Gelb sah. bei dem fälligen Freistoß von Tobias Kempe war Gersbeck auf der Linie zur Stelle (30.), genauso wie zwei Minuten später bei einem Fernschuss von Fabian Holland.

Auch Kempe scheitert

Kein Problem war für den Karlsruher Schlussmann dann ein Abschluss von Mathias Honsak nach einem Konter, da der Österreicher aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf. Ein Torspektakel wie beim 3:4 im Hinspiel deutete sich in den ersten 45 Minuten nicht an.

Einen weiteren Freistoß von 98 – Robin Bormuth hatte Honsak kurz vor dem Strafraum gelegt und ebenfalls Gelb gesehen – setzte Kempe knapp über das Tor (42.). Es sollte die letzte Chance im ersten Durchgang bleiben. Mit dem 0:0 zur Pause konnten die bis dato durchweg harmlosen Gäste gut leben.

Choi trifft ins lange Eck

Für mehr Offensivelan sollte Malik Batmaz sorgen, der nach Wiederbeginn Lorenz ersetzte und in einem 4-4-2 neben Hofmann die zweite Spitze bildete. Choi rückte dafür auf die linke Seite. Und die Umstellung zeigte tatsächlich Wirkung. Der KSC wirkte nun griffiger und belohnte sich mit dem 1:0.

Choi spielte zunächst an der Außenlinie mit Thiede einen Doppelpass und tat dasselbe im Strafraum mit Wanitzek, ehe er den Ball überlegt ins lange Eck zirkelte (52.). Und die Gäste blieben am Drücker und zeigten nun eine ganz andere Körpersprache als noch in der ersten Halbzeit.

KSC hat alles im Griff

Von Darmstadt kam in dieser Phase nicht mehr viel, im Mittelfeld hatten nun die Karlsruher die Hoheit in den Zweikämpfen. Nach 70 Minuten ging es dann für den Torschützen nicht weiter. Choi, der sich in einem Zweikampf am Fuß verletzt hatte, musste raus. Für ihn kam Xavier Amaechi ins Spiel.

Die Karlsruher hielten den Gegner weiterhin weg vom eigenen Strafraum. Und nach einer Ecke hätte Kobald beinahe nachgelegt, doch sein Schuss wurde geblockt (77.). Mit mehreren Wechseln wollte 98-Trainer Markus Anfang dann eine Schlussoffensive einläuten, doch die Gäste verteidigten weiter konzentriert und diszipliniert.

Hofmann scheitert an Schuhen

Lukas Fröde, der für Wanitzek kam, sollte in den letzten Minuten mithelfen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Der KSC bekam nun Platz zum Kontern, nach einem Pass von Batmaz scheiterte Hofmann an Marcel Schuhen (90.). Der Keeper tauchte kurz darauf ganz vorne auf, doch auch er konnte die Darmstädter Niederlage nicht mehr verhindern.

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