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Karlsruher Sieg gegen Greuther Fürth

Gollers Torriecher und Hofmanns späte Maßarbeit bescheren dem KSC drei Punkte

Erst früh vorne, dann schnell wieder hinten. Und am Ende durfte der KSC gegen Greuther Fürth doch jubeln. Matchwinner waren Benjamin Goller - und wieder einmal Philipp Hofmann.

Karlsruher Traumstart: Benjamin Goller staubt zum frühen 1:0 für den KSC ab, Fürths Torhüter Sascha Burchert ist chancenlos. Foto: Helge Prang GES/Helge Prang

Der Karlsruher SC hat auch sein zweites Zweitliga-Spiel im neuen Jahr gewonnen. Gegen Greuther Fürth sah es nach einer turbulenten ersten Halbzeit, in der Benjamin Goller zweimal vollendet hatte, lange nach einem Remis aus, ehe Philipp Hofmann noch den 3:2(2:2)-Siegtreffer markierte.

Die Konsequenzen aus dem Spiel bei den Würzburger Kickers (4:2) hatten nicht nur zwei personelle Änderungen in der Karlsruher Startaufstellung notwendig gemacht, sondern Cheftrainer Christian Eichner auch zu einer Systemänderung bewogen.

Für die gesperrten Dirk Carlson (Gelb-Rot) und Lukas Fröde (fünfte Gelbe) liefen der etatmäßige Linksverteidiger Philip Heise und Kyoung-Rok Choi von Beginn an auf. Choi agierte dabei in einem 4-2-3-1 zentral hinter der einzigen Spitze Philipp Hofmann, die Doppel-Sechs bildeten Kapitän Jérôme Gondorf und Marvin Wanitzek.

Lorenz hellwach, Hofmann uneigennützig, Goller eiskalt

War der KSC in den beiden vorangegangenen Heimspielen gegen Fortuna Düsseldorf (1:2) und den Hamburger SV (1:2) jeweils früh in Rückstand geraten, legte er nun einen Traumstart hin. Nur etwas mehr als eine Minute war gespielt, als Marc Lorenz am Fürther Strafraum in einen langen Schlag von Paul Jaeckel spritzte und Hofmann mit viel Übersicht quer auf Benjamin Goller legte. Dieser hatte keine Mühe, Sascha Burchert zu überwinden und sein drittes Saisontor zu markieren.

Und die Karlsruher blieben bei anhaltendem Schneeregen, der für ein tiefes Geläuf sorgte, griffig und präsent in den Zweikämpfen. Nach 13 Minuten bot sich Goller nach einem starken Angriff über links die nächste Chance, die der 22-Jährige diesmal aber leichtfertig ausließ. Da der Schiedsrichter-Assistent aber korrekterweise Abseits anzeigte, hätte ein möglicher Treffer ohnehin nicht gezählt.

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Nielsens Schlenzer bringt den Ausgleich

Der Tabellendritte aus Fürth, der zuvor noch kein Auswärtsspiel verloren hatte, hatte zunächst Schwierigkeiten, sein gefürchtetes Kombinationsspiel aufzuziehen, wurde Mitte des ersten Durchgangs dann aber stärker. Und der erste gefährliche Abschluss brachte direkt den Ausgleich. Nach einem Vorstoß von Jamie Leweling über rechts brachten die Karlsruher den Ball nicht aus der Gefahrenzone, was Havard Nielsen mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck nutzte (23.).

Die Franken waren nun so richtig im Spiel und machten ordentlich Druck auf das KSC-Tor. Nach knapp einer halben Stunde überschlugen sich dann die Ereignisse. Leweling ging über rechts gegen Heise ein weiteres Mal ins Dribbling, schien den Zweikampf zunächst zu verlieren, kam aber nach einer ungeschickten Aktion Heises im Sechzehner zu Fall.

Freude über Gersbecks gehaltenen Elfer währt nur kurz

Referee Timo Gerach aus Landau entschied auf Strafstoß, den Marius Gersbeck gegen Paul Seguin stark parierte (28.). Die Jubelschreie von Gersbecks Teamkollegen waren gerade verhallt, als der nachfolgende Eckball von Julian Green in den Strafraum segelte und Sebastian Ernst, den Marco Thiede aus den Augen verloren hatte, doch noch zum 2:1 einköpfte (28.).

Nach der starken Anfangsphase hatte der KSC offensiv nicht mehr viel zuwege gebracht. Torjäger Hofmann war weitestgehend abgemeldet, ein letztlich harmloser Kopfball nach einer Ecke von Marvin Wanitzek (36.) blieb dessen einziger Abschluss vor der Pause.

Burchert patzt, Goller staubt erneut ab

Dass die Gastgeber dennoch mit einem Remis in die Halbzeit gingen, hatten sie erneut Jaeckel und diesmal auch Burchert zu verdanken. Einen Rückpass seines Innenverteidigers versuchte der Fürther Keeper anzunehmen, worauf Goller spekuliert hatte. Die Werder-Leihgabe staubte erneut ab und stellte mit seinem zweiten Treffer der Partie Sekunden vor dem Pausenpfiff alles wieder auf Anfang.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, wobei die erste Chance dem „Kleeblatt“ gehörte. Leweling setzte am rechten Strafraumeck Seguin in Szene, dessen Schuss Gersbeck mit einer Faust abwehrte (53.).

Burchert fischt Hofmanns Kopfball aus dem Eck

Doch auch die Karlsruher machten schnell klar, dass sie nach der Pause nicht nur im Verteidigungsmodus unterwegs sein wollten. Gondorf tankte sich über rechts durch und flankte auf Hofmann, dessen Kopfball Burchert aber noch vor der Linie zu fassen bekam (58.).

Ansonsten waren es in der Folge aber die Gäste, die mehr Druck entfachten – wohlwissend, dass sie mit einem Sieg zumindest für eine Nacht die Tabellenführung übernehmen würden. Doch die Defensive der Blau-Weißen wusste sich zu wehren, so dass klare Gelegenheiten für die ballsicheren Fürther eine Seltenheit blieben.

Hofmann mit viel Übersicht hinein ins Glück

Dass Hofmann und Co nach vorne aber die Durchschlagskraft fehlte, erkannte auch Eichner, der eine Viertelstunde vor Schluss Dominik Kother für Lorenz brachte. Später kam noch Malik Batmaz für Goller. Gefährlich wurde es aber zunächst auf der Gegenseite, als der ebenfalls eingewechselte Branimir Hrgota nach einem Sololauf durchs Mittelfeld knapp verzog.

Die Pointe setzte dann doch der KSC. Hofmann behauptete am Strafraum den Ball, spielte mit Batmaz einen Doppelpass und schob überlegt zum 3:2 ein (84.). Beinahe hätten die Gäste die passende Antwort parat gehabt, doch Hrgotas Schuss strich haarscharf am rechten Pfosten vorbei (88.).

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