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Vor Duell gegen den KSC

Ex-Karlsruher Uphoff will beim SC Freiburg die Nummer 1 werden

Im ersten Spiel für den SC Freiburg geht es für Benjamin Uphoff ausgerechnet gegen die Ex-Kollegen aus Karlsruhe. Er gibt sich kämpferisch: „Ich will nicht dauerhaft auf der Bank sitzen.”

Vorfreude auf das Wiedersehen mit dem KSC: Torhüter Benjamin Uphoff, nun in Diensten des SC Freiburg. Foto: Hahne/imago images

In die Gästekabine des Schwarzwald-Stadions wird er an diesem Samstag (Spielbeginn: 14.30 Uhr) nicht aus Versehen abbiegen. Das bekäme er hin, wehrt Benjamin Uphoff lachend ab. Aber „komisch“ und „kurios“ findet es der Torwart schon, sein erstes Testspiel mit dem SC Freiburg ausgerechnet gegen die Jungs zu bestreiten, mit denen er vor wenigen Wochen noch ums Klassenziel in der Zweiten Liga gekämpft hatte.

„Hinterher werde ich aber sicher in die andere Kabine gehen“, sagt der 27-Jährige, der nach drei Jahren beim Karlsruher SC nun die nächste Karrierestufe ansteuert. „Ich bin nicht nach Freiburg gewechselt, um dauerhaft auf der Bank zu sitzen. Ziel ist es, hier mittel- bis langfristig die Nummer eins zu werden“, sagt er den Badischen Neuesten Nachrichten.

Obwohl Christian Streich die Vorbereitung am Montag eröffnet hat und erst eine Handvoll Einheiten beim Bundesligisten hinter Uphoff liegen, ist ihm eines schnell deutlich geworden: „Das Training ist sehr anspruchsvoll. Da muss ich mich umstellen. Der erste Eindruck ist, dass das Tempo ein gutes Stück höher ist.“

Obwohl die Trainingsbedingungen „ein Tick besser“ seien als in Karlsruhe, habe er bei seiner Ankunft doch auch Parallelen festgestellt. „Von der Aufnahme her ist das hier schon sehr vergleichbar, auch von der Atmosphäre.”

Ich bin nicht nach Freiburg gewechselt, um dauerhaft auf der Bank zu sitzen.
Benjamin Uphoff, Torwart des SC Freiburg

Im Sommer 2017 war er vom VfB Stuttgart zum KSC gekommen, bestritt für ihn 74 Drittligaspiele und alle 34 Zweitligapartien der abgelaufenen Runde. Dass er das neue Vertragsangebot der Karlsruher ausschlagen würde, hatte im Frühjahr festgestanden. Dass es ihn nach Freiburg ziehen würde, im Prinzip auch.

Uphoff musste schweigen

Nur offen darüber sprechen konnte er bis vor wenigen Tagen nicht. Nicht bevor der Wechsel von Alexander Schwolow zu Hertha BSC publik wurde. Danach wurde auch sein erwarteter Transfer bestätigt. „Ich war auch überrascht und gespannt, habe die Entwicklungen aus den Medien verfolgt“, erzählt Uphoff.

Der zwei Monate jüngere Niederländer Mark Flekken wird Schwolow beim SC als Nummer eins beerben. Von der Arbeit mit Freiburgs Torwarttrainer Andreas Kronenberg haben schon einige profitiert, die im Breisgau weiterkommen wollten. Zuletzt Schwolow, davor Roman Bürki (Borussia Dortmund), Rafal Gikiewicz (FC Augsburg) und auch Oliver Baumann.

Hoffenheims Keeper hatte kürzlich wieder über den Schweizer Coach in den höchsten Tönen geschwärmt: „So ein geiler Typ. Ich liebe ihn wirklich.“ Kronenberg mache jeden „besser“. Habe er „Jungs, die klar im Kopf sind, funktioniert das noch besser“. Uphoff, nicht nur in Karlsruhe bekannt, erfüllt diese Voraussetzung.

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