Skip to main content

1:2-Heimniederlage nach vier Siegen am Stück

Hofmanns Elfmetertor zu wenig: Fortuna Düsseldorf stoppt Höhenflug des KSC

Ein überragender Torhüter und ein Mann mehr in der Schlussphase haben letztlich nichts genützt: Der KSC hat nach vier Siegen in Serie wieder ein Zweitliga-Spiel verloren. Der Höhenflug ist erst einmal vorbei.

Zurück im Wildpark: Düsseldorfs Matthias Zimmermann (rechts), hier im Duell mit Marc Lorenz, spielte einst für den KSC. Foto: Helge Prang/GES

Nach vier Siegen in Serie hat der Karlsruher SC in der Zweiten Fußball-Bundesliga seinen Höhenflug nicht fortgesetzt. Gegen Fortuna Düsseldorf mussten die Badener eine 1:2(0:1)-Niederlage hinnehmen. Ein Elfmetertor von Philipp Hofmann brachte zwar nach einem 0:2-Rückstand noch den Anschluss, doch zu mehr reichte es nicht mehr.

Im Vergleich zum 2:1 in Osnabrück in der Vorwoche hatte Cheftrainer Christian Eichner die Startelf auf zwei Positionen geändert – ihm war diesbezüglich keine Wahl geblieben. Für den gelbgesperrten Kapitän Jérôme Gondorf rückte in dieser Saison erstmals Alexander Groiß in die Anfangsformation. Und für den verletzten Kyoung-Rok Choi kam Dominik Kother zum Zuge, der in Osnabrück nach seiner Einwechslung mitverantwortlich für die Wende gewesen war.

Wanitzek vergibt, Krajnc nutzt Frödes Ausrutscher

Mit der Siegesserie im Rücken begannen die Karlsruher mit viel Schwung. Marc Lorenz prüfte nach nicht einmal vier Minuten Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier mit einem Distanzschuss, ehe kurz darauf Vertretungs-Kapitän Marvin Wanitzek nach Zuspiel von Philip Heise aus fünf Metern die erste Großchance der Partie vergab. Das Tor fiel dann auf der anderen Seite. Die erste Ecke für die Düsseldorfer von Edgar Prib nickte Luka Krajnc zur Führung ein (12. Minute). Desser Gegenspieler Lukas Fröde war unmittelbar vor dem Kopfball weggerutscht.

Jetzt den KSC-Newsletter abonnieren

Näher dran: Aktuelle Berichterstattung und exklusive Hintergrund-Infos zum KSC - das liefert die BNN-Sportredaktion im neuen kostenlosen Newsletter „Nur der KSC“ jede Woche direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Jetzt anmelden

Der KSC benötigte ein paar Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Nach 20 Minuten war es Torjäger Philipp Hofmann, der an eine Hereingabe von Heise nicht ganz herankam. Ansonsten taten sich die Blau-Weißen gegen gut organisierte und ballsichere Fortunen schwer, Druck zu erzeugen. Lorenz und Kother entwickelten auf den Außenbahnen kaum Durchschlagskraft, Hofmann war zunächst abgemeldet.

Gersbeck verhindert das 0:2

Die Gastgeber konnten sogar von Glück sagen, nach 35 Minuten nicht noch höher zurückzuliegen. Der auffällige Kristoffer Peterson brach über links durch, lief alleine auf Marius Gersbeck zu, verfehlte dessen Gehäuse aber knapp. Gleiches galt für den früheren Karlsruher Rouwen Hennings, der nach einer Peterson-Flanke zur Stelle war (40.). Die größte Gelegenheit vergab Sekunden vor dem Pausenpfiff Kenan Karaman, als dieser bei einem Alleingang nicht an Gersbeck vorbeikam.

Auf der Gegenseite ließ Kother die letzte KSC-Chance im ersten Durchgang aus (45.+2). Es sollte nicht die letzte bleiben, denn die Karlsruher kamen mit mehr Elan aus der Kabine und hätten bereits knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn beinahe ausgeglichen. Im Anschluss an eine Heise-Ecke konnte Kastenmeier einen Volleyschuss von Wanitzek nur abklatschten, dann aber gegen den doppelten Nachschuss von Groiß stark parieren.

Peterson sorgt für das 2:0, Hofmann für Hoffnung

Anschließend bekam der Bundesliga-Absteiger die Partie wieder besser in den Griff und holte dann das nach, was er vor der Pause verpasst hatte. Peterson zog von links nach innen und schlenzte den Ball mit viel Übersicht ins lange Eck (57.). Und hätte Gersbeck in der Folge nicht mit jeweils starken Paraden die Großchancen von Karaman (59.) und Shinta Appelkamp (66.) zunichte gemacht, die Begegnung wäre vor Anbruch der letzten 20 Minuten entschieden gewesen.

So aber blieb der KSC im Spiel und durfte sich plötzlich wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn machen. Nach einem Foul von Kastenmeier an Daniel Gordon im Anschluss an einen Freistoß zeigte Schiedsrichter Tobias Reichel nach Studium der Videobilder auf den Elfmeterpunkt. Hofmann ließ sich die Chance nicht entgehen und verkürzte per Strafstoß auf 1:2 (72.).

KSC-Überzahl nach Kastenmeiers Unbeherrschtheit

Und da Kastenmeier, der für das Foul Gelb gesehen hatte, direkt nach dem Tor den Ball wegschlug und dafür mit Gelb-Rot bestraft wurde, musste die Fortuna die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Zwischen die Pfosten des Düsseldorfer Tores rückte Raphael Wolf, für ihn verließ Hennings den Platz.

Der Druck der Karlsruher nahm nun zu, doch die Angriffsbemühungen blieben zunächst ungestüm und klare Chancen deshalb aus. In den Schlussminuten zog der KSC eine Art Powerplay auf, doch die Gäste verteidigten diszipliniert. Gordons Versuch aus dem Getümmel wurde abgeblockt, die Kopfbälle der eingewechselten Babcar Guèye und Robin Bomruth blieben harmlos. Bei der letzten Chance des Spiels rettete Wolf nach einem Wanitzek-Abschluss.

Aufstellung Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede (87. Bormuth), Gordon, Kobald, Heise – Groiß (61. Guèye), Fröde – Kother (61. Batmaz), Wanitzek, Lorenz – Hofmann.

nach oben Zurück zum Seitenanfang