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KSC wartet auf Entscheidung

Ein Fußballer des Karlsruher SC hat das Geisterspiel-Feeling im Wildpark schon erlebt

Das zweite Geisterspiel in der Geschichte des Karlsruher SC dürfte bevorstehen: Für Mittwochvormittag erwartet der Fußball-Zweitligist von der zuständigen Behörde eine verbindliche Nachricht, ob das Zweitligaspiel am Samstag mit oder ohne Zuschauern angepfiffen werden wird.

David Pisot (vorne), damals im Trikot des VfL Osnabrück, im Geisterspiel im August 2012, als er es im Wildparkstadion mit dem KSC und Hakan Calhanoglu (hinten) zu tun bekam. Foto: GES

Das zweite Geisterspiel in der Geschichte des Karlsruher SC dürfte bevorstehen: Für Mittwochvormittag erwartet der Fußball-Zweitligist von der zuständigen Behörde eine verbindliche Nachricht, ob das Zweitligaspiel am Samstag mit oder ohne Zuschauern angepfiffen werden wird. Zwischenzeitlich aber war bereits eine Verordnung auf Landesebene unterwegs, die erwarten lässt, dass die nächsten Heimspiele gegen Darmstadt und Bochum wegen der Corona-Krise ohne Zuschauer im Wildpark ausgetragen werden müssen. Einer aus dem aktuellen KSC-Team hat solch ein Geisterspiel im Wildpark schon bestritten.

Mehrmals bemühten sich die Verantwortlichen beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC am Dienstag darum, auf telefonischem Wege Verbindlichkeit darüber zu erhalten, ob das Zweitligaspiel am Samstag (13 Uhr) gegen Darmstadt 98 nun mit oder, wie zwischenzeitlich sehr wahrscheinlich, ohne Beteiligung von Zuschauern im Wildparkstadion angepfiffen werden wird.

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Signale von der örtlichen Behörde

Wie KSC-Geschäftsführer Michael Becker am Dienstagabend gegenüber dieser Zeitung zum jüngsten Sachstand erklärte, warte der Verein auf Nachricht des zuständigen Karlsruher Ordnungs- und Bürgeramts, das eine Entscheidung für diesen Mittwoch avisierte. „Wir sind auf alles vorbereitet“, wiederholte Becker.

Nach den Entwicklungen des Dienstag und der Erörterungen auf Landesebene, die erwarten lässt, dass wegen der Corona-Krise eine bindende Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Veranstaltungen über 1.000 Zuschauer untersagt, ist ein Ausschluss des Publikums zu erwarten. Unter anderem war dieser für die Bundesligapartie der TSG Hoffenheim am Samstag in Sinsheim gegen Hertha BSC zwischenzeitlich verbindlich geworden.

Ich kann mich nur noch dunkel daran erinnern.
David Pisot, KSC-Spieler

Geisterspiel-Erfahrung im Wildpark hat genau ein Fußballer, der am Samstag bei Anpfiff auf dem Rasen der Baustelle am Adenauerring zu erwarten sein wird: David Pisot. Dabei hat der Kapitän der Badener, der wegen der Gelb-Sperre von Christoph Kobald mit seinem Einsatz von Beginn an rechnen darf, das etwas andere Fußball-Ereignis vom 8. August 2012 fast schon verdrängt. „Ich kann mich nur noch dunkel daran erinnern“, gibt der Abwehrspieler zu, dass ihn der geräuschlose Weg zum 1:1 in der damaligen Drittligapartie nicht gerade als eindrückliches Erlebnis in seiner Karriere haften geblieben ist.

Zur Geschichte gehört: Pisot trug damals den Dress der Osnabrücker, lieferte sich mit Karlsruher Angreifern wie Hakan Calhanoglu (heute AC Mailand) und Danny Blum (VfL Bochum) Zweikämpfe. Daniel Gordon, in der Jetztzeit sein Nebenmann im Abwehrzentrum des KSC, verfolgte die Partie von der ersten bis zur letzten Minute von der Reservebank aus. Das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit war gegen den KSC vom DFB-Sportgericht seinerzeit aufgebrummt worden, weil es in der Stunde des besiegelten Abstiegs nach dem Relegations-Rückspiel gegen Jahn Regensburg drei Monate davor zu sehr heftigen Ausschreitungen gekommen war.

Einnahmeausfälle von rund einer halben Million Euro zu erwarten

Den KSC träfe ein Ausschluss nun just vor zwei Heimspielen. Auch für die Partie am 20. März gegen den VfL Bochum dürfte er verbindlich gelten. Die Einnahmeausfälle würden dann in etwa eine halbe Million Euro betragen.

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